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Grundlagen für das perfekte Augen-Make-Up

Lesezeit: 3 Minuten Das Auftragen von Make-Up hat nicht nur eine lange historische Geschichte, die bis zu den Ägyptern zurückreicht, sondern ist auch eine Kunst für sich. Viele Fachbegriffe, verschiedene Tools und Produkte machen es schwer, immer zum richtigen Produkt zu greifen. Daher finden Sie hier eine Erklärung der wichtigsten Begriffe rund um Augen-Make-Up.

3 min Lesezeit
Grundlagen für das perfekte Augen-Make-Up

Grundlagen für das perfekte Augen-Make-Up

Lesezeit: 3 Minuten

Die schlichtesten Schritte des Make-Ups sind schnell und leicht zu erlernen. Aber wie bei allen Fähigkeiten kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo man in höhere Sphären aufsteigen möchte und da wird es verwirrend. Wer Tutorials liest und etwas von Tightlining, Creaser und den verschiedensten Lidschattentexturen hört, ist schnell irritiert über die Vielfältigkeit. Das Wissen um verschiedene Begriffe hilft allerdings sehr, gezielt Informationen zu finden.

Anatomie – Was liegt wo?

Hilfreich ist es, einige anatomische Besonderheiten zu kennen, um sich am Auge zurechtzufinden. Ein oft zitierter Begriff ist die Wasserlinie. Hierbei handelt es sich jeweils um den Bereich des Lids, der zwischen Auge und Wimpern liegt und beim Schließen des Auges aufeinander aufliegt. Unterschieden wird naheliegend die obere und untere Wasserlinie.

Beim Auftragen von Make-Up wird fast immer vom beweglichen oder unbeweglichen Lid gesprochen. Gemeint ist mit dem beweglichen Lid der Teil, der sich beim Blinzeln mitbewegt. Der Übergang ist die Lidfalte, die bei geschlossenem Auge sichtbar wird.

Von Schlupflidern spricht man, wenn das unbewegliche Lid das bewegliche Lid zum großen Teil verdeckt oder in extremeren Fällen das Auge scheinbar zudrückt. In diesem Fall muss man das Augen-Make-Up darauf abstimmen.

Texturen, Finishes und Farben – Lidschatten, Kajal und Eyeliner

Spätestens bei Lidschatten können nur noch Profis die gefühlten hundert Finishes aufzählen. Das Finish ist bei Schminke, wie das Produkt aufgetragen aussieht – von der Farbe abgesehen. Ein Klassiker ist ein mattes Finish, das selbsterklärend ist. Es gibt außerdem auch satiniert, schimmernd, glitzernd und einige mehr. Die Textur sagt aus, wie das Produkt beschaffen ist. Ist es cremig, puderig oder etwas dazwischen?

Grob kann man drei verschiedene Lidschattenarten unterscheiden. Puderlidschatten, Cremelidschatten und Pigmente. Puderlidschatten ist im Pfännchen gepresst und kann sofort aufgetragen werden. Er hält auch ohne Base (Art Creme, die für besseren Halt sorgt) und ist am weitesten verbreitet. Dann gibt es Cremelidschatten, die bei guten Produkten meistens besser halten, bei minderwertigen Produkten aber schnell in die Lidfalte kriechen.

Sie brauchen oft keine Base oder werden als farbige Base für andere Lidschatten genutzt. Pigmente schließlich sind sozusagen die reinen Farben. Sie sind sehr ergiebig, brauchen eine Base als Unterlage, um am Lid zu haften und mit ihnen lassen sich die farbenfrohsten Make-Ups kreieren.

Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Kajal und Eyeliner. Kajal gibt es in Stiftform, er ist meistens cremig-weich und lässt sich gut auftragen. Allerdings hält Kajal meistens nicht lange, wenn er ohne Base oder auf der Wasserlinie aufgetragen wird.

Dafür eignet sich Eyeliner besser. Mit ihm lässt sich ein Lidstrich präziser ziehen und er hält meistens deutlich länger. Eyeliner gibt es als Stifte, die zwar einfacher handzuhaben sind, allerdings oft nicht lange halten und kein tiefes Schwarz schaffen, oder als flüssigen Eyeliner mit einem kleiner Applikatorpinsel.

Ein Zwischending ist cremiger Eyeliner, der ähnlich wie Cremelidschatten erst auf dem Lid trocknet. Zum Auftragen wird ein Eyelinerpinsel benötigt, der eine feine Spitze hat.

Noch ein eher unbekannter Begriff ist auch das Tightlining: Dabei wird die obere Wasserlinie mit einem Eyeliner oder Kajal dunkel gefärbt. Dadurch wirken die Wimpern deutlich voller und dichter. Kajal lässt sich meistens leicht auftragen, verwischt aber schnell. Eyeliner lässt sich an der empfindlichen Stelle schwer auftragen. Gut geeignet ist hier ein Eyeliner in Stiftform, der sich aber cremig genug auftragen lässt, dass man nicht zu viel Druck ausüben muss.

Kleine Helfer – Was wird wozu verwendet?

Ob man Augen-Make-Up mit einem Applikator, einer Art kleinen Schwämmchen am Stiel, aufträgt, mit Pinseln oder mit den Finger bleibt schlussendlich jedem selbst überlassen. Pinsel sind allerdings am weitesten verbreitet und können manche Jobs am besten erledigen. Es gibt eine Vielzahl Make-Up-Pinsel, gerade beim Augen-Make-Up sind jedoch diese Pinsel am wichtigsten:

Der Creaser ist ein runder, abgeschrägter Pinsel, der recht fest gebunden ist. Er eignet sich gut, um hartnäckige, dunkle Farben gut zu verblenden und ergänzt sich gut mit dem Blender. Das ist ein runder, sehr weich gebundener Pinsel, der ebenfalls zum verblenden von Farben genutzt wird. Beide Pinsel zusammen eignen sich sehr gut für Smokey Eyes.

Bei Eyelinerpinseln gibt es ebenfalls noch einige Unterschiede. Es gibt klassische mit feiner Spitze, es gibt abgeschrägte mit feiner Spitze und längliche Pinsel. Die Abgeschrägten dienen dazu, das Auge schminken zu können, ohne es komplett zu schließen. Längliche Pinsel eigen sich für dickere Lidstriche. Gerade Pinsel können jedoch auch einfach nach Gusto zweckentfremdet werden.

Mit diesem Wissen ausgestattet steht Ihnen jetzt nichts mehr im Weg, Ihre Make-Up-Routine zu perfektionieren.

Bildnachweis: New Africa / stock.adobe.com

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