Lebensberatung Praxistipps

Graue Haare durch zu viel Stress?

Lesezeit: 2 Minuten Verschiedene Studien zeigen, dass es anscheinend keinen Zusammenhang gibt zwischen grauen Haaren und zu viel Stress.

2 min Lesezeit
Graue Haare durch zu viel Stress?

Autor:

Graue Haare durch zu viel Stress?

Lesezeit: 2 Minuten

„Durch den vielen Stress bekomme ich noch graue Haare“

Diesen Satz haben Sie bestimmt auch schon gehört, vielleicht sogar selbst hin und wieder geseufzt. Er ist zumindest bei Eltern ein beliebter Ausdruck bei zu viel Stress mit den Sprösslingen. Doch kann Stress tatsächlich dazu führen, dass unsere Haare schneller grau werden?

Graue Haare: Studie zum Thema

Bei einer Studie der Firma Unilever untersuchte man den Grad von grauen Haaren bei eineiigen und zweieiigen Zwillingen zwischen 59 und 81 Jahren. Eineiige Zwillinge haben eine völlig gleiche genetische Ausstattung, während zweieiige Zwillinge Unterschiede, wie alle üblichen Geschwisterkinder, aufzeigen.

Man fand heraus, dass bei den eineiigen Zwillingen, trotz verschiedener Lebensart und damit auch andersartigem Stress, die Haare gleichermaßen grau waren. Zweieiige Zwillinge unterschieden sich in der Stärke ihrer grauen Haare. Das lässt den Schluss zu, dass genetische Faktoren bei grauen Haaren eine vorrangige Rolle zu spielen.

Graue Haare: Die Gene sind schuld?

Auch Nina Goad von der British Association of Dermatologists sieht vor allem die genetischen Merkmale im Vordergrund. Graue Haare scheinen ihren Aussagen nach, auch bei früheren Untersuchungen, eher erblich, als umweltbedingt zu sein. Demnach liegt der Zeitpunkt, wann wir graue Haare bekommen weniger daran, wie viel Stress wir haben. Vielmehr bringen wir alle Voraussetzungen für die Entstehung unserer grauen Haare bereits bei unserer Geburt mit.

Ausnahmen sind bestimmte Erkrankungen, die zu grauen Haare führen. Dazu gehören Autoimmun- sowie verschiedene Mangelkrankheiten. Erfolgreich behandelt, bremst man damit auch das verfrühte Grau werden der Haare.

Graue Haare: Woher kommen sie?

Der eingelagerte Farbstoff in den Haaren heißt Melanin. Er wird in den Melanozyten gebildet. Um beständig für die nachwachsenden Haare Melanin bilden zu können, bedarf es des Tyrosins. Nimmt nun im Laufe des Lebens die Produktion dieses Stoffes ab, entstehen graue Haare. Stress könnte diesen Ablauf allenfalls minimal beeinflussen.

Manchmal hört man, dass jemand durch traumatische Einflüsse so viel Stress erlebt, dass er quasi über Nacht ergraut. Das lässt sich dadurch erklären, dass der Stress zu einem vermehrten Ausfall der noch gefärbten Haare führt. Übrig bleiben die grauen Haare. Es erscheint so, als wäre der Mensch ganz plötzlich grau geworden.

Graue Haare: Kann man sie verhindern?

Eine gesunde Lebensweise mit wenig Stress verzögert das Älterwerden mit seinen Symptomen wie Falten und grauen Haaren sicherlich ein wenig. Wer fit ist, fühlt sich grundsätzlich weniger alt. Einen Jungbrunnen gibt es leider nicht. Und so müssen auch weiterhin alle die, die ihre grauen Haare gerne loswerden wollen, vorerst auf Färbemittel zurück greifen.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: