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Glutenunverträglichkeit: Tipps zur Ernährung

Lesezeit: 2 Minuten Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie ist eine Erkrankung, bei der die Betroffenen das Klebereiweiß im Getreide nicht vertragen. Das Gluteneiweiß im Getreide schädigt die Dünndarmschleimhaut. Die Zotten degenerieren und die Aufnahme von lebenswichtigen Stoffen in den Körper ist dadurch stark beeinträchtigt. Langfristig können Mangelsituationen entstehen. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie bei Ihrer Ernährung unbedingt beachten sollten.

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Glutenunverträglichkeit: Tipps zur Ernährung

Glutenunverträglichkeit: Tipps zur Ernährung

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Glutenunverträglichkeit: Symptome

Die Erkrankung macht sich durch Stuhlgangprobleme (zu fest oder zu weich), Übelkeit, Blähungen, Mangelerscheinungen sowie Gelenkprobleme bemerkbar. Zöliakie ist keine angeborene Stoffwechselkrankheit. Es gibt jedoch eine genetische Disposition. So sind Verwandte von Zöliakie-Kranken in 10 Prozent der Fälle ebenfalls betroffen.

Glutenunverträglichkeit ist nicht heilbar

Die Zöliakie ist nach schulmedizinischer Sicht leider nicht heilbar und kann auch nicht medikamentös behandelt werden. Deswegen müssen die glutenhaltigen Getreidesorten konsequent aus Ihrer Ernährung gestrichen werden.

Ernährung bei Glutenunverträglichkeit

Folgende Aufstellung gibt Ihnen eine Übersicht über glutenhaltige bzw. glutenfreie Getreidesorten.

Glutenhaltiges GetreideGlutenfreies Getreide
WeizenHirse
RoggenReis
GersteMais
HaferAmaranth*
DinkelQuinoa*
GrünkernBuchweizen*
HartweizenWildreis

* botanisch gesehen keine Getreidearten

In welchen Lebensmitteln ist noch Gluten enthalten?

Viele Lebensmittel enthalten zugesetztes Gluten, das jedoch auf jeder Lebensmittelverpackung gekennzeichnet werden muss. Gluten befindet sich also in vielen verarbeiteten Produkten wie z. B. Fertigsaucen und Fertiggerichten, Wurstwaren, Gewürzmischungen, Süßigkeiten etc.

Ebenso können Verunreinigungen dazu führen, dass glutenfreie Lebensmittel einen Restglutengehalt aufweisen. Auch Lagerungsgefäße oder Getreidemühlen können noch Bestandteile von glutenhaltigen Fremdgetreiden enthalten haben. Aus diesem Grund sollte das Getreide möglichst zu Hause gemahlen werden.

Problematisch für die meisten Betroffenen ist zudem, dass nur winzige Glutenmengen tolerierbar sind. Oft bleibt den Betroffenen nur die Möglichkeit, selbst zu kochen und sich aus glutenfreien Grundnahrungsmitteln zu ernähren. Dazu zählen neben glutenfreiem Getreide Obst, Gemüse, Kräuter, naturbelassenes Fleisch und Geflügel, Fisch sowie kaltgepresste pflanzliche Öle.

Hinweis für Betroffene mit Glutenunverträglichkeit

Fettreduzierte Milchprodukte (z. B. Magerquark) enthalten Gluten als Bindemittel. Geriebener bzw. gewürfelter und abgepackter Käse wird oftmals mit Weizenmehl als Trennmittel versetzt.

Bei Glutenunverträglichkeit sollten Sie auf Milch verzichten

Verzicht auf Milch hat sich bei der Linderung der Zöliakiesymptome als sehr unterstützend erwiesen. Denn die Eiweißstrukturen der Milch stellen für die entzündete Darmschleimhaut eine zusätzliche Belastung dar.

Tipp

Unterstützend zur Regeneration der entzündeten Darmschleimhaut sind naturheilkundliche Therapien wie Darmsanierung oder Fastenkuren für Erwachsene zu empfehlen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen als erfahrener Ernährungsexperte gerne zur Verfügung!

Bildnachweis: ferkelraggae / stock.adobe.com

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