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Gicht: Tipps für die Ernährung

Lesezeit: 2 Minuten Gicht kann durch falsche Ernährung unterstützt werden. Die Krankheit gilt seit eh und je als Wohlstandskrankheit. Sie ist eng verknüpft mit einer zu hohen Aufnahme an Fleisch und Alkohol. Einige wenige Tipps helfen Ihnen, den Überblick zu behalten und wichtige Dinge zu beachten.

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Gicht: Tipps für die Ernährung

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Männer erkranken eher an Gicht
Mit Beginn der Pubertät steigt der Harnsäurespiegel, besonders bei Männern, kontinuierlich an. Heute weisen 4 % der Frauen und 19 % der Männer in Deutschland einen zu hohen Harnsäurespiegel auf. An den Zahlen lässt sich schon deutlich erkennen, dass Männer eher gefährdet sind, an Gicht zu erkranken.

Übergewicht und Alkohol begünstigen Gicht
Das Auftreten einer Hyperurikämie wird durch Übergewicht, einen hohen Alkoholkonsum und eine fleischreiche Ernährung begünstigt. Alkohol spielt dabei in der heutigen Zeit eine erhebliche Rolle. Beim Abbau von Alkohol entsteht Laktat, das die Ausscheidung der Harnsäure über die Niere hemmt.

Ernährungsempfehlungen
Eine starke Einschränkung der Lebensmittelauswahl ist im Allgemeinen nicht erforderlich. Eine gesunde Ernährung ist bei Gicht (neben der medikamentösen Therapie) aber von Vorteil, da sie hilft, die Medikamentendosis zu reduzieren.

Bedarfsgerechte Energiezufuhr
Bei Gicht und gleichzeitigem Übergewicht führt eine Normalisierung des Körpergewichtes oft schon zu einer Senkung des Harnsäurespiegels. Ob eine Gewichtsreduktion in Ihrem Fall erforderlich ist, klären Sie mit Ihrem Arzt. Beim Abnehmen müssen Sie auf jeden Fall strenge Fastenkuren vermieden werden, da durch die schnelle Gewichtsreduktion der Harnsäurespiegel erhöht wird.

Gicht und Ernährung: 1. Eiweißquellen
Hier eignen sich fettarme Milch und Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark, Buttermilch) sowie Eier. Fleisch und Fleischprodukte, Fisch oder Wurst sollten höchstens 1x pro Tag gegessen werden. Die Mengen sollten dabei 100 g möglichst nicht überschreiten.

Gicht und Ernährung: 2. Geflügel
Entfernen Sie vor dem Verzehr von Geflügel die Haut (soweit vorhanden).

Gicht und Ernährung: 3. Gemüse und Obst
Gemüse und Obst sind wertvolle Lebensmittel und können, bis auf wenige Ausnahmen, reichlich (jeweils ca. 250 g/Tag und mehr) verzehrt werden. Gemieden werden sollten Hülsenfrüchte (Erbsen, weiße Bohnen, Linsen) und Spinat.

Gicht und Ernährung:  4. Fett
Achten Sie darauf, sehr fettreiche Lebensmittel (Salate in Mayonnaise, fette Käsesorten über 45% FiTr, Chips, Pommes Frites) möglichst zu reduzieren.

Gicht und Ernährung: 5. Bitte keine Innereien
Vermeiden Sie aber unbedingt Innereien (Leber, Nieren, Hirn, Kalbsbries), Fleisch- und Hefeextrakte, Anchovis, Heringe, Makrelen, Ölsardinen und geräucherte Sprotten.

Gicht und Ernährung: 6. Alkohol möglichst meiden
Verzichten Sie nach Möglichkeit ganz darauf. Ein Glas Bier oder Wein am Tag können Sie sich aber mit gutem Gewissen leisten.

Gicht und Ernährung: 7. Zucker und Co.
Große Mengen an Zucker, Fruchtzucker (Fruktose) oder Süßigkeiten können neben einem Anstieg des Körpergewichtes auch zu einem erhöhten Harnsäurespiegel führen. Wer gerne süß isst, kann Zuckerersatzstoffe (Süßstoffe) verwenden.

Gicht und Ernährung: 8. Getränke
Kaffee, Tee (auch Früchtetees) sind erlaubt. Neigen Sie zu Harnsäuresteinen, kann die Auswahl bestimmter Diät-Getränke vorteilhaft sein. Bei Mineralwasser sollte Sie auf alkalisierend wirkendes Mineralwasser, wie Staatlich Fachinger oder Marienbader Rudolfsquelle, zurückgegriffen werden. Saure Fruchtsäfte, vor allem Orangensaft, haben ebenfalls einen positiven Effekt auf die Verhinderung der Ausbildung von Harnsäuresteinen.

Literaturempfehlungen: 

  • Prof. N. Zöllner: Diät bei Gicht und Harnsäuresteinen
    Falkenverlag, Niederhausen 1990
  • Böhmig, Ulf: Hilf Dir selbst – Rheuma und Gicht
    Falken Taschenbücher, ISBN 3-635-60307-4
  • Drooff, Karin und Kammerer, Susanne: Rat und Hilfe bei Gicht
    Gesundheitsratgeber, ISBN 3-517-01885-6

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