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Gibt es typische Frühsymptome für Prostatakrebs?

Lesezeit: 1 Minute Nein! Prostatakrebs macht in seinen frühen Stadien oft keine oder sehr unspezifische Symptome. Daher ist ab Mitte 40 die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen so enorm wichtig.

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Gibt es typische Frühsymptome für Prostatakrebs?

Gibt es typische Frühsymptome für Prostatakrebs?

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Kann sich Prostatakrebs denn trotzdem bemerkbar machen?

Ja, er kann zum Beispiel Veränderungen beim Wasserlassen hervorrufen. Das Problem ist jedoch, dass diese Symptome  meistens auf eine gutartige Vergrößerung zurückzuführen sind. Dazu muss man sich den Aufbau der Prostata vorstellen. Sie ist vergleichbar mit einer Apfelsine aus Fruchtfleisch und Schale aufgebaut. Die gutartige Vergrößerung spielt sich meistens im Fruchtfleisch, also der Innendrüse ab, die bösartige Veränderung meistens in der Schale. Die Harnröhre verläuft jedoch mitten durch das Fruchtfleisch und wird deshalb bei der gutartigen Vergrößerung häufiger abgedrückt als bei einer bösartigen Veränderung der Außendrüse.

Gibt es denn Blut oder Schmerzen beim Samenerguss?

Das kann passieren. Jedoch ist zum Beispiel Blut im Sperma oder Schmerzen beim Samenerguss in der Regel nur auf eine Entzündung der Prostata zurückzuführen. Trotzdem sollte auch dieses Symptom in jedem Falle in alle Richtungen abgeklärt werden. Die Spermamenge kann theoretisch durch Verschluss von Samenkanälchen reduziert sein, das ist aber auch kein typisches Symptom. Die Spermamenge schwankt eh stark.Also sind Schmerzen eher selten?

Ja, Schmerzen treten leider erst in fortgeschrittenen Stadien auf, wenn der Krebs die Prostatakapsel verlassen hat und in die benachbarten Nerven eingewachsen ist oder sogar zum Beispiel in die Knochenstrukturen der Wirbelsäule abgesiedelt hat. Rückenschmerzen treten also erst spät, bei Absiedlungen in die Wirbelsäule auf!

Worauf sollte man demnach achten?

Da es keine ganz typischen Symptome gibt, sollte jede Veränderung des Wasserlassens oder der Sexualfunktion von einem Facharzt abgeklärt werden, also abgeschwächter Harnstrahl, Blut im Urin, verminderte Potenz, veränderte Spermamenge, Blut in der Samenflüssigkeit, Schmerzen im Genital- oder Beckenbereich. Wenn man ab Anfang oder Mitte 40 regelmäßig seine Prostata untersuchen lässt, sollte es aber erst gar nicht soweit kommen!

Bildnachweis: New Africa / stock.adobe.com

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