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Gibt es eine Ernährung ohne Dioxin?

Lesezeit: 3 Minuten Wie können Sie sich so ernähren, dass Sie kein Dioxin über Ihre Nahrung aufnehmen? Geht das überhaupt? Viele stellen sich die Frage, welche Lebensmittel sie meiden sollten, um kein Dioxin mehr aufzunehmen. Sollten Sie sich ab jetzt eventuell vegetarisch ernähren? Und gibt es überhaupt eine Ernährung ganz ohne Dioxine?

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Gibt es eine Ernährung ohne Dioxin?

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Was ist das gefährliche an Dioxin?
Das Gefährliche am Dioxin ist seine Langzeitwirkung. Mensch und Tier reichern Dioxine in ihrem Fettgewebe an. Diese gehören zu den langlebigen organischen Schadstoffen, d. h. sie reichern sich in der Umwelt, insbesondere in Böden, an. Über die Pflanzen gelangt Dioxin auch in die Nahrungskette des Menschen. Muttermilch stellt z. B. einen wichtigen Indikator zur Beurteilung der Belastungssituation von Menschen mit Dioxinen dar.

Wo findet man Dioxin überall?
Dioxine sind sehr langlebig und werden hauptsächlich über die Luft, gebunden an Staubpartikel, in der Umwelt verteilt. Dioxine findet man überall auf der Welt: in Böden, Gewässern, Sedimenten, Pflanzen, Tieren, Menschen. Tiere nehmen die Dioxine in der Umgebung auf – die Kühe auf der Weide genauso wie Hühner in Freilandhaltung oder das Schwein mit dem Tierfutter.

Welche Konsequenzen muss der Dioxin-Skandal haben?
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat angekündigt, prüfen zu lassen, ob die Herstellung von Produkten für technische Zwecke von der der Futtermittelherstellung getrennt werden kann. Praktisch bedeutet dies dann eine örtlich getrennte Produktion und auch den Einsatz von Farbstoff zur Unterscheidung der technischen Produkte. Verbände und Politiker fordern deshalb mehr Kontrollen und eine bessere Rückverfolgung der Herstellung von Futtermitteln. Verbraucherschützer dringen darauf, grundsätzlich alle Zusätze von Futtermitteln zu kontrollieren.

Wo kommt das Dioxin überhaupt her?
Dioxine werden nicht im industriellen Maßstab hergestellt, sondern entstehen als Nebenprodukte bei einer Vielzahl von thermischen Prozessen. Sie entstehen unerwünscht bei allen Verbrennungsproz essen unter bestimmten Bedingungen. Dioxin entsteht bei mehr als 300 Grad Celsius und wird erst bei einer Temperatur von mehr als 900 Grad Celsius zerstört.

Auch natürliche Prozesse wie Blitzschlag, Wald- oder Steppenbrände sowie mikrobiellen Tätigkeiten oder Vulkanausbrüche können zur Bildung von Dioxinen führen. Man fand sie sogar in über 200 Millionen Jahre alten Tonmineralien.

Kann man Dioxin in Lebensmitteln verhindern?
Dioxin ist so gut wie überall vorhanden. Experten sind der Meinung, dass auch mit noch so strengen Maßnahmen nicht verhindert werden kann, dass Dioxin e über Lebensmittel   aufgenommen werden. Vor allem Lebensmittel tierischer Herkunft wie Fisch, Fleisch und Milch können immer wieder belastet sein. Aufgrund der Fettlöslichkeit kommt bei dioxinbelasteten Eiern das Gift auch meist nur im Eidotter vor, das zu einem Drittel aus Fett besteht. Zahlreiche Speisefische erreichen höhere Dioxinbelastungen als Eier. Vor allem der Ostseelachs ist stark dioxinbelastet. Besonders belastet sind Fische mit einem hohen Fettgehalt.

Eine Gesundheitsgefährdung lässt sich nach wissenschaftlicher Meinung aus den ermittelten Ergebnissen jedoch nicht ableiten. Die Dioxingrenzwerte bei Ei und Fisch sind aufgrund der Berechnung zu unterschiedlich. Bei der Festsetzung eines Grenzwertes wird mit einberechnet, wie oft ein Lebensmittel im Schnitt verzehrt wird; dabei liegen Eier deutlich vor Fisch.

Wie hoch ist die Dioxin-Aufnahme unter normalen Umständen?
Erwachsene nehmen nach Berechungen der Weltgesundheitsorganisation WHO durchschnittlich etwa 0,7 Pikogramm Dioxin auf. Nach einer Empfehlung der WHO soll ein erwachsender Mensch pro Tag nicht mehr als ein bis vier Pikogramm Dioxine je Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Ein Pikogramm ist der millionste Teil eines Gramms. Für einen 70 Kilogramm schweren Menschen bedeutet dies eine maximale tägliche Aufnahme von 280 Pikogramm.

Fazit:
Deutschland hat nach Untersuchungen im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten eine relativ hohe Dioxin-Belastung. Die Belastung ist in den vergangenen Jahren allerdings gesunken. 1988 lag der Wert bei 38 Pikogramm Dioxin pro Gramm Milchfett, 2002 betrug der Wert noch zwölf Pikogramm pro Gramm Milchfett. Da Dioxine überall auf der Welt in Böden, Gewässern, Pflanzen und Tieren, nachzuweisen. sind, lässt sich die Aufnahme von Dioxinen nicht vermeiden. Beim Menschen erfolgt die Aufnahme von Dioxinen zu 90–95% über die Nahrung, insbesondere über fetthaltige Lebensmittel wie Milch, Fleisch und Fisch.

Über den Darm lagert sich das Gift im Körperfett ein, z.B. Gehirn, Fettzellen, Leber Bauchspeicheldrüse und Herz werden geschädigt. Die Vergifteten verlieren rasant an Gewicht und leiden an Durchfall. Ohne Behandlung bleibt nach sieben Jahren noch die Hälfte des Giftes im Körper. Die Futtermittelindustrie also eine Industrie mit mafiosen Strukturen, ein Geschäft mit vielen Profiteuren und eine Branche, die schwer zu kontrollieren ist?

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