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Gewerbliche Vermietung an Angehörige: Steuerspar-Modell?

Lesezeit: < 1 Minute Wer sein Haus teilweise an Angehörige vermietet, muss den Mietvertrag so gestalten, dass er einem Fremdvergleich standhält. Bei ständig wechselnden Vermietungsflächen ist das nicht der Fall, entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Urteil v. 15.01.2015, Az. 4 K 1102/14).

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Gewerbliche Vermietung an Angehörige: Steuerspar-Modell?

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Vermietete Räume nicht ein für alle Mal festgelegt

Es ging um den Gutshof eines angestellten Arztes, der nebenberuflich als Landwirt tätig war. Seine Frau arbeitete selbstständig als Sozialpädagogin und betrieb eine Erziehungsstelle. Dazu mietete sie von ihrem Ehemann Räume an und setzte die Kosten dafür als Betriebsausgaben von der Steuer ab. Das Problem dabei: Jahr für Jahr änderte sich der angemietete Flächenanteil. Im 1. Jahr lag er bei 25%, im 2. bei 22% und im 3. bei 33% der Immobilie. Das machte das Finanzamt misstrauisch, und es verweigerte die Anerkennung der Miete als Betriebskosten. Die Klage des Ehepaares gegen die Entscheidung des Finanzamts blieb erfolglos.

Knackpunkt Fremdvergleich

Wäre ein gewerblicher Mietvertrag mit einem Fremden abgeschlossen worden, so die Richter, wäre es sicher nicht zu einer ständigen Flächenänderung gekommen. Aus diesem Grund könne auch der Mietvertrag nicht anerkannt werden. Er halte einem Fremdvergleich nicht stand. Die Folgen sind gravierend: Weder kann der Immobilieneigentümer die Instandhaltungs- und Renovierungskosten steuerlich absetzen noch die Frau die Miete als Betriebsausgabe.

Bildnachweis: Jeanette Dietl / Adobe Stock

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