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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Eigene Bedürfnisse benennen

Lesezeit: 2 Minuten Die Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg enthält vier Schritte oder Komponenten, die die gewaltfreie Lösung eines Konflikts wahrscheinlich machen. Nach dem Beobachten des Verhaltens des Konfliktpartners und der wertfreien Beschreibung, dem Wahrnehmen und Erkennen der eigenen Gefühle, gilt das Wahrnehmen und Ausdrücken der eigenen Bedürfnisse als dritter Schritt der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg.

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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Eigene Bedürfnisse benennen

Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Eigene Bedürfnisse benennen

Lesezeit: 2 Minuten

Die enttäuschten Bedürfnisse

Nach Rosenberg stecken hinter unseren negativen Gefühlen wie Wut, Empörung, Enttäuschung und dergleichen enttäuschte Bedürfnisse. Regen wir uns beispielsweise auf, weil ein Familienmitglied die Küche chaotisch hinterlassen hat und wir sie jetzt für ihn aufräumen müssen oder in der chaotischen Küche frühstücken müssen, ist höchstwahrscheinlich unser Bedürfnis nach Sauberkeit und Ordnung frustriert worden.

Bedürfnisse äußern hilft weiter

Im Gegensatz zu Beschimpfungen und Vorwürfen, hilft es laut Rosenberg, seine eigenen Bedürfnis verständlich und direkt zu kommunizieren. Wenn Sie ihrem Familienmitglied sagen, dass sie Sauberkeit und Ordnung brauchen um sich wohl zu fühlen, kann er oder sie darauf eingehen und Ihr Bedürfnis in Zukunft besser berücksichtigen.

Nach Rosenberg gelingt gewaltfreie Kommunikation immer dann, wenn es uns gelingt, dem anderen sein Verhalten nicht zum Vorwurf zu machen und ihn nicht für die eigenen Gefühle, die sein Verhalten in einem ausgelöst haben, verantwortlich zu machen.

Welches Bedürfnis ist enttäuscht worden?

Wenn Sie mal wieder wütend und enttäuscht von jemandem sind, nehmen Sie sich kurz Zeit und überlegen Sie, welches Bedürfnis genau der andere Mensch durch sein Verhalten enttäuscht hat? Sie werden überrascht sein. Häufig ist es gar nicht so einfach, das genaue Bedürfnis zu identifizieren, das enttäuscht worden ist. Manchmal sind es auch Dinge, die man mit dem Verhalten des anderen assoziiert. Zum Beispiel verbinden viele Frauen mit einem vergessenen Hochzeitstag, dass ihr Partner sie nicht mehr liebt.

Nicht alle Bedürfnisse werden erfüllt

Auch wenn der Partner oder die Partnerin die Bedürfnisse, die Sie ausdrücken, nicht alle erfüllen wird, hilft es laut Rosenberg dennoch, über die eigenen Bedürfnisse bzw. das, was sie mit dem Verhalten des anderen verbinden, zu sprechen. Ein offenes Gespräch in vertrauensvoller Atmosphäre, in dem Sie sich mit ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin aussprechen können, vertieft die Beziehung und führt zu mehr Nähe und Verbundenheit. Ein Konflikt mit gegenseitigen Vorwürfen und Schuldzuweisungen führt bei beiden Seiten eher zu trennenden Gefühlen und dem Bedürfnis sich vor dem anderen zu schützen.

Zusammenfassung

Zu der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg gehört neben der Beobachtung des Verhaltens und dem Erkennen der eigenen Gefühle auch das Ausdrücken eigener Bedürfnisse. Nur wenn der Partner bzw. die Partnerin ihre Bedürfnisse kennt, können diese auch erfüllt werden. Häufig ist schon ein Gespräch in vertrauensvoller Atmosphäre, in dem beide Partner ihre Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken können, ein erster Schritt hin zu größerer Verbundenheit und Tiefe in der Beziehung.

Bildnachweis: Comeback Images / stock.adobe.com

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