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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Bitte um eine konkrete Handlung

Lesezeit: 2 Minuten Der vierte Schritt der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg beinhaltet eine Bitte. Die Bitte um eine konkrete Handlung des Konfliktpartners soll es dem anderen ermöglichen, das richtige zu tun. Dies klingt zunächst recht einfach, ist es aber in der Praxis nicht immer.

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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Bitte um eine konkrete Handlung

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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Bitten statt erwarten
Der vierte Schritt in der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg bezieht sich auf die Lösung des Problems. Nachdem Sie Ihre Gefühle und Ihre Bedürfnisse geäußert haben, bitten Sie ihren Konfliktpartner um eine konkrete Handlung.

War der Auslöser für einen Konflikt beispielsweise das Zuspätkommen Ihres Partners zu einer Verabredung und Sie haben ihm ihren Ärger und ihr Bedürfnis (z.B. nach einem entspannten, ruhigen Abend) mitgeteilt, bitten Sie ihn um eine konkrete Handlung, mit der Sie sich wohl fühlen würden.

Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg: Lösungen finden statt Beharren auf dem Problem
Wenn Sie Ihren Konfliktpartner um etwas bitten, so geben Sie ihm auch etwas an die Hand, damit er bzw. sie sich nächstes Mal "richtig" verhalten kann. Bitten Sie ihn bzw. sie beispielsweise darum, nächstes Mal bei einer Verabredung mit Ihnen pünktlich zu sein, kann er oder. sie sagen, ob das möglich oder realistisch ist.

Hat dieser Mensch grundsätzlich Probleme damit eine Verabredung einzuhalten, wird es vielleicht nicht möglich sein, schon beim nächsten Versuch pünktlich zu sein. Hier gilt es dann eine Vereinbarung zu treffen, mit der beide Seiten gut leben können.

Zusammenfassung
Wichtig am vierten Schritt in der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg ist es, dass der Konfliktpartner die Möglichkeit bekommt, sich beim nächsten Mal anders zu verhalten. Häufig sind Konflikte so eingeschliffen, dass einer der beiden Partner der Böse ist und der andere der Gute. Einer ist immer Schuld und einer ist der, der okay ist und den anderen kritisieren darf. 

Beide Partner fühlen sich in dieser Rollenverteilung unwohl und meist haben auch beide Konfliktparteien das Gefühl, dass etwas an der Aufteilung nicht stimmt. Aber aufgrund von eingeschliffenen Rollen gelingt es kaum noch da wieder herauszukommen.

Rosenberg hat nun durch seine vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation ein Mittel konzipiert, dass beiden Konfliktparteien die Möglichkeit gibt, aus so einem Kreislauf wieder heraus zu kommen. Gelingt es beiden ihre Gefühle und Bedürfnisse zu benennen und sich gegenseitig um etwas zu bitten – derjenige, der immer zu spät kommt, könnte beispielsweise darum bitten, dass der andere etwas mehr Nachsicht mit ihm hat – gelingt auch die Kommunikation wieder.

Gemeinsam gelingt es dann auch sehr unterschiedlichen Menschen, sich aufeinander zuzubewegen, anstatt in immer gleichen Vorwurfsspiralen und destruktiven Beziehungsmustern zu verharren.

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