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Gesundheitliche Reaktionen auf das Wetter: Gereizt, empfindlich, krank

Lesezeit: 2 Minuten „Das liegt am Wetter!“ Diesen Satz haben Sie vielleicht schon öfter gehört oder selbst geäußert. Ob Kopfschmerzen, Gefäß- und Gelenkprobleme, Atemwegsbeschwerden oder juckende Narben: Dass solche Reaktionen auf eine veränderte Wetterlage keine Einbildung sind, haben neue Forschungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst inzwischen bewiesen.

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Gesundheitliche Reaktionen auf das Wetter: Gereizt, empfindlich, krank

Gesundheitliche Reaktionen auf das Wetter: Gereizt, empfindlich, krank

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Gesunde Reaktionen auf das Wetter

Strahlt der Himmel in sattem Blau, geht es den meisten Menschen gut. Bei feuchter Schwüle z. B. haben jedoch viele mit Unwohlsein zu kämpfen. Diese Wechselwirkung zwischen dem Organismus und dem Wetter kann unterschiedliche Ausmaße haben. Bei einer natürlichen Wetterreaktion ist der Körper in der Lage, Temperaturschwankungen von mindestens 20 Grad Celsius zu regulieren und sich anzupassen.

Das vegetative Nervensystem nimmt die Wetterreize wie eine Antenne auf und leitet sie an den Organismus weiter. Kreislauf und Stoffwechsel gleichen sie aus, um eine Kerntemperatur von rund 37 Grad Celsius konstant zu halten. Wir nehmen diesen Vorgang als Schwitzen, Frieren oder Zittern wahr, ohne uns krank zu fühlen.

Wetterfühlig oder wetterempfindlich?

Wetterfühlige Menschen zeigen eine erhöhte Körperreaktion durch eine erniedrigte Reizschwelle des vegetativen Nervensystems, sind aber ansonsten körperlich gesund. Bei Wetterumschwung klagen sie über schlechte Laune, Antriebslosigkeit oder Reizbarkeit.

Wetterempfindlich sind Menschen, deren vegetatives Nervensystem sowieso schon durch gesundheitliche Probleme überlastet ist. Eine gerade überstandene Operation oder chronische Erkrankungen lassen sie eher auf veränderte Wetterlagen reagieren als gesunde Menschen. Ihre Beschwerden werden durch den Einfluss des Wetters verschlechtert. Ältere Menschen sind besonders häufig betroffen und Frauen reagieren empfindlicher, weil bei ihnen auch Hormonschwankungen eine Rolle spielen.

Krankmachende Reaktionen auf das Wetter

Bei Sturmböen oder Gewitter klagen besonders Rheumatiker über Gliederreißen. Herzkranke haben Probleme bei Kaltfronten, weil sich die Gefäße zusammenziehen und der Körper nicht genügend mit Sauerstoff versorgt wird. Ein Sturmtief oder Nieselregen sind vor allem für Blutdruck-, Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten eine Plage. Warmfronten wirken sich negativ auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Kälte und Feuchtigkeit sind eine Qual für Menschen mit verheilten Verletzungen und Amputationen.

Warum reagiert jeder anders auf das Wetter?

Warum unser Organismus mal stärker, mal weniger auf ein bestimmtes Wetter reagiert, ist unklar. Man vermutet jedoch, dass der Körper elektromagnetische Entladungen und schnelle Änderungen des Luftdrucks wahrnimmt. Möglicherweise registriert die Gefäßwand der Halsschlagader kleinste Schwingungen des Luftdrucks und löst durch Reflexe die unterschiedlichsten Symptome aus. Auch starke Sonneneinstrahlung bewirkt gesundheitliche Beschwerden durch hohe UV-  und Ozon-Belastung.

So beugen Sie unangenehmen Wetterreaktionen vor

Trotzdem sind wir den Launen des Wetters nicht völlig hilflos ausgesetzt. Medizinmeteorologen erstellen eine Biowettervorhersage und können Auskünfte über kommende Kalt-/Warmfronten, UV-Belastung und Pollenflug geben. So können sich Allergiker z. B. vor zu hoher Allergenbelastung in der Luft schützen, indem sie zu diesen Zeiten im Haus bleiben. Ansonsten ist aber gerade das Gegenteil richtig: Bewegung an frischer Luft bei jedem Wetter fördert die Abhärtung gegen Wetterreize.

Besonders gut eignen sich Walken, Radfahren oder flottes Spazierengehen. Diese Bewegungsformen sind nicht nur preiswert, sie können der persönlichen Fitness entsprechend gestaltet werden und eignen sich daher für die meisten Menschen. Autogenes Training und Qi Gong helfen, sich zu entspannen. Außerdem können Saunagänge, Wechselduschen und Kneippsche Güsse den Körper gut auf extreme Situationen vorbereiten.

Natürliche Hilfe bei wetterbedingten Kopfschmerzen

Aromatherapeutisch kann man bei wetterbedingten Kopfschmerzen Pfefferminzöl einsetzen: Träufeln Sie ein bis zwei Tropfen des ätherischen Öls auf ein Taschentuch und reiben Sie damit Ihren Nacken und Schläfen ein. Eine Kopfmassage kann innerhalb von Minuten von den lästigen Beschwerden befreien. Generell unterstützt ein ausgewogener Lebensstil die Ausgeglichenheit des vegetativen Nervensystems.

Bildnachweis: Photographee.eu / stock.adobe.com

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