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Gesundheit: Paukenröhrchen nach Mittelohrentzündung oft unnötig

Lesezeit: < 1 Minute Mittelohrentzündungen sind bei Kindern häufig und führen nicht selten zu einer anhaltenden Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr: dem Paukenerguss. Dann empfiehlt der Arzt oft das Einlegen von Paukenröhrchen, um das Hörvermögen zu verbessern und die Sprachentwicklung nicht zu gefährden.

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Gesundheit: Paukenröhrchen nach Mittelohrentzündung oft unnötig

Gesundheit: Paukenröhrchen nach Mittelohrentzündung oft unnötig

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Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie belegt, dass vielen Kindern dieser Eingriff erspart werden kann, ohne ihre Entwicklung zu gefährden. An dieser Studie nahmen 429 Kleinkinder mit anhaltendem Paukenerguss nach Mittelohrentzündung teil, von denen die eine Hälfte sofort Paukenröhrchen erhielt, während bei der anderen Hälfte bis zu neun Monate lang abgewartet wurde, ob der Paukenerguss von selbst zurückging.

Bestand der Erguss weiterhin, erhielten diese Kinder ebenfalls Paukenröhrchen. Durch dieses Vorgehen konnte der Hälfte der Kinder eine Eingriff erspart werden. Dabei traten keinerlei Nachteile für die kindliche Entwicklung auf, wie eine Nachuntersuchung der Kinder mit diversen Entwicklungstests im Alter von sechs Jahren ergab.

Tipp:

Paukenröhrchen sind nicht immer sofort erforderlich, oft kann erst mal abgewartet werden. Ergibt die ärztliche Untersuchung jedoch einen ausgeprägten Hörverlust oder andere Zeichen einer Schädigung im Mittelohr, sind Paukenröhrchen weiterhin nötig.

Urheber : Tatiana Gladskikh/123rf.com

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