Gesundheit Praxistipps

Gesetzliche Impfpflicht ist für Deutschland ein Muss!

Lesezeit: 2 Minuten Zum aktuellen Zeitpunkt existieren in Deutschland lediglich Impfempfehlungen, eine unmittelbare gesetzliche Impfpflicht gibt es aber schon seit dem Jahr 1983 nicht mehr. Das möchten die CDU und einige Teile der SPD künftig ändern: spätestens seit dem vermehrten Ausbruch der Masern im letzten Jahr.

2 min Lesezeit

Gesetzliche Impfpflicht ist für Deutschland ein Muss!

Lesezeit: 2 Minuten

Ärzteverbände wünschen sich eine gesetzliche Impfpflicht, 95 Prozent der deutschen Bevölkerung stehen Impfungen zudem positiv gegenüber. Fünf Prozent sind es jedoch, die sich nach wie vor am Aberglauben und Verschwörungstheorien orientieren, wenn es um die Debatte geht, ob Impfungen notwendig sind und sogar vorgeschrieben werden sollten.

Während in der DDR noch eine gesetzliche Impfpflicht bestand, beispielsweise gegen Pocken, wurde diese in Deutschland schon länger abgeschafft. Die einzige Ausnahme markiert das 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz, welches dem Staat unter bestimmten Bedingungen erlaubt, eine gesetzliche Impfpflicht für die ganze Bevölkerung oder Teile davon vorzuschreiben.

Gesetzliche Impfpflicht führt zur Ausrottung von Infektionskrankheiten

Weil eine pauschale, gesetzliche Impfpflicht zum aktuellen Zeitpunkt nicht existiert, hat das für ganz Deutschland Folgen. In der Bundesrepublik sind Krankheiten wie die Masern weit verbreitet, während sie in vielen anderen Teilen der westlichen Welt und führender Industrieländer schon quasi ausgerottet sind. Im Dezember kam es beim Parteitag der CDU zu einer eindeutigen Forderung: Für bestimmte Krankheiten muss eine gesetzlich regulierte Impfpflicht her. Die CDU Delegierten sprachen sich besonders für Pflichtimpfungen gegen Tetanus, Masern und Windpocken aus. Weiterhin wurden Röteln, Mumps, Kinderlähmung und Diphtherie angesprochen.

Gesetzliche Impfpflicht bietet Sicherheit

In Deutschland herrscht gegenüber Impfungen ein großer Zuspruch in der Bevölkerung. Statistiken nach lehnen lediglich rund fünf Prozent der Bevölkerung Impfungen pauschal ab. Diese fünf Prozent sind es jedoch auch, die bei gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtimpfungen laut werden. Die Argumente sind oft ähnlich: Man wisse nicht, wie sich ein Wirkstoff langfristig auswirken könnte, man wird seiner Entscheidungsfreiheit beraubt und/oder die großen Pharmakonzerne möchten nur mehr Umsatz mit sinnloser Chemie machen.

Bei einer Debatte lassen sich die Argumente der Impfkritiker zwar schnell entkräften, völlig Unrecht haben diese aber nicht. Natürlich existiert bei einer Impfung immer ein verschwindend geringes Risiko und selbstredend führen Impfungen auch zu Umsatzsteigerungen bei Pharmakonzernen. Die wichtigen Punkte werden aber vernachlässigt: Für den Menschen, ein Land und eine Bevölkerungsgruppe bieten Impfungen Sicherheit.

Naturwissenschaftlich ist die Wirksamkeit von Impfstoffen erwiesen, zudem herrschen besonders in Deutschland straffe Regularien, bevor ein Impfstoff oder ein Medikament überhaupt den freien Markt erreicht. Die wissenschaftliche Basis stellt also sicher, dass der Wirkstoff tatsächlich wirkt und einen klaren Vorteil gegenüber Nicht-Impfungen bietet. Das lehrt auch die Geschichte. Seit der kontinuierlichen Verbreitung von Impfstoffen sind die Infektionskrankheiten in den letzten 100 Jahren stetig und rasant zurückgegangen.

Fazit: Eine gesetzliche Impfpflicht schützt die Bevölkerung!

Nicht grundlos fordern die Ärzteverbände, auch solche speziell für Kinder, wie beispielsweise der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), eine gesetzliche Impfpflicht. Denn trotz des erheblichen Rückgangs der Infektionskrankheiten sind es die fünf Prozent der deutschen Bevölkerung, die eine Gefahr für die weiteren 95 Prozent werden. Im schlimmsten Fall entsteht eine Epidemie wie erst zuletzt mit den Masern in der Hauptstadt Berlin.

Im 21. Jahrhundert ist das kein tragbarer Zustand, besonders nicht in einem der führenden Industrieländer der Welt, welches sich durch wissenschaftliche Innovation und wirtschaftliche Stärke in der Welt behauptet hat. Aberglauben und Verschwörungstheorien sind keine Argumente gegen eine gesetzliche Impfpflicht, besonders nicht wenn ungeimpfte und schutzlose Kinder aufgrund der Einstellung ihrer Eltern zu einer Gefahr für sich selbst und andere Teile der Bevölkerung werden.

Sind Sie auch für eine gesetzliche Impfpflicht? Oder gehören Sie zu den 5 Prozent, die strikt dagegen sind? Sagen Sie uns Ihre Meinung!

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: