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Geschichte der Fotografie: August Sander

Lesezeit: 2 Minuten "Das Wesen der gesamten Photographie ist dokumentarischer Art", sagte August Sander in einem seiner Vorträge. Dieser Satz kann als Kernsatz für die Geschichte der Fotografie des August Sander gesehen werden, der mit seiner klare Bildsprache vorrangig Menschen in Alltagssituationen zeigte.

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Geschichte der Fotografie: August Sander

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Geschichte der Fotografie: August Sander persönlich
August Sander war ein Arbeiterkind und betrieb die Fotografie als Handwerk in seiner reinsten Form – seine Geschichte der Fotografie ist die Geschichte der ersten Hälfte des 20-sten Jahrhunderts.

Er wurde am 17. November 1876 als viertes von neun Kindern eines Grubenzimmerhauers in Herdorf im Siegerland geboren und lebte und arbeitete von 1909 bis 1964 in Köln – unterbrochen nur von Kriegsdienst und Flucht während der beiden Weltkriege. Nach der Volksschule arbeitete er zunächst als Haldenjunge in einer Erzgrube in Herdorf. Hier begegnete er dem Fotografen Heinrich Schmeck, dem er bei dessen Arbeit assistieren durfte. Seinen Militärdienst leiste August Sander 1897 bis 1899 in Trier, hier wurde er Assistent des Fotografen Georg Jung.

Geschichte der Fotografie: August Sander – Werke
Die Geschichte der Fotografie des August Sander spiegelt die Geschichte des 20-sten Jahrhunderts wider: Seine Sujets sind die Portrait- sowie die Architektur- und Landschaftsfotografie. Sein bekanntestes Projekt ist die Porträtserie "Menschen des 20. Jahrhunderts", in der er einen Querschnitt der zeitgenössischen Gesellschaft zeigt. Mit Etiketten wie der Bauern, der Arbeiter, der Handwerker, der Industrielle und der Großindustrielle versehen, stellt Sander die Typen seiner Zeit dar. Dabei wählt er das reine Porträt, ohne Einbeziehung von Umgebung oder Milieu. Allein Körperbau, Habitus, Mimik, Gestik und Kleidung sind die Charakteristika der einzelnen Typen.

in weiteres – insbesondere für Rheinländer wichtiges – Projekt ist das zweiteilige Projekt über Köln: "Köln wie es war" und "Köln nach der Zerstörung". Diese beiden Aufnahmereihen sind als mahnendes Beispiel gegen die Zerstörung ganzer Städte durch den Zweiten Weltkrieg in die Geschichte der Fotografie eingegangen. Denn auch in seiner Landschafts- und Architekturfotografie zielte Sander darauf ab, die Physiognomie eines Ortes, einer Stadt zu dokumentieren.

Geschichte der Fotografie: Geschichte des 20. Jahrhunderts 
Große Teile von August Sanders Werk wurden im Krieg, bzw. in dessen Nachwehen, zerstört: Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges lagerte Sander die wertvollsten 10.000 Negativplatten im Westerwald ein, wo er mit seiner Frau in dieser Zeit lebte und arbeitete. Die übrigen Negativplatten blieben im Keller eines Kölner Hauses zurück – und verbrannten dort.

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