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Genitalherpes: Was tun gegen Herpesbläschen im Genitalbereich?

Lesezeit: 2 Minuten Herpes simplex Viren sind für eine Infektion, die als Genitalherpes oder Herpes genitalis bezeichnet wird, verantwortlich. Die Herpes-Viren bleiben lebenslang im menschlichen Körper und können immer wieder zu einer akuten Infektion führen. Bei schmerzhaften Bläschen an den Geschlechtsteilen oder im Schambereich ist eine Erkrankung mit dem Herpes-Virus wahrscheinlich. Worauf müssen Sie bei einer Infektion achten?

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Genitalherpes: Was tun gegen Herpesbläschen im Genitalbereich?

Genitalherpes: Was tun gegen Herpesbläschen im Genitalbereich?

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Welche Anzeichen zeigen sich bei Genitalherpes?

Schmerzhaftes Brennen und Jucken, vermehrter Ausfluss, Rötungen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr lassen darauf schließen, dass es sich bei den Symptomen um Herpes genitalis handelt. Es können Fieber, Muskelschmerzen, Lymphknotenschwellung und Kopfschmerzen auftreten.

Die Beschwerden ähneln der einer Grippe. Bei Frauen können vor allem die Scheide und der Gebärmutterhals betroffen sein. Frauen leiden häufiger an Genitalherpes als Männer, weil sie eine größere Schleimhautfläche besitzen.

Bei Männern treten die Beschwerden meist an der Eichel, der Vorhaut und dem Penisschaft auf. Die juckenden Bläschen sind schmerzhaft und brennen. Sie können aufbrechen und in Geschwüre übergehen. Nach dem Aufplatzen der Bläschen trocknen diese ein und nach etwa 10 Tagen klingen die Beschwerden ab.

Ist Herpes genitalis ansteckend?

Eine Ansteckung des Sexualpartners ist während der Sichtbarkeit der Bläschen extrem hoch! Sie liegt bei über 80 Prozent. Aber auch etwa 14 Tage vor dem akuten Ausbruch der Infektion und noch etwa zwei Wochen danach kann durch einen Sexualpartner Genitalherpes übertragen werden. Doch nicht nur durch einen Sexualpartner, sondern auch bei der Geburt kann die Mutter das Neugeborene mit dem Virus anstecken.

Herpes genitalis wird vom Herpes simplex-Virus Typ II übertragen. Im Gegensatz dazu wird Lippenherpes vom Herpes simplex-Virus Typ I übertragen. Der Virus Typ II vermehrt sich zehnmal stärker als der Typ I. Dadurch werden viel mehr Hautzellen zerstört. Sie können sich nun vorstellen, dass Genitalherpes noch viel ansteckender ist, als Lippenherpes. Zudem können sich auf der vom Herpes-Virus geschädigten Haut vermehrt Bakterien und Pilze ansiedeln. Dies kann zu weiteren Infektionen führen.

Wie wird Genitalherpes behandelt?

Die Behandlung sollte immer in der Hand des Arztes liegen. Antivirale Arzneimittel werden bei Herpes genitalis fast ausschließlich zur inneren Anwendung eingesetzt. Dazu gehören die Wirkstoffe Aciclovir, Valaciclovir und Famciclovir. Die Wirksamkeit äußerlich anzuwendender antiviraler Arzneimittel ist sehr umstritten. Meist werden bei Genitalherpes nur Cremes mit dem Wirkstoff Aciclovir verwendet. Sitzbäder mit Eichenrindenextrakt, Zinksalbe und Hautpflegemittel unterstützen die Haut beim Abheilen.

Was sollten Sie bei einer akuten Herpes genitalis Infektion beachten?

  • Bei einer Genitalherpes Erkrankung sollten Sie auf jeden Fall auf Geschlechtsverkehr verzichten.
  • Ein Kondom schützt nicht vor Ansteckung!
  • Auch noch bis etwa drei Wochen nach der Infektion sollte kein Geschlechtsverkehr stattfinden.
  • Wechseln Sie häufig Ihre Unterwäsche.
  • Ihre Unterwäsche sollte möglichst aus Naturfasern sein.
  • Kochen Sie Ihre Unterwäsche oder verwenden Sie einen speziellen Wäschedesinfektor.
  • Verwenden Sie Ihre Handtücher nur einmal.
  • Handtücher und Waschlappen sollten Sie kochen oder desinfizieren.

Eine Unterkühlung der Geschlechtsorgane macht anfälliger für Genitalherpes. Hormonveränderungen, wie Schwangerschaft und Regelblutungen, können Herpes im Genitalbereich fördern.

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Bildnachweis: Khunatorn / stock.adobe.com

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