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Gelnägel – Tipps, Trends und Wissenswertes

Lesezeit: 3 Minuten Gelnägel liegen seit Jahren im Trend. Sie bieten eine dauerhafte Maniküre, die auch unter ungünstigen Bedingungen lange hält. Dazu bieten in jüngster Zeit immer mehr Nagellackhersteller Gelnagelsysteme für zuhause an. Welche Vor- und Nachteile Gelnägel haben und was es zu beachten gibt, lesen Sie hier.

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Gelnägel – Tipps, Trends und Wissenswertes

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Die Modellage von Gelnägeln wurde bisher nur in professionellen Nagel- oder Kosmetikstudios durchgeführt. Die verschiedenen Komponenten privat zu bevorraten lohnte sich kaum und die Modellage des Gels auf die Nägel alleine durchzuführen bildete eine Herausforderung. Inzwischen gibt es aber verschiedene Systeme, Gelnägel zuhause zu modellieren.

Was Gelnägel so beliebt macht ist, dass diese Art der Maniküre lange Freude bereitet. Zwar müssen Gelnägel regelmäßig aufgefüllt werden, d. h. der Abstand zwischen Nagelhaut und herausgewachsenem Gelnagel wird aufgefüllt, jedoch besteht nicht die Gefahr, dass der Farblack absplittert. So hält eine Gelmaniküre sogar Sportarten wie Klettern oder handwerkliche Arbeit aus, solange die Nägel nicht zu lang sind.

Gelnägel – ein zweischneidiges Schwert

Der größte Nachteil besteht jedoch genau in diesem Punkt: Das Keratin des Nagels braucht Luft, um aushärten zu können. Unter dem Gelnagel bleibt es also weich. Da die Nägel vor der Modellage zusätzlich angeraut werden, ist der Naturnagel nach der Entfernung des Gelnagels weich und empfindlich. In einem Zeitraum von drei bis vier Monaten besteht so ein erhöhtes Risiko eines Befalls mit Nagelpilz.

Für Leute mit weichen Nägel ist eine Gelmaniküre also ein zweischneidiges Schwert: Zwar schützt sie den Naturnagel vor dem Absplittern, sowieso vor Kratzern und Macken, andererseits verhindert sie das Ausweichen des Nagels, was zu noch weicheren, empfindlicheren Nägel führt. Im Zweifelsfalle sollte man sich bei dem Wunsch nach Gelnägeln an ein Nagelstudio wenden und um eine Beratung bitten.

Wichtig ist auch, daran zu denken, dass der Nagel nachwächst. Bei manchen Menschen tut er das schneller, bei manchen langsamer. Irgendwann wird jedoch bei jedem der Punkt kommen, wo die Maniküre aufgefüllt werden muss. Gerade bei jungen Menschen kann dieser Zeitpunkt nach einer knappen Woche bereits erreicht sein. Dann ist entweder ein Besuch im Nagelstudio fällig, oder man versucht, sich mit Nagellack zu behelfen, um den Abstand zwischen Nagelhaut und Gelnagel zu kaschieren.

Gelnägelsysteme für den Heimbedarf

Den größten Trend auf dem Markt stellen dieses Jahr Gelnägelsysteme dar, die relativ einfach zuhause genutzt werden können. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Systemen lohnt sich durchaus. Die drei bekanntesten Neuerscheinungen dieses Jahres stellen essence, alessando und ANNY dar.

Sehr preiswert und locker kommt das Gel Nails at Home-System von essence daher. Das Starterkit kostet 9,99€, dazu kommt noch eine LED-Lampe für 24,99€. Wer bereits eine LED-Lampe besitzt, kann diese nutzen. Die Maniküre soll bis zu zehn Tage halten und bietet Abwechslung, denn auf den fertig modellierten Nägeln kann ein beliebiger Nagellack der Marke aufgetragen und mit acetonfreiem Nagellackentferner wieder entfernt werden.

Deutlich teurer (99€) und dafür ein wenig professioneller ist das Striplac-System von alessandro. Auch hier soll die Haltbarkeit zehn Tage betragen; die Lampe ist im Starterset inbegriffen. Hier sollen laut Herstellerangaben nur spezielle Lacke von alessandro genutzt werden, die jeweils 16,95 € kosten und von denen einer im Starterset mitgeliefert wird.

Bei diesem System dauert der Lackierprozess ein wenig länger und die Haltbarkeit variiert teilweise leicht je nach Anwender. Ein Pluspunkt ist hier jedoch die große Farbauswahl.

Mit 149,50€ ist das Starterset von ANNY noch eine Preisklasse höher. Auch hier wird die Lampe sowie ein Farblack, der einzeln 19,50 € kostet, mitgeliefert. Die Haltbarkeit bei diesem System soll dafür immerhin drei Wochen betragen. Manko ist, dass die Farbauswahl bei den Lacken nur recht begrenzt ist und dass das Ablackieren verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt.

Bei allen gleicht sich die Prozedur: Nach der Reinigung des Nagels wird bei einigen System ein Peel-Off-Lack aufgebracht, um den Lack später wieder entfernen zu können. Dann wird entweder ein farbiger oder ein klarer Gelnagellack aufgetragen, der unter der Lampe aushärtet. Bei der Entfernung wird entweder eine spezielle Flüssigkeit genutzt oder die Gelschicht dank des Peel-Off-Lacks einfach abgezogen. Beides greift die Nägel an, weshalb eine sorgfältige Nagelpflege nach dem Entfernen wichtig ist.

Alternativen für gepflegte Nägel

Wem echte Gelnägel zu teuer oder umständlich sind oder wer um die Gesundheit seiner Nägel fürchtet, kann auf Alternativen ausweichen. Von essence gibt es nicht nur das Gelnails at Home-System, sondern auch eine Reihe namens ‚Better than gels nails‘. Ein Unterlack und ein Überlack bieten zusammen mit einigen anderen Spielereien (wie French Nail Tips) die Möglichkeit, mit einem normalen Nagellack den typisch hochglänzenden, weichen Gellook nachzuempfinden. Der Preis von Über- und Unterlack beträgt dabei jeweils um 2,50 €.

Bildnachweis: Günter Menzl / stock.adobe.com

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