Gedankenstrich setzen: Tastenkombination für Windows, Mac und Word

Sie schieben einen Einschub in einen Satz – und greifen wie selbstverständlich zum kurzen Strich auf der Tastatur. Verständlich, denn die Tastatur bietet auf den ersten Blick keinen anderen an. Typografisch ist das aber der falsche: Ein sauberer Gedankenstrich ist länger, steht mit Leerzeichen und lässt jeden Text sofort professioneller wirken. Die gute Nachricht: Sie brauchen dafür nur einen einzigen Handgriff. Hier finden Sie die Tastenkombination für Windows, Mac und Word – und die paar Regeln, mit denen Sie Binde-, Gedanken- und Bis-Strich nie wieder verwechseln.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Gedankenstrich (–) ist länger als der Bindestrich (-) und heißt fachlich Halbgeviertstrich.
  • Windows: Halten Sie die Alt-Taste gedrückt und tippen Sie auf dem Nummernblock 0150.
  • Word (Windows): zusätzlich Strg + Minus auf dem Nummernblock.
  • Mac: Wahltaste (alt) + Bindestrich.
  • Als Gedankenstrich (Einschub) steht er mit Leerzeichen, als Bis-Strich („von–bis“) ohne.

So setzen Sie den Gedankenstrich – sofort

Wenn Sie es eilig haben, reicht ein Griff: Halten Sie unter Windows die Alt-Taste gedrückt und tippen Sie nacheinander 0, 1, 5, 0 auf dem Nummernblock. Lassen Sie Alt los – der Gedankenstrich erscheint. Auf dem Mac drücken Sie schlicht Wahltaste und Bindestrich gleichzeitig. In Word geht es sogar fast von allein, dazu gleich mehr.

Die vier Striche im Überblick

Damit Sie den richtigen Strich auf Anhieb erkennen: Es gibt nicht „den Strich“, sondern vier – mit unterschiedlicher Länge und Aufgabe.

ZeichenNameWofürSo tippen Sie ihn
Bindestrich (Divis, „Kurzstrich“)Zusammensetzungen, Worttrennungeigene Taste rechts neben dem Punkt
Gedankenstrich / Bis-Strich (Halbgeviertstrich, „Langstrich“)Einschub, „von–bis“, StreckeWindows: Alt + 0150 · Mac: Wahl + –
Geviertstrichim Deutschen unüblich (englischer Stil)Windows: Alt + 0151 · Mac: Wahl + Umschalt + –
Minuszeichenmathematisch korrektes MinusWindows: Alt + 8722 · oder aus den Sonderzeichen

Für den Alltag merken Sie sich am besten nur zwei: den kurzen Bindestrich von der Tastatur und den langen Halbgeviertstrich, der Ihnen als Gedanken- und als Bis-Strich dient.

Gedankenstrich tippen – je nach Programm und System

Windows (in jedem Programm)

Halten Sie Alt gedrückt und geben Sie auf dem Nummernblock die Ziffernfolge 0150 ein. Wichtig ist der Nummernblock rechts – die Zahlenreihe oben funktioniert dafür nicht.

Word, LibreOffice und Google Docs

Hier nimmt Ihnen die Autokorrektur viel Arbeit ab. In Word und LibreOffice wird aus „Wort – Wort“ automatisch ein Gedankenstrich, sobald Sie weiterschreiben; in Word funktioniert zusätzlich Strg + Minus auf dem Nummernblock. Google Docs ist zurückhaltender – es ersetzt standardmäßig nur zwei aufeinanderfolgende Bindestriche („–„) und lässt sich erst unter Tools → Einstellungen → Automatische Ersetzung anpassen.

Mac (in jedem Programm)

Drücken Sie die Wahltaste (alt) zusammen mit der Bindestrich-Taste. Brauchen Sie den langen englischen Geviertstrich (—), kommt die Umschalttaste dazu.

Ohne Nummernblock – am Laptop

Vielen Notebooks fehlt der Nummernblock, und damit fällt der Alt-Trick weg. Verlassen Sie sich dann auf die Autokorrektur Ihres Schreibprogramms, kopieren Sie sich den Strich einmal heraus – oder greifen Sie zur Zeichentabelle (unter Windows „charmap“). Im Web schreiben Sie den Gedankenstrich als – (den längeren Geviertstrich als —).

Auf dem Smartphone

Auf iPhone und Android halten Sie die Bindestrich-Taste auf der Bildschirmtastatur kurz gedrückt – es klappt eine kleine Auswahl auf, in der Sie den Gedankenstrich (–) und den Geviertstrich (—) finden.

Warum überhaupt ein eigener Strich?

Der Unterschied ist kein typografischer Selbstzweck. Der Bindestrich verbindet eng – er klebt Wortteile zusammen („E-Mail“, „Schwarz-Weiß-Foto“). Der Gedankenstrich tut das Gegenteil: Er schafft eine kurze Pause, einen Atemzug im Satz. Genau deshalb steht er mit Leerzeichen und ist länger – das Auge soll ihn als Einschnitt lesen, nicht als Verbindung. Wer beide verwechselt, sendet ein leises, aber deutliches Signal von Nachlässigkeit. Mit dem richtigen Strich wirken Ihre Briefe, Bewerbungen und Berichte ein Stück souveräner, ohne dass der Leser genau sagen könnte, warum.

Mit oder ohne Leerzeichen? Die Grundregel

Hier entscheidet sich, ob ein Text wirklich sauber gesetzt ist – und die Regel ist einfacher, als sie klingt. Als Gedankenstrich, der einen Einschub einrahmt, steht der Strich mit Leerzeichen davor und danach: „Das Ergebnis – Sie ahnen es bereits – war eindeutig.“ Als Bis-Strich dagegen, der das Wort „bis“ ersetzt, steht er ohne Leerzeichen: „9–17 Uhr“, „Seiten 10–15″, „Mai–Juni“. Diese Grundregel stammt aus der Typografie und steht so im Duden; die DIN 5008 schreibt sie für Geschäftsbriefe verbindlich vor. Ein praktischer Zusatztipp für Geschäftsbriefe: Setzen Sie vor den Bis-Strich ein geschütztes Leerzeichen (in Word mit Strg + Umschalt + Leertaste), damit Zahl und Strich nicht ans Zeilenende auseinanderrutschen. Mehr zu den Schreibregeln im Geschäftsbrief finden Sie in unserem Überblick zu Größenangaben und Formeln nach DIN 5008.

Wann Sie den Gedankenstrich einsetzen

Drei Einsätze decken fast alles ab. Erstens der Einschub: Wie ein Klammer-Paar rahmt der Gedankenstrich einen Gedanken ein, betont ihn aber stärker als die Klammer. Zweitens die Spanne mit „von–bis“ – bei Uhrzeiten, Seitenzahlen, Zeiträumen. Drittens die Auslassung, etwa bei runden Geldbeträgen: „5,– €“ spart Ihnen das ausgeschriebene „Euro“ und signalisiert „null Cent“. Auch im Dialog oder als Aufzählungszeichen taucht er auf – aber mit diesen drei Fällen sind Sie im Berufsalltag bestens versorgt.

Häufige Fehler

  • Bindestrich im Einschub: der häufigste Fehler – der kurze Strich wirkt im Satz gedrängt und unsauber.
  • Leerzeichen beim Bis-Strich: „9 – 17 Uhr“ ist falsch; korrekt ist „9–17 Uhr“ ohne Abstand.
  • Minus verwechselt: In Tabellen und Rechnungen gehört streng genommen das echte Minuszeichen (−) hin, nicht der Bindestrich.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie mache ich einen Gedankenstrich auf der Tastatur?

Unter Windows halten Sie die Alt-Taste gedrückt und tippen auf dem Nummernblock 0150. Auf dem Mac drücken Sie Wahltaste und Bindestrich gleichzeitig.

Was ist der Unterschied zwischen Binde- und Gedankenstrich?

Der Bindestrich (-) ist kurz und verbindet Wortteile ohne Leerzeichen. Der Gedankenstrich (–) ist länger, trennt einen Einschub ab und steht mit Leerzeichen.

Gedankenstrich mit oder ohne Leerzeichen?

Als Einschub mit Leerzeichen davor und danach. Als Bis-Strich („9–17 Uhr“) ohne Leerzeichen.

Wie tippe ich den Strich ohne Nummernblock?

Am einfachsten über die Autokorrektur in Word oder LibreOffice („Wort – Wort“ wird automatisch umgewandelt), per Zeichentabelle oder indem Sie den Strich einmal kopieren. Im Web schreiben Sie –.

Welcher Strich steht bei „von bis“?

Derselbe Halbgeviertstrich wie der Gedankenstrich (–), hier aber ohne Leerzeichen: „Mai–Juni“, „Seiten 10–15″.

Nehmen Sie sich gleich Ihre nächste E-Mail oder Ihren nächsten Brief vor und achten Sie bewusst auf den ersten Einschub – setzen Sie dort mit Alt+0150 oder Wahltaste+Bindestrich den langen Strich. Schon nach drei, vier Texten sitzt der Griff im Reflex, und der gedrängte kurze Bindestrich mitten im Satz fällt Ihnen künftig sofort als Fehler ins Auge.

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und fachjournalistisch geprüft.