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Game over? Retten Sie Gameport- und MIDI-Hardware

Lesezeit: 2 Minuten Die stürmische Weiterentwicklung der PC-Technik hinterlässt bisweilen bittere Kollateralschäden. Windows 7 unterstützt den Gameport nicht mehr, viele Musiker, Zocker und Hobby-Bastler sind über diese "Weiterentwicklung" allerdings gar nicht erfreut. Mit den folgenden Tricks retten Sie die Nutzung Ihrer teuren Peripheriegeräte.

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Game over? Retten Sie Gameport- und MIDI-Hardware

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Windows 7 nicht mehr mit Gameport/MIDI-Support
Die PC-Technik schreitet mit 7-Meilen-Stiefeln voran, jede neue Windows-Version brüstet sich damit, noch mehr Geräte und Komponenten mit Treibern zu unterstützen. Weniger wird darauf hingewiesen, welche Unterstützungen weggefallen sind. Aktuell ist das bei Windows 7 unter anderem der Gameport, der nicht mehr unterstützt wird.

Der Gameport zählt zu den absoluten Klassikern der PC-Schnittstellen. Es handelt sich hierbei um eine analoge (!) Schnittstelle, an der Peripheriegeräte wie Joysticks, Joypads, Lenkräder oder Steuerhörner zur Eingabe bei Computerspielen angeschlossen wurden.

Doch der Gameport wurde (und wird) keineswegs nur für Spiele verwendet. Die 15-polige Sub-D-Buchse des Gameport beinhaltet auch die Kontakte für MIDI IN, MIDI OUT und MIDI THRU, eine Schnittstelle, die Musiker für den Anschluss von Instrumenten wie z. B. Keyboards nutzen. Und auch als Basis für elektronische Basteleien war der Anschluss an den Gameport über viele Jahre hinweg eine beliebte Methode, den PC in das Hobby einzubinden.

Mit diesen drei Tricks retten Sie die Nutzung Ihrer teuren Peripheriegeräte
Und so sind doch einige Anwender nach der Installation von Windows 7 herb enttäuscht, der Gameport funktioniert nicht mehr. Noch ärger: Wenn der Sound des Systems über eine Soundkarte mit Gameport wiedergegeben werden soll, funktioniert die ganze Tonwiedergabe nicht mehr.

Das betrifft zum Beispiel die gar nicht seltenen Soundkarten "Creative Labs Ensoniq Audio PCI", für die es keine Windows-7-Treiber mehr gibt. Man kann den Ärger verstehen, wenn teure Peripherie nicht mehr funktioniert, aber mit den folgenden Tricks haben Sie eine Chance, den Weiterbetrieb sicherzustellen:

  1. Die einfachste Lösung, überhaupt wieder zu einer Tonausgabe zu kommen, besteht im Anschluss einer "USB-Soundkarte". Diese USB-Soundadapter gibt es ab rund 10 Euro (z. B. "LogiLink USB 2.0 Soundkarte" bei Pearl (Art.-Nr. PX-5305-901). Eine nicht unterstützte Soundkarte sollten Sie aus dem Rechner entfernen bzw. einen Onboard-Adapter im BIOS abschalten.
  2. Soll eine vorhandene Gameport-Schnittstelle weiterbenutzt werden, hilft oft ein Ausweichen auf einen USB-Gameport-Adapter. Diesen Adapter schließen Sie einfach an eine USB-Schnittstelle an, er stellt Ihnen dann eine Gameport-Buchse zur Verfügung. Der Fachhandel bietet diverse Ausführungen dieser Adapter für wenige Euro an.
  3. Lässt sich keine Unterstützung z. B. mit Windows 7 erreichen, kann ein "Hilfs-Betriebssystem" eine gute Lösung sein. Installieren Sie z. B. ein Windows XP auf eine andere Partition oder zweite Festplatte und die Gameport-Unterstützung funktioniert wieder. Es muss sich hierbei allerdings um ein "echtes" Windows XP handeln, bei einem unter Windows 7 virtualisierten Windows XP (XPM) funktioniert dieser Trick nicht.

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