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Gallensteine: Risikofaktoren erkennen und beheben

Lesezeit: 2 Minuten Hauptsächlich Frauen im mittleren Alter werden von Gallensteinen geplagt. Ein Blick auf die Risikofaktoren verrät, warum das so ist!

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Gallensteine: Risikofaktoren erkennen und beheben

Gallensteine: Risikofaktoren erkennen und beheben

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Wenn die Galle aus dem Gleichgewicht kommt, bilden die Bestandteile der Flüssigkeit ganz eigene Verbindungen – sie kristallisieren aus.

Am Anfang oft nur in Flöckchen, entwickeln sich die Gallensteine weiter zu Gries und später zu kieselgroßen Steinen.

Welche Risikofaktoren eine Rolle spielen, ist wichtig zu wissen, um sie soweit möglich zu reduzieren und so die Bildung der Gallensteine zu vermeiden.

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Gallensteine: Wen erwischt es am meisten?

Interessant ist, dass Gallensteine bei Frauen im mittleren Alter wesentlich häufiger auftreten als bei Männern.

Insgesamt ist jeder sechste Mensch in Deutschland von Gallensteinen betroffen, wobei die Dunkelziffer der unbemerkt und ohne Beschwerden in der Galle schlummernden Steine noch höher sein dürfte.

Je höher das Alter ist, desto wahrscheinlicher sind Gallensteine vorhanden und machen irgendwann Probleme.

Begünstigt wird die Bildung der Steine durch zahlreiche Vorerkrankungen und bestimmte Risikofaktoren.

Vorerkrankungen: Belastung der Galle

Stoffwechselkrankheiten wie eine Hypercholesterinämie oder Diabetes spielen eine wichtige Rolle als Risikofaktoren für Gallensteine.

Sie begünstigen die Bildung der Cholesterinsteine über einen erhöhten Cholesterinspiegel sowie über eine Förderung des Ungleichgewichts der Gallenstoffe.

Ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor sind Hormone, wie sie zur Schwangerschaftsverhütung oder in den Wechseljahren eingenommen werden.

Hier dürfte der Grund darin liegen, dass diese Hormone ebenfalls über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden werden und so deren Zusammensetzung beeinflussen.

Die 6-F-Regel – Risikofaktoren mit „F“

Die sechs wichtigsten Risikofaktoren lassen sich im Englischen auf sechs Begriffe mit „F“ zusammenfassen:

  • „female“ – weiblich: im Zusammenhang mit den weiblichen Hormonen
  • „fat“ – übergewichtig: meist in Kombination mit erhöhten Cholesterinwerten
  • „fourty“ – 40 Jahre: Alter über vierzig
  • „fair“ – heller Typ: vermehrtes Auftreten bei hellhäutigen Menschen
  • „family“ – Familie: genetische Veranlagung wie Abflussstörungen der Galle
  • „fertile“ – fruchtbar: mehrere Schwangerschaften

Während der Schwangerschaft kommt es häufig zu einer Verdickung der Gallenflüssigkeit.

Das führt zu Bildung von kleinsten Kristallen, welche die Grundlage für Gallensteine legen. Mit jeder Schwangerschaft steigt das Risiko weiter an, weil es wieder zu einer Verdickung der Gallenflüssigkeit kommt.

Bildnachweis: Viacheslav Iakobchuk / stock.adobe.com

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