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Future Food: Mega-Snacks für globale Gourmets

Lesezeit: 2 Minuten Gutes und lustvolles Essen ist immer das "richtige“ Essen, hat schon der französische Ethnologe Claude Levi-Strauss herausgefunden. Er meinte damit, dass jedes Essen, jeder neue Food-Trend unweigerlich die Befindlichkeiten einer Gesellschaft und ihre Trends widerspiegelt.

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Was wir also in unserem Alltag für gut und richtig halten, beeinflusst immer auch unseren Umgang mit dem Essen. Ernährung ist einfach mehr als das Steak auf dem Teller oder der Apfel am Baum. Umgekehrt führen uns die Veränderungen in unseren Essgewohnheiten den tief greifenden Wertewandel unserer Gesellschaft vor Augen.

Noch in der Nachkriegszeit strukturierte sich die Arbeit um die regelmäßige Abfolge der Mahlzeiten herum: Der Schreiner, ebenso wie der Lehrer oder der Kleinunternehmer, nahm das Mittagessen in der Familie ein. Doch längst pressen wir die flüchtigen Momente der „Essensaufnahme“ zwischen Jobtermine, Kinderversorgung und Freizeitvergnügen.

Trend 1: Nature Food

Natürlich, biologisch und gesund essen

Noch in den 90er Jahren war Biofood eine ideologisch überfrachtete Veranstaltung von Alternativen, Rohkost-Freaks und Zivilisationsmüden – heute ist es der Zukunftsmarkt in der Food-Branche schlechthin.

Und das Interessante: Deutschland und Zentraleuropa sind die Marktführer in der Biobranche – und der gesamte nordamerikanische Markt harrt der Eroberung. Im vergangenen Jahr wurden hier zu Lande 3 Milliarden Euro mit dem gesunden Essen umgesetzt.

Allmählich begreifen auch die großen Retailer, dass Bio im Trend liegt und entwickeln sogar eigene Bio-Handelsmarken. Europa wird auch über das Jahr 2010 hinaus der Kernmarkt bei den Bio-Produkten bleiben. Mit einem Marktanteil von 46 % liegen die EU-Staaten weit vor Nordamerika (37 %) und Asien (16 %).

Trend 2: Ethic Food

Essen mit gutem Gewissen

Vom Essen allein werden wir nicht satt. Wir verlangen immer häufiger, dass das Essen unseren moralischen Maßstäben an Anbau,Verarbeitung und Tierhaltung entspricht. Längst haben sich die Smart Shopper über die Risiken des industrialisierten Tunfischfangs informiert oder die Abzockerei im Kaffeehandel durchschaut, bevor sie sich ihren zwar teuren, aber fair gehandelten Kaffee gönnen.

Die Zeitschriften „Shopping for a better world“ und „Ethical Consumer“ haben Ende der 80er Jahre den Trend angeschoben. Die wichtigsten Kriterien für Ethic Food: garantierte Mindestlöhne, keine Diskriminierung, keine Kinderarbeit.

Eine Moral-Plus-Marke wie „Transfair“ beliefert mittlerweile rund 22.000 LEH-Outlets und 800 Weltläden.

Trend 3: Handheld Food

Maßgeschneidertes für Simultan-Esser

Die Speerspitze des Fastfoods werden in Zukunft Essangebote bilden, die die Vergleichzeitigung von Essen und Arbeiten bzw. Freizeitaktivitäten noch optimaler ermöglichen.

Handheld- oder One-Bite-Food sind die Trendgerichte der „Simultanten“. Der bei diesem Trend stark zu beobachtende Einfluss der arabischen, asiatischen und spanischen Küche wird das traditionell fleischlastige Fastfood herausfordern. 

Vom indianischen Fladenbrot (Fry Bread) über asiatischen Fisch im Bananenblatt (otak otak) bis zu Dukkah, einer afrikanischen Nuss-Gewürz-Mischung auf Fladenbrot – das Nebenbeiessen ist DER kulinarische Wachstumsmarkt von morgen. Bei vielen Events ist es heute bereits ein absolutes Muss, Essen und Kommunizieren locker und ungezwungen miteinander zu verbinden.

Der One-Bite-Trend bietet neben der Systemgastronomie auch kleineren Betrieben, Bäckern und Metzgern die Chance, neue Produkte zu entwickeln oder traditionelle wiederzuentdecken.

Bildnachweis: sonyakamoz / stock.adobe.com

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