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Für welche Firmen lohnt sich ein ERP-System?

Lesezeit: 3 Minuten Im Zeitalter der Digitalisierung muss es immer schnell gehen. Gerade Unternehmen sollten stets flexibel sein – egal, ob es sich um einen Kundenwunsch, eine Veränderung des Marktes oder eine Zusammenstellung der Informationen aller Vertriebskanäle.

3 min Lesezeit
Für welche Firmen lohnt sich ein ERP-System?

Für welche Firmen lohnt sich ein ERP-System?

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Ein schnelles Reaktionsvermögen ist unabdingbar, um Kunden zu akquirieren, Prozesse zu optimieren oder ganze Strukturen effizienter zu gestalten. Nur wer seine Arbeitsabläufe immer und überall im Griff hat, kann langfristig erfolgreich sein. Es stellt sich jedoch immer die Frage, wie ein Unternehmer seine Augen überall haben soll.

Ohne Softwarelösungen ist dies kaum mehr möglich. Sie unterstützen Firmen dabei, stets den Überblick zu behalten. Allerdings handelt es sich bei diesen oftmals um sogenannte Insellösungen. Diese sind zwar augenscheinlich günstig in der Anschaffung. Wer aber alle Ausgaben addiert, stellt schnell fest, wie hoch die Ausgaben wirklich sind. Empfehlenswert kann dann eine sogenannte ERP-Software sein, welche gerade in Großkonzernen mittlerweile zum Standard gehört. Doch eignet sich ein solches System wirklich nur für die Großen? Können nicht auch die Kleinen und Mittleren davon profitieren?

Was steckt hinter dem Begriff ERP?

Begrifflich handelt es sich bei ERP um eine Abkürzung von Enterprise Resource Planning, was nichts anderes bedeutet als Geschäftsressourcenplanung. Hinter der Bezeichnung versteckt sich ein System, welches Unternehmen nutzen, um effizienter zu arbeiten, indem sie ihre Abläufe, Ressourcen und Strukturen optimieren.

Ein enormer Vorteil einer ERP-Lösung ist die Tatsache, dass Firmen wirklich alle Prozesse auf einen Blick erfassen und wesentliche Daten in Echtzeit aufzeigen können. Dazu zählen zum Beispiel Informationen in folgenden Bereichen:

  • Material- und Personalwirtschaft
  • Ein- und Verkauf sowie Vertrieb
  • Logistik und Warenwirtschaft
  • Marketing und CRM
  • Buchhaltung

Allein die Tatsache, dass alle wichtigen Inhalte durch einen Klick aufgerufenwerden können, wird der Arbeitsaufwand gehörig gesenkt. Situationen, in denen sprichwörtlich die linke Hand nicht weiß, was die Rechte eigentlich tut, gehören dann der Vergangenheit an. Denn alle Mitarbeiter haben Zugriff auf das System, können sich besser miteinander vernetzen und abteilungsübergreifend arbeiten. Oftmals sind zudem Schnittstellen zu anderen Systemen (z.B. CAD) sinnvoll. Dadurch ist es ebenfalls möglich, dass die Konstruktion und der Vertrieb, das Marketing oder die Zeichner miteinander statt nebeneinander agieren.

Cloud- und On-Premise-Lösungen

Für viele Unternehmen ist die Tatsache interessant, dass ein lokales System nicht zwangsläufig notwendig ist. Diverse Anbieter ermöglichen ihren Kunden Cloud-ERPS wie dieses hier. Dabei handelt es sich um Speicherplattformen, welche entweder im Kombi-Paket oder separat angeboten werden. Firmen lagern ihre Inhalte demnach aus. Das hat natürlich seine Vor- und Nachteile: Zum einen sparen sich Betriebe teure Hardware und eigen IT-Spezialisten. Zum anderen geben sie ihre Informationen in fremde Hände. Gerade aus datenschutzrechtlichen Gründen sorgt dies vielfach für Unsicherheiten. Es ist daher wichtig, darauf zu achten, wo sich der Hauptsitz des Herstellers bzw. Anbieters befindet. Die neue EU-DSGVO gibt nämlich einheitliche Richtlinien für alle sich in der EU befindenden Unternehmen. Problematischer wird es hingegen, wenn sich der Anbieter außerhalb der EU, beispielsweise in Asian oder den USA, befindet. Denn diese haben eine andere Sicht bezüglich des Datenschutzes.

Darüber hinaus haben Cloud-ERPs wenige Nachteile. Sie verfügen ebenfalls über den oben genannten Funktionsumfang, wobei man diese oftmals individuell zusammenstellen kann. Dieser Punkt dürfte gerade für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein. Sofern eine Firma noch in den Kinderschuhen steckt, sind nicht alle Komponenten von Anfang an notwendig. Ein Komplett-System ist daher überteuert und nicht gerade zielführend. Eine Cloud-Version kann man hingegen dem aktuellen Entwicklungsstand des Startups oder des kleinen Betriebs anpassen. Das ist langfristig kostengünstiger. Zumal stets die Möglichkeit besteht, diverse Komponenten bei Bedarf hinzu zu buchen.

Die Antwort auf die Frage

Die Implementierung eines ERP-Systems lohnt sich im Grunde immer. Denn je mehr ein Unternehmen wächst, umso komplexer werden die Strukturen, umso aufwendiger die Prozesse und umso größer die zu speichernden Inhalte. Da kann man sehr schnell den Überblick verlieren. Das wiederum sorgt für weniger Flexibilität, Mobilität und für höhere Kosten. Das muss nicht sein!

Essentiell ist in erster Linie, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzt und den Implementierungsvorgang nicht auf die leichte Schulter nimmt. Dieser ist sehr zeitintensiv – zumindest dann, wenn man es richtig machen will. Mehr Informationen dazu gibt es in diesem Artikel.

Bildnachweis: NicoElNino / shutterstock

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