Familie Praxistipps

Für Sie neu entdeckt: Blumen pressen

Lesezeit: 2 Minuten Kinder kennen sich heutzutage kaum noch mit der einheimischen Flora aus. Dabei gibt es so viel Schönes zu entdecken. Der Forscherdrang kann mit der Herstellung eines Herbariums geweckt werden. Die Kinder sammeln und trocknen Blumen oder Kräuter und sammeln sie wie ein richtiger Botaniker in einem besonderen Buch.

2 min Lesezeit

Für Sie neu entdeckt: Blumen pressen

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Blumen und Kräuter sammeln
Tolle Pflanzen finden sich selbst am Wegesrand. Sie brauchen eine Schere, dicke Handschuhe als Schutz vor Stacheln, einige Tiefkühlbeutel für die Blumen und ein Pflanzenbestimmungsbuch. Sie können auf Feldern, Wiesen, Wegrändern oder in Wäldern Blumen sammeln. Natürlich können Sie auch Kräuter und Gräser pflücken, aber Kinder werden sich mehr für blühende Schätze begeistern. Da beim Trocknen schon einmal etwas abbrechen kann, ist es sinnvoll, die Pflanzen doppelt zu sammeln. In einem Notizbuch schreiben die Kinder wichtige Informationen, die später das Herbarium vervollständigen. Mit dem Fotoapparat können die Pflanzen zur Erinnerung fotografiert werden.

Blumen pressen
Gepflückte Pflanzen welken und sollten rasch gepresst werden. Legen Sie sie vorsichtig zwischen Küchenkrepp oder Zeitungspapier, möglichst so, dass sich ihre Blätter und Blüten gut entfalten. Es gibt professionelle Blumenpressen, aber dicke (Telefon-)Bücher eignen sich ebenfalls. Legen Sie die Blumen zwischen die Seiten und erschweren Sie die Bücher mit weiteren Gewichten. Jetzt ist Geduld gefragt. Mindestens zwei Wochen lang trocknen lassen. Danach vorsichtig mit einer Pinzette aus dem Papier lösen.

Herbarium anlegen
Eine Sammlung mit gepressten Pflanzen nennt sich Herbarium. Sie können die Pflanzen auf ein DinA4 Blatt kleben, in Klarsichtfolien stecken und in einem Ordner sammeln. Haltbarer bleiben die Pflanzen, wenn die Blätter laminiert werden.
Besonders edel ist ein Buch mit handgeschöpftem Papier für die Blumen.

Funde beschriften
Als echter Hobby-Botaniker sollen die Kinder ihre Schätze auch dokumentieren. Der Name der Pflanze darf nicht fehlen, der wissenschaftliche Name ist eine wichtige Ergänzung. Je nach Interesse und Forscherdrang können der Fundort, Größe, Häufigkeit, benachbarte Pflanzen und andere Besonderheiten notiert werden.

Naturschutz beachten
Einige heimische Pflanzen stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden. Bitte auf keinen Fall mitnehmen, auch wenn scheinbar viele dieser bedrohten Pflanzen vorhanden sind. Wenn Sie sich mit Pflanzen nicht auskennen, sollten Sie auf Ihren Ausflügen immer ein Bestimmungsbuch dabei haben. Und natürlich einen Fotoapparat, um diese seltenen Schätze zu fotografieren.

Literatur:
Dietmar Aichele und Marianne Golte-Bechtle: Was blüht denn da? Wildwachsende Blütenpflanzen Mitteleuropas (Taschenbuch). Kosmos Verlag 2005
ISBN-10: 3440102122

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