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Fruktoseintoleranz – Tipps zur Behandlung und Vorbeugung

Lesezeit: 2 Minuten Etwa ein Drittel der Deutschen leidet unter einer Fruktoseintoleranz und viele wissen es gar nicht. Haben Sie Beschwerden nach dem Verzehr von Obst und Obstsäften? Dann könnten auch Sie an einer Fruktoseintoleranz leiden. Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Diagnose, die Behandlung und die Vorbeugung der Fruktoseintoleranz.

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Fruktoseintoleranz – Tipps zur Behandlung und Vorbeugung

Fruktoseintoleranz – Tipps zur Behandlung und Vorbeugung

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Warum leiden immer mehr Menschen an einer Fruktoseintoleranz?

Fructose ist nicht nur in Früchten und Obstsäften enthalten, sondern wird immer mehr zum Süßen von Getränken und Lebensmitteln als Zuckerersatz eingesetzt.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die vermehrte Zufuhr von Fructose zum Anstieg der Fruktoseintoleranz geführt hat. Eine gewisse Menge an Fructose kann unser Körper verarbeiten, wird es jedoch zu viel, treten die typischen Fruktoseintoleranz-Symptome auf:

  • Blähungen
  • Bauchkrämpfe
  • Durchfall
  • Bauchgeräusche
  • Völlegefühl
  • Bauchschmerzen

Oft wird die Fruktoseintoleranz zu spät erkannt

Manche Betroffene leiden jahrelang unter Magen- und Darmproblemen, ohne dass Ärzte die eigentliche Ursache herausfinden konnten. Gehören Sie auch zu den Menschen, die unter den oben genannten Symptomen leiden? Treten Ihre Beschwerden verstärkt nach dem Genuss von Obst, Obstsäften und Lebensmitteln auf, die mit Fructose gesüßt wurden? Dann sollten Sie einen Arzt konsultieren und ihm Ihre Beschwerden schildern.

Wie kann Ihr Arzt feststellen, ob Sie an einer Fruktoseintoleranz leiden?

Ihr Arzt braucht Ihnen für die Diagnose der Fruktoseintoleranz kein Blut abzunehmen. Die Fruktoseintoleranz kann durch einen einfachen Atemtest (H2-Atemtest) diagnostiziert werden. Dazu wird als erstes die Luft, die Sie ausatmen gemessen. Dann müssen Sie in Wasser aufgelöste Fructose trinken. Etwa alle zwanzig Minuten wird der Arzt nun Ihre Ausatemluft messen.

Der ganze Atemtest dauert etwa drei Stunden. In dieser Zeit wird immer wieder die Luft, die Sie ausatmen gemessen. Bakterien zersetzen während der Messphase die eingenommene Fructose. Bei diesem Zersetzungsvorgang entsteht Wasserstoff (H2). Steigt während der Messungen der Wasserstoffgehalt Ihrer ausgeatmeten Luft stark an, leiden Sie an einer Fruktoseintoleranz.

Wie kann die Fruktoseintoleranz behandelt werden?

Die sinnvollste Behandlung ist die Umstellung der Ernährung. Da die meisten Menschen mit einer Fruktoseintoleranz eine gewisse Menge Fructose problemlos vertragen, ist es wichtig, Ihre persönliche Fructose-Belastungs-Grenze zu finden. Dies geschieht am besten in drei Schritten:

1. Essen Sie etwa drei Wochen lang kein Obst, trinken Sie keine Obstsäfte und verzehren Sie keine Lebensmittel und Getränke, die Fructose enthalten. Nun müssten Ihre Beschwerden verschwinden.

2. Führen Sie nach den drei Wochen kleine Mengen Fructose zu. Sie lernen dadurch, ab welcher Fructosemenge Sie Beschwerden bekommen. Wenn Beschwerden auftreten, müssen Sie die Fructosezufuhr senken. In vielen Fällen wird die Fructose besser vertragen, wenn Sie gleichzeitig Fette oder Eiweiße zu sich nehmen, weil dadurch die Fructose langsamer vom Körper aufgenommen wird.

3. Nun müssten Sie gelernt haben, welche Menge an Fructose Sie beschwerdefrei vertragen. Stellen Sie Ihre Ernährung entsprechend um, damit Sie in Zukunft ohne lästige Magen- und Darmbeschwerden leben können. Die Ernährungsumstellung und die Vermeidung einer zu hohen Fructosezufuhr ist auch die beste Vorbeugung gegen die Fruktoseintoleranz.

Tipp: Bei jedem Menschen ist die Fructose-Toleranzgrenze unterschiedlich. Haben Sie deshalb etwas Geduld, bis Sie Ihre persönliche Schwelle gefunden haben.

Bildnachweis: Elnur / stock.adobe.com

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