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Fructoseintoleranz: Wenn Obst und Gemüse schwer im Magen liegen

Lesezeit: 2 Minuten Bereiten Ihnen Äpfel oder Weintrauben sprichwörtlich Bauchschmerzen, könnte eine Fructoseintoleranz die Ursache dafür sein. Erfahren Sie, wie Sie die Erkrankung korrekt erkennen.

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Fructoseintoleranz: Wenn Obst und Gemüse schwer im Magen liegen

Fructoseintoleranz: Wenn Obst und Gemüse schwer im Magen liegen

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Eine Fructoseintoleranz wird von den Betroffenen oftmals als sehr unangenehm empfunden. Immerhin steckt der Beschwerden verursachende Fruchtzucker in sehr vielen Lebensmitteln. Dies beginnt bei Obst und Gemüse und endet noch lange nicht bei Getreide, Haushaltszucker und Fertiggerichten.

Was bei der Fructoseintoleranz im Körper passiert

Im Körper sind sogenannte Glukosetransporter dafür verantwortlich, dass der Fruchtzucker korrekt verstoffwechselt wird. Liegt allerdings an diesem Glukosetransporter ein Defekt vor, wird die Fructose nicht richtig aufgenommen. Er gelangt unverdaut in den Dickdarm, wo er von Bakterien zersetzt wird. Dabei entstehen Gase und andere Stoffe, die die Symptome der Fructoseintoleranz verursachen.

Symptome der Fructoseintoleranz

Eine Fruchtzuckerunverträglichkeit geht sehr häufig mit Beschwerden im Bereich des Verdauungstrakts einher. Insbesondere Durchfall und starke Blähungen sprechen für die Erkrankung. Weitere Symptome können sein:

  • Unterleibsschmerzen
  • Krämpfe im Bauch
  • deutliche Darmgeräusche
  • Verstopfung
  • weicher Stuhl und plötzlicher Stuhldrang
  • Übelkeit
  • Völlegefühl

Bei einer erworbenen Fructoseintoleranz werden meist kleinere Menge Fructose ohne Probleme vertragen. Bei der hereditären, angeborenen Unverträglichkeit hingegen können selbst kleinste Mengen lebensbedrohliche Zustände verursachen.

Wie der Arzt eine Fructoseintoleranz feststellt

Gewinnt Ihr Hausarzt den Eindruck, dass eine Fructoseintoleranz vorliegen könnte, wird er Sie im Regelfall an einen Gastroenterologen, einen Facharzt für Innere Medizin, überweisen. Dieser kann einen H2-Atemluft-Test durchführen. Er erfolgt in diesen Schritten:

  1. Einnahme einer Fructose-Zuckerlösung auf nüchternen Magen
  2. Messungen der Atemluft alle 30 Minuten
  3. Nachweis von Wasserstoff in der Ausatemluft

Wasserstoff entsteht im Dickdarm, wenn der nicht verdaute Fruchtzucker zersetzt wird. Er ist schließlich über die Atemluft nachweisbar. Dieser Test ist sehr zuverlässig, hat allerdings einen Haken: Ein negatives Ergebnis stellt nicht sicher, dass keine Unverträglichkeit vorliegt. Bei der Zersetzung der Fructose entsteht oftmals auch Methan. Dabei wird wiederum der Wasserstoff verbraucht, weshalb er nicht mehr über die Atemluft nachgewiesen werden kann. Haben Sie also entsprechende Symptome, könnten Sie trotz eines negativen H2-Atemluft-Tests eine Fructoseintoleranz aufweisen.

Welche Lebensmittel bereiten Ihnen Beschwerden?

Über eine einfach durchzuführende Diät können Sie auch selbst überprüfen, welche Lebensmittel Sie nicht gut vertragen. Hierfür streichen Sie zunächst sämtliche Nahrungsmittel aus Ihrer Ernährung, die Fruchtzucker enthalten. Anschließend testen Sie einzelne Lebensmittel auf ihre Verträglichkeit hin aus, indem Sie sie wieder essen und prüfen, ob der Körper darauf negativ reagiert. So zeigt sich, welche Lebensmittel verträglich sind bzw. welche Mengen an Fruchtzucker der Körper verarbeiten kann.

Noch einfacher und deutlich weniger zeitintensiv läuft ein Bluttest ab. Diesen können Sie in Eigeninitiative von zuhause aus durchführen. Die notwendige Blutprobe entnehmen Sie durch einen schnellen Piks in die Fingerspitze. Ihre Auswertung bezüglich der Verträglichkeit von rund hundert Lebensmitteln erhalten Sie beim Vimeda Nutrition Screen bequem online.

Bildnachweis: Shmel / Adobe Stock

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