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Fructoseintoleranz: Tipps zur Ernährung

Lesezeit: 2 Minuten Intoleranz ist keine Krankheit sondern eine Pseudoallergie, also eine Unverträglichkeit, bei der das Immunsystem nicht beteiligt ist. Sie ist allgemein auf einen Enzymdefekt zurückzuführen. Man unterscheidet zwei Formen der Fructoseintoleranz, die man nicht verwechseln darf: die hereditäre (vererbte) und die intestinale (auch Fructosemalabsorption genannt) Fructoseintoleranz. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Symptomatik dieser Unverträglichkeiten und was Sie bei Ihrer Ernährung unbedingt beachten sollten.

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Fructoseintoleranz: Tipps zur Ernährung

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Angeborene Fructoseintoleranz
Die hereditäre Form tritt äußerst selten auf. Hier liegt ein angeborener Enzymdefekt vor. Die mit der Nahrung zugeführte Fructose kann im Stoffwechsel nicht oder nicht im ausreichenden Maße abgebaut werden. Es reichert sich somit Fructose-1-Phosphat in der Darmwand, der Leber und den Nieren an.

Folgende Symptome sind dann zu beobachten: Blähungen, Erbrechen, Durchfälle, Leberschäden mit späterem Übergang zur Leberzirrhose (Absterben des Lebergewebes), Eiweißausscheidung über die Niere und anhaltende Unterzuckerung.

Die hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) wird klinisch über einen Gentest bzw. eine Biopsie der Leber diagnostiziert. Die Behandlung gehört unbedingt in ärztliche Hände. Da sehr viele Lebensmittel gemieden werden müssen, besteht leicht das Problem der Mangelversorgung mit Vitalstoffen.

Fruktosemalabsorption
Die Fruktosemalabsorption kommt wesentlich häufiger vor. Diese Form kann vorübergehender Art oder auch dauerhaft sein. Bei der Malabsorption wird die Fructose nicht ausreichend abgebaut, sondern weiter bis in den Dickdarm transportiert. Dort macht die unverdaute Fructose dann entsprechende Probleme. Das führt zum Durchfall, Blähungen und Schmerzen.

Werden Fructose und Saccharose (Haushaltszucker) in der Ernährung weggelassen, vermindern sich die Symptome oder sie verschwinden ganz. Sie müssen individuell austesten, welches Obst und Gemüse vertragen wird. Vor allem sollten Sie aber industriell verarbeiteten Speisen mit Zusätzen von Fructose und Sorbit (Sorbitol, E 420) meiden.

Strikt zu meiden bei der Fructoseintoleranz sind alle Lebensmittel, die Fruchtzucker enthalten:

  • Obst sowie Obstsäfte, Obstkompotte
    Erlaubt sind: Limetten, Zitronen und Orangen, die säuerlich schmecken.
  • Fructosereiches Gemüse wie Auberginen, Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Fenchel, Gurken, Karotten, Lauch, Rosenkohl, Kohlrabi, Tomaten, Weißkohl, Zucchini, Zuckermais, Zwiebeln
    Erlaubt sind: grüne Bohnen, Kopfsalat, Feldsalat, Chicorée, Löwenzahn, Spinat, Pilze, Brokkoli, Spargel, Rettich, Radieschen, Rhabarber.
    Begrenzt sind Kartoffeln erlaubt, wenn sie vor Gebrauch mindestens 10 – 20 Tage gelagert, dann geschält, zerschnitten und für einen Tag gewässert werden;
  • Lebensmittel, die Zucker oder Honig enthalten
  • Lebensmittel, die Inulin enthalten (z. B. Topinambur und Artischocken);
  • Süßspeisen, außer sie sind mit den Zuckeraustauschstoffen Xylit und Mannit gesüßt. Der Zuckeraustauschstoff Sorbit (Sorbitol, E 420) wird in der Leber zur Fructose umgewandelt und ist zu meiden.
  • Medikamente, Gewürzmischungen und Fertigprodukte, die Fructose enthalten.

Die Betroffenen entwickeln sehr schnell eine Aversion gegen zuckerhaltige Lebensmittel. Eine Langzeitprognose ist gut, wenn Fructose konsequent gemieden wird.

Haben Sie’s gewusst?
Häufig wird Obst besser vertragen, wenn es geraffelt wird, wie es schon Bircher-Benner immer mit den Äpfeln für sein berühmtes Müsli gemacht hat.

Hinweis zur Fructoseintoleranz
Ältere Obstsorten z. B. bei Äpfeln oder Birnen werden in der Regel besser vertragen als neue Züchtungen. Wichtig bei der Ernährung ist, dass Sie selbst herausfinden, was Sie gut vertragen und was nicht! Hier finden Sie weitere nützliche Informationen zum Thema Ernährung bei Fructoseintoleranz. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen als erfahrener Ernährungsexperte selbstverständlich jeder Zeit zur Verfügung!

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