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Frozen Shoulder: Ursachen, Verlauf und Therapie dieser schmerzhaften Schulterversteifung

Lesezeit: 2 Minuten Wenn sich die Bewegung eines Arms durch eine zunehmend steifer werdende Schulter einschränkt und extreme Schmerzen verursacht, könnte es sich um eine Frozen Shoulder handeln. Sollten sich Ihre Beschwerden durch Physiotherapie nicht lindern lassen, zögern Sie nicht länger, einen Facharzt aufzusuchen.

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Frozen Shoulder: Ursachen, Verlauf und Therapie dieser schmerzhaften Schulterversteifung

Frozen Shoulder: Ursachen, Verlauf und Therapie dieser schmerzhaften Schulterversteifung

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Eine Frozen Shoulder („gefrorene Schulter“) beginnt schleichend mit Schmerzen in der Schulter, die sich zunehmend verschlimmern und zu einer Versteifung des Gelenks führen. Der betroffene Arm kann kaum zur Seite oder hinten hoch gehoben werden. Einige Patienten können den Arm vor dem Körper hoch führen. Typisch für die Erkrankung ist, dass eine seitliche Abspreizung bis zu einem Winkel von 90 Grad nicht möglich ist.

Quälende Schmerzen bei kleinsten Bewegungen

Somit wird jede alltägliche Bewegung, wie sie zum Beispiel bei der Körperpflege oder beim An- und Ausziehen gebraucht wird, fast unmöglich, weil die Schmerzqualität extrem unerträglich ist. Wenn der Arm durch eine Bewegung erst gereizt ist, dauert es mehrere Minuten, bis die Schmerzen wieder nachlassen.

Selbst im Sitzen und Liegen weiß der Betroffene nicht, wie er den Arm lagern soll, ohne dass er quälende Schmerzen erleiden muss. An Schlaf ist kaum noch zu denken. Entsprechend müde und erschöpft ist der Patient am Tag, sodass er sich kaum konzentrieren kann.

Ursachen und Risiken der Frozen Shoulder

Die Ursachen der Frozen Shoulder sind aktuell nicht geklärt. Auffällig ist allerdings, dass es vor allem Menschen zwischen 40 und 60 Jahren trifft, die oft unter einer Stoffwechsel- oder Schilddrüsenerkrankung leiden. Diabetes mellitus, zu hohe Cholesterinwerte und Schilddrüsenfehlfunktionen stellen daher zugleich Risikofaktoren dar.

Diese Erkrankungen wirken sich auf den Stoffwechsel der Schulter aus, indem sie im Gelenk Entzündungen verursachen. Knochen, Bindegewebe, Muskeln und Gelenkkapsel werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, während Abfallstoffe nicht abtransportiert werden können.

Aufgrund des entstandenen Sauerstoffmangels bilden die Zellen Milchsäure aus Zucker, die Entzündungssymptome produziert. Somit hat die Frozen Shoulder eigentlich keine orthopädische Ursache, sie ist vielmehr eine Stoffwechselstörung mit äußerst schmerzhaften Folgen. Der Betroffene ist je nach Ausprägung der Erkrankung nicht mehr in der Lage zu arbeiten.

Verlauf der Schulterversteifung

Verletzungen oder Fehlstellungen im Gelenkbereich können eine Frozen Shoulder zusätzlich begünstigen, zum Beispiel ein Impingement (Verengung zwischen Schulterdach und Schultergelenk), Sehnenrisse oder chronische Überanstrengung.

Der Krankheitsverlauf ist langwierig und kann ohne Eingriff bis zu drei Jahre dauern. Dabei entstehen Vernarbungen und Verklebungen im Kapselgewebe. Zudem schrumpft die Gelenkhülle, was die Bewegung immer mehr einschränkt und schmerzhafter macht.

Therapie einer Frozen Shoulder

Sollten Sie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in Ihrer Schulter bemerken, die durch physiotherapeutische Maßnahmen nicht beseitigt werden können, gehen Sie möglichst frühzeitig zum Orthopäden. Er wird verschiedene Untersuchungen vornehmen, um den Grund der Erkrankung festzustellen. Besteht der Verdacht auf eine Frozen Shoulder, dienen Röntgen- und MRT-Aufnahmen dazu, andere Erkrankungen an der Schulter auszuschließen.

Die Arthroskopie vereint Diagnose und Therapie

Erst eine arthroskopische Untersuchung kann Aufschluss über den Zustand des Gelenks geben. Während der Arthroskopie können die Verklebungen und entzündete Schleimbeutel entfernt werden. Danach muss der Arm konsequent bewegt werden.

Damit Physiotherapie überhaupt möglich ist, müssen Sie sorgfältig auf eine hilfreiche Schmerztherapie eingestellt werden. Mit dieser Kombination erholt sich die Schulter deutlich schneller und schmerzärmer, als wenn Sie nichts unternehmen.

Bildnachweis: YakobchukOlena / stock.adobe.com

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