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Frischer Fisch: Tipps für den Einkauf von frischer Qualität (Teil 2)

Lesezeit: 2 Minuten Wer die entscheidenden Frischemerkmale von Fisch kennt, macht schnell den wirklich frischen Fisch in der Auslage ausfindig – und erkennt gleichzeitig die Oldies und Fossilien, die erschreckenderweise oft noch als "frisch“ angeboten werden. Dabei müssen Sie den Fisch nicht erst kaufen, um dann zu Hause seine Frische (oder seine Nichtfrische) festzustellen. Ein prüfender Blick auf bestimmte optische Merkmale bewahrt Sie vor einem Fehlkauf.

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Frischer Fisch: Tipps für den Einkauf von frischer Qualität (Teil 2)

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Frischer Fisch hat schöne klare Augen!
Die Augen sind beim Einkauf ein erstes, recht zuverlässiges Zeichen für die Frische eines Fisches. Sie müssen glänzen, hervortreten und klar sein.

  • Sind sie eher matt, nicht mehr gut gewölbt und leicht weißlich-trübe, ist der Fisch nicht mehr superfrisch, aber noch o.k.
  • Sind die Augen dagegen matt, eingefallen oder gar eingetrocknet und milchig-trübe bis grau… Finger weg! Der ist nur noch für Fischmehl oder die Katze gut.
  • Achten Sie aber bei den Augen auf alle Frische-Faktoren. Hat der Fisch nur trübe Augen, kann er trotzdem frisch sein. Oft ruft die Lagerung auf Eis die Trübung hervor, die Augen gefrieren dann und werden sofort trübe oder weißlich.

Frischer Fisch hat eine glänzende, straffe Haut!
Auch ein Blick auf die Haut eines Fisches verrät etwas über seine Frische.

  • Die Haut muss glänzen, schillern und straff sein, die Schuppen müssen fest sitzen.
  • Auch eine starke Schleimbildung auf der Haut (oft bei Forellen, Saibling, Lachs, Aal, Plattfischen und reinen Süßwasserfischen zu beobachten) ist ein Zeichen für Frische.
  • Hat der Fisch Beulen oder Dellen oder bilden sich solche nach einem Drucktest mit dem Finger oder löst sich gar das Fleisch von den Gräten, ist er ein sicherer Kandidat für die Mülltonne und nicht für die Pfanne.
  • Vorsicht Falle: Hat der Fisch Flecken oder auffällige Farbveränderungen, so ist er keineswegs alt. Sie bilden sich, wenn Fische aufeinander liegen und sind eher ein Zeichen von Frische.

Frischer Fisch hat heile Flossen!
Je mehr Zeit verstreicht, seit dem der Fisch das Wasser verlassen musste, desto spröder und trockner werden die Flossen. Sie fransen und trocknen an den Spitzen aus, die sich zwischen den Flossenstrahlen befindlichen Hautfalten reißen ein. Daher keinen Fisch mit zerfransten, ausgetrockneten Flossen kaufen!

Frischer Fisch hat leuchtend rote Kiemen!
Die Kiemen sind das zuverlässigste Frischezeichen. Sie verändern sich nach dem Tod des Fisches am schnellsten. Scheuen Sie sich nicht, vor dem Kauf den Fischhändler zu bitten, Ihnen die Kiemen einmal zu zeigen.

  • Der Fisch ist sehr frisch, wenn die Kiemen glänzend-feucht, hellrot und fest anliegend sind. Etwas geronnenes, dunkles Blut dazwischen ist normal.
  • Sind die Kiemen dunkelrot oder mattrot, ist der Fisch ebenfalls noch frisch.
  • Haben sie teilweise gelbliche oder bräunliche Einfärbungen, so geht die Frische noch in Ordnung.
  • Sind die Kiemen dagegen durchgehend gelblich oder bräunlich, lassen Sie den Fisch lieber beim Fischhändler.
  • Sind die Kiemen sogar grünlich, gelb oder braun, dazu schleimig und ohne klare Konturen, ist der Fisch definitiv verdorben und gehört dem Fischhändler um die Ohren geworfen!

Frischeprüfung bei Fischfilet
Bei Fischfilet ist es naturgemäß schwieriger, den Grad der Frische auf Anhieb zu erkennen.

  • Das Filet sollte glatt, glänzend und leuchtend sein und auch keine Dellen oder Druckstellen aufweisen.
  • Eine trübe, gräuliche Oberfläche dagegen verheißt nichts Frisches. Finger weg!
  • Wichtig ist auch der Geruchstest. Machen Sie ihn am besten noch im Fischladen selbst und packen das Filet ruhig dafür aus.
  • Achten Sie auch darauf, dass der Fischhändler keine Türme aus Filets aufgebaut hat. Oft kommen diese Filets aus dem Tiefkühlfach, die unteren sind gefroren und womöglich schon länger in der Auslage präsentiert worden.

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