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Forschung: Ausdauer aus der Apotheke

Lesezeit: 2 Minuten Wäre es nicht praktisch, anstatt jahrelang hart zu trainieren, einfach eine Pille einzuwerfen, um die Ausdauer zu verbessern? Bis jetzt ist das ein Traum von vielen Trainings-Muffeln. Möglicherweise wird dieser Traum bald Wirklichkeit.

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Forschung: Ausdauer aus der Apotheke

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US-Forscher haben zwei Substanzen entdeckt, die entweder den Effekt von Ausdauertraining deutlich verstärken oder sogar die Ausdauer ganz ohne Training verbessern. Bisher wurde der Effekt nur bei Mäusen nachgewiesen, in weiteren Tests wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob auch Menschen durch die Substanzen ihre Ausdauer verbessern können.

Ausdauer bei Mäusen verbessert
Die Substanzen greifen in den Stoffwechsel der Muskelzellen ein. Der Stoffwechsel wird durch die Wirkstoffe so eingestellt, als hätte man gerade erst ein Ausdauertraining absolviert. Das ist das Ergebnis der Untersuchungen des Forscherteams um Ronald Evans vom Salk-Institut in La Jolla.

Das Ziel der Wissenschaftler ist es nun, durch die Substanzen den Menschen zu helfen, die in ihrer Bewegung durch Krankheit oder Alter eingeschränkt sind. Dabei ist den Wissenschaftlern eine mögliche leistungssteigernde Wirkung für Sportler durchaus bewusst. Neben der Herstellung von Medikamenten wollen sie gleichzeitig Blut- und Urintests dafür entwickeln.

Bei ihrem Projekt benutzten die Forscher Mäuse mit genetisch verbesserter Ausdauer, die in einem vergangenen Versuch vor vier Jahren geschaffen wurden. Bei diesen so genannten Marathon-Mäusen spielt das Gen PPARd die zentrale Rolle. Die Forscher wollten nun herausfinden, ob man mit künstlichen Substanzen in den von PPARd kontrollierten Stoffwechselkreisläufen eingreifen kann und fanden die Stoffe mit den Kürzeln AICAR und GW1516.

Mehr Kondition ohne Training
Die Mäuse mussten während der Tests viel Wochen lang an fünf Tagen rund eine halbe Stunde im Laufrad trainieren. Einige Mäuse bekamen die Substanz GW1516. Im Vergleich zu der Kontrollgruppe konnten diese Mäuse nach dem Trainingsmonat 68 Prozent länger und 70 Prozent weiter laufen. Das Ergebnis zeigte, dass GW1516 den Trainingseffekt erhöht. Die andere Substanz, AICAR, verbesserte bei untrainierten Mäusen, dennoch die Ausdauerwerte um 44 Prozent.

Medikament für Kranke und älter Menschen
Dank der Stoffe bräuchte man also nicht mehr zwangsläufig zu trainieren, um die Kondition zu verbessern. Denn der Effekt durch Medikamente wäre ähnlich zum Ausdauertraining. Die Zahl der Kraftwerke in den Zellen, den so genannten Mitochondrien, wird laut der Forscher vergrößert und die Fettverbrennung und die Nährstoffzufuhr verbessert.

Die Forscher wollen aber nicht, dass gesunde Menschen die Pillen statt Training verwenden. Vielmehr sollen die Substanzen alten oder kranken Menschen helfen, auch ohne Training körperlich fitter zu werden oder zu bleiben.

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