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Fitness Supplements: Ein Überblick mit Empfehlungen für Freizeit-Sportler

Lesezeit: 4 Minuten Ambitioniert Sport zu treiben, ohne dabei an Wettbewerben teilzunehmen oder Meisterschaften zu bestreiten, gehört zu den wohl beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Wer sich regelmäßig mit Ausdauer- oder auch Kraftsport beschäftigt, tut nicht nur seinem Körper Gutes, sondern verbessert das allgemeine psychische Wohlbefinden. Damit der Körper jedoch gut versorgt bleibt, sind Fitness-Supplemente durchaus ratsam. Hier jedoch gilt: Nicht alles muss sein. Ein Überblick hilft bei der Auswahl richtiger Ergänzungsprodukte.

4 min Lesezeit
Fitness Supplements: Ein Überblick mit Empfehlungen für Freizeit-Sportler

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Was sind Fitness-Supplements?

Wer das Wort „Fitness-Supplements“ übersetzt, erhält die Begriffskombination „Ergänzungsmittel für Fitness(sport)“. Hier liegt bereits der erste wichtige Hinweis: Fitness-Supplemente sind keine Garantie für ein gesundes Leben und können die Versorgung mit wertvollen Nährstoffen nicht im Alleingang gewährleisten. Es handelt sich also um nicht mehr und nicht weniger als Ergänzungen, die auf einer soliden Basis eingenommen werden sollten.

Fitness Supplements: Ein Überblick mit Empfehlungen für Freizeit-Sportler
Der Nährstoffgehalt von Lebensmitteln ist Laien nicht immer bekannt.

Mit solider Basis gemeint ist eine Ernährungsweise, die im allgemeinen Sprachgebrauch als „ausgewogen“ bezeichnet wird. Viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, gelegentlich Fisch und Fleisch sowie Milchprodukte bilden die Empfehlungen der meisten Organisationen. Einem cleveren Ernährungsplan zu folgen, kann die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen weitestgehend ermöglichen, ist jedoch nicht leicht.

Beruflicher oder auch privater Stress, Zeitmangel und gelegentlich auch mangelndes Wissen führen dazu, dass der Ernährung nicht die Aufmerksamkeit geschenkt wird, die notwendig wäre. Über kurz oder lang kann das zu einem Mangel an Nährstoffen führen. Nährstoffmangel wiederum ruft in manchen Fällen Heißhunger hervor, was zu einer weiteren Verschlechterung der Ernährung führen kann.

An diesem Punkt setzen Supplemente an. Sie werden von Herstellern zusammengestellt und produziert, um Kunden die Möglichkeit zu geben, sich zusätzlich zur Ernährung mit Nährstoffen zu versorgen. Was früher noch ausschließlich medizinische Hintergründe hatte, griff schon bald auf die Fitness-Branche über. Sportler nämlich haben teilweise einen höheren Bedarf an Nährstoffen als Menschen, die ihren Körper nicht regelmäßig fordern. Fitness-Supplemente werden also entwickelt, um dem Körper zu geben, was er braucht und sollen Faktoren wie

  • die Leistungsfähigkeit
  • den Muskelaufbau
  • die Stoffwechsel-Aktivität
  • und die Regenerationsfähigkeit

optimieren.

Wer Fitness-Supplemente nehmen möchte, liegt damit also nicht grundsätzlich falsch. Es ist allerdings von größter Bedeutung, sinnvolle von unnötigen Präparaten unterscheiden zu können. Manche Produkte nämlich sind zwar teuer, haben jedoch keinen nennenswerten Effekt. Diese Präparate schröpfen das Budget und bringen Sportler dennoch nicht voran. Die folgenden vier Ergänzungsmittel aber haben durchaus ihre Daseinsberechtigung im Fitness-Sport:

1. Proteinpulver für Shakes

Protein, oder auch Eiweiß, gehört zu den sogenannten Makronährstoffen und fungiert im menschlichen Körper als Baustein für Muskelmasse und unterstützt wichtige Funktionen wie die Hormonbildung. Sportler sind auf eine ausreichende Proteinaufnahme angewiesen. Die allgemeinen Empfehlungen von Ernährungsorganisationen aber reichen hier nicht aus. So empfiehlt die DGE eine tägliche Aufnahme von rund 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Experten jedoch sehen das in Bezug auf die Versorgung von Sportlern anders. Wie auf forschung-und-wissen.de zu lesen ist, empfehlen Fachleute zwischen 1,6 und zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich für Kraftsportler.

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Proteinpulver stellen eine sinnvolle Nahrungsergänzung dar.

Ein achtzig Kilogramm schwerer Mann müsse dementsprechend 128 bis 160 Gramm Protein täglich zu sich nehmen. Gar nicht so leicht, wenn es an der notwendigen Zeit mangelt. Sich regelmäßig Proteinshakes zuzubereiten, kann die Aufnahme deutlich erleichtern. Sportler sollten darauf achten, zu hochwertigen Produkten mit guter biologischer Wertigkeit und ohne Zuckerzusatz zu greifen.

2. ZMA als Kombi-Präparat

Zink und Magnesium sind wichtige Mikronährstoffe, die sowohl bei Sportlern als auch untrainierten Menschen nicht fehlen sollten. Richtig kombiniert sollen Zink und Magnesium nicht nur das Immunsystem unterstützen, sondern auch den Aufbau von Muskeln und Kraft verbessern. In einem ZMA Präparat enthalten ist außerdem auch Vitamin B6, das die allgemeine Wirksamkeit von Zink und Magnesium optimiert.

Wie zecplus.de berichtet, belegten wissenschaftliche Studien einen Zusammenhang zwischen ZMA und der Testosteron-Ausschüttung. Wird mehr Testosteron gebildet, unterstützt das sowohl den Muskelauf- als auch den Fettabbau.  Dieses Ergänzungsmittel wird zumeist vor dem Schlafen eingenommen und kann so über Nacht wirken. Selbstverständlich ist es möglich, die drei Nährstoffe einzeln einzunehmen, doch mit einem ZMA Präparat gelingt das etwas komfortabler.

3. Creatin als Leistungs-Verbesserer

Es ist nicht möglich, ausreichend Creatin über die Ernährung zu sich zu nehmen. Da dieser Nährstoff jedoch nachgewiesenermaßen positive Effekte auf die Leistungsfähigkeit hat, ist die Einnahme eines Ergänzungsmittelns empfehlenswert. Wer regelmäßig trainiert und Creatin als Supplement nutzt, steigert die Fähigkeit seiner Muskeln, Creatinphosphat zu speichern. Creatinphosphat wiederum stellt Energie bereit, was die Leistungsfähigkeit verbessern kann.

Welche Form dieses Ergänzungsmittels sich am ehesten anbietet, müssen Sportler für sich selbst herausfinden. Monohydrat ist die günstigste Variante und wird im Allgemeinen gut vertragen. Wer dennoch Probleme mit der Verträglichkeit und Resorption hat, kann außerdem auch Ethyl-Ester Verbindungen oder Cre-Alkalyn ausprobieren.

4. Vitamin D, das „Sonnenvitamin“

Über wenige Vitamine wird so rege diskutiert, wie über Vitamin D. Dieses Vitamin kann von menschlichen Körper zwar selbst gebildet werden, jedoch nicht zu jeder Jahreszeit. Für die Bildung nämlich braucht es Sonnenstrahlen auf der Haut, weswegen eine Versorgung selbst im Sommer nicht zu jeder Tageszeit gleichermaßen gewährleistet ist. Vitamin D jedoch ist auch für Sportler wichtig, denn es optimiert die Verwertung von Calcium und unterstützt die Knochengesundheit. Auch das Immunsystem, das Gehirn, die Nerven und das psychische Wohlbefinden hängen von einer guten Vitamin D Aufnahme ab.

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Die Bildung von Vitamin D über die Haut ist selbst im Sommer nicht immer möglich.

Grundsätzlich gibt es einige Lebensmittel, die Vitamin D enthalten. Einige Beispiele hat menshealth.de zusammengestellt. Die empfohlenen Aufnahmemengen jedoch lassen sich im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung kaum generieren, weswegen ein Ergänzungsmittel durchaus sinnvoll ist. Sportler sollten Vitamin D3 bevorzugen, da es im Rahmen von Studien im Vergleich mit Vitamin D2 als wirksamer erachtet wird.

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