Naturheilkunde Praxistipps

Fenchel hilft bei Blähbauch

Lesezeit: 2 Minuten Fenchel (Foeniculum vulgare) wurde bereits im Altertum eingesetzt und wegen seiner verdauungsfördernden und magenberuhigenden Eigenschaften geschätzt. Er ist eine der ältesten bekannten Kultur- und Heilpflanzen. Bis heute ist Fenchel gemeinsam mit Anis und Kümmel das Mittel der Wahl bei Blähungen und Darmbeschwerden. Aber auch als schmackhaftes und gesundes Gemüse erfreut er sich wachsender Beliebtheit.

2 min Lesezeit
Fenchel hilft bei Blähbauch

Fenchel hilft bei Blähbauch

Lesezeit: 2 Minuten

Fenchel (Foeniculum vulgare) wurde bereits im Altertum eingesetzt und wegen seiner verdauungsfördernden und magenberuhigenden Eigenschaften geschätzt. Er ist eine der ältesten bekannten Kultur- und Heilpflanzen. Bis heute ist Fenchel gemeinsam mit Anis und Kümmel das Mittel der Wahl bei Blähungen und Darmbeschwerden. Aber auch als schmackhaftes und gesundes Gemüse erfreut er sich wachsender Beliebtheit.

Wenig bekannt ist, dass Fenchel früher als eines der wichtigsten Frauenmittel galt: Fenchel regt bei Stillenden den Milchfluss an, wirkt besänftigend und stärkt das Nervenkostüm. Die auch als Frauenfenchel bezeichnete Pflanze stimuliert außerdem den Zyklus der Frau und lindert Blutungsbeschwerden.

Heute hat Fenchel auch in der Kinderheilkunde Eingang gefunden. Fencheltee wirkt bei Babys und Kleinkindern beruhigend auf den Magen- und Darmtrakt. Dort normalisiert er die Entwicklung von Gasen.

Aber auch bei Erwachsenen beiderlei Geschlechts hilft Fencheltee vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen. Er löst Krämpfe, wärmt den Magen, fördert die Magen- und Darmtätigkeit sowie den Abgang von Gasen. Die ätherischen Öle stimulieren das Aufstoßen.

Außerdem wirkt Fenchel schleimlösend, keimtötend, nervenberuhigend und macht angenehm müde.

Als Heilmittel werden vor allen Dingen die Fenchelsamen verwendet. Um ihre heilende Wirkung vollständig entfalten zu können, müssen die Samen des Fenchels direkt vor ihrem Einsatz leicht gemörsert werden.

In der Küche dagegen werden die Fenchelknollen zu leckeren und vitamin- und mineralstoffreichen Gerichten zubereitet.

Zubereitung und Anwendung von Fenchel als Heilmittel

1. Fencheltee: Fenchelsamen können Sie in der Apotheke, im Reformhaus oder im Bioladen erwerben. Quetschen Sie die Samen des Fenchels zunächst leicht mit dem Mörser und übergießen Sie pro Tasse etwa 1 bis 3 TL mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten in einer Tasse mit Deckel ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Falls Sie den Tee für ein Baby kochen, reicht 1 TL Fenchelsamen aus.

Fencheltee ist hervorragend zur Linderung von Blähungen geeignet. Erwachsene sollten eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse Fencheltee trinken. Das regt gleichzeitig den Appetit an.

Lecker ist auch ein Tee, bei dem Sie zu gleichen Teilen Fenchel, Anis und Kümmel mischen. Diese Mischung beruhigt ebenfalls Magen und Darm.

Den Tee können Sie auch mit Wasser verdünnt – in einer Verdünnung von 1:1 – für Augenkompressen bei müden und brennenden Augen verwenden. Tränken Sie ein sauberes Tuch oder Wattepads damit und legen Sie diese für mindestens 15 Minuten auf die geschlossenen Augen. Das wirkt auch lindernd bei Bindehautentzündungen.

2. Fenchelöl: Fenchelöl (ebenfalls in der Apotheke, im Reformhaus oder im Bioladen erhältlich) eignet sich auch für ein Kopfdampfbad bzw. als Inhalation bei Erkältungen und Husten. Geben Sie 20 bis 30 Tropfen Fenchelöl in heißes Wasser. Inhalieren Sie die Dämpfe etwa zehn Minuten lang.

Bildnachweis: pilipphoto / stock.adobe.com

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