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Feinarbeit für den Rücken – auf die feinen Muskeln kommt es an

Lesezeit: 2 Minuten Eine der Hauptursachen für Schmerzen im Rücken sind geschwächte Muskeln im Rumpf. Das haben viele Betroffene erkannt und trainieren regelmäßig ihre Rumpfmuskeln. Viel wichtiger als die großen Muskeln sind aber die feinen Muskeln, die tief im Gewebe sitzen. Aber die sind gar nicht so einfach zu trainieren.

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Feinarbeit für den Rücken – auf die feinen Muskeln kommt es an

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Unser Rücken und die Wirbelsäule sind fein justierte Präzisionsinstrumente, die minimale Bewegungen ausführen und korrigieren können müssen. Würde dieses Instrument nicht so exakt funktionieren, würden wir sogar beim Stehen dauernd aus dem Gleichgewicht geraten. Noch schwieriger wird die Kontrolle wenn wir gehen, laufen oder springen. Dann ist eine Vielzahl an Muskeln damit beschäftigt, den Körper aufrecht zu halten.

Im Rücken sind ein Viertel der Muskeln

Zur Verdeutlichung: der menschliche Körper hat rund 640 große und kleine Muskeln. Rund 150 davon, also knapp ein Viertel, wirken direkt auf die Wirbelsäule ein. Die größte Anzahl davon sind nicht die großen Muskeln, die außen im Körper sitzen und bei jeder Kontraktion ertastet werden können, sondern feine Muskeln, die tief im Gewebe sitzen und direkt an der Wirbelsäule und zwischen den Wirbeln anliegen. Wie fit und gesund unser Rücken ist, bestimmen genau diese Muskeln.

Bekannt sind diese Muskeln auch als tiefe Rückenmuskeln. Sie verlaufen zwischen den einzelnen Wirbelkörpern entweder schräg oder parallel. Dabei stabilisieren sie nicht nur die Wirbelsäule, sondern bewegen, führen und sichern die Wirbelsäule bei allen Bewegungen. Auch wenn sie keine großen Kräfte entfalten können, sind sie für den Körper dennoch unverzichtbar.

Denn die Menge der Muskeln ist es, die letztendlich dafür sorgt, dass unsere Wirbelsäule in einem stabilen Gleichgewicht gehalten werden kann. Jeder einzelne Muskel muss auch keine große Kraft entwickeln, sondern in seinem kleinen Segment präzise arbeiten. Daher sind sie auch eher fein und filigran statt groß und mächtig, da sie bei jeder Bewegung exakt arbeiten müssen.

Kleine Muskeln halten den Rücken stabil

Problematisch wird es nun, wenn einige der tiefen Rückenmuskeln geschwächt sind. Dann können sie die Wirbelsäule nicht mehr stabil halten. Dadurch gerät das ganze System aus der Balance und andere Rumpfmuskeln müssen mehr Arbeit übernehmen. Es kommt zu einem Ungleichgewicht, das letztendlich in den typischen Rückenschmerzen endet. Die kleinen Rückenmuskeln lassen sich nicht bewusst ansteuern, wie etwa der Bizeps im Arm oder die Wadenmuskeln. Dadurch lassen sie sich auch nicht so einfach trainieren.

Um die kleinen Muskeln zu kräftigen, helfen vor allem Rotationsbewegungen, bei denen die tiefen Rückenmuskeln unwillkürlich mitarbeiten müssen, wodurch sie letztendlich auch gekräftigt werden.

Übung für den Rücken

Eine gute Übung ist beispielsweise das Hacken. Stellen Sie sich dafür aufrecht hin, die Füße etwa schulterbreit, die Beine sind ganz leicht gebeugt. Lassen Sie die Arme seitlich am Körper und heben Sie die Unterarme bis zu einem 90 Grad Winkel an.

Führen Sie anschließend mit den Unterarmen rund 20 Sekunden kleine schnelle Hackbewegungen durch. Dies kräftigt die tiefe Rückenmuskulatur, da die kleinen Muskeln bei jedem Haken sofort Ausgleichsbewegungen machen müssen. Und bei jeder Bewegung werden die Muskeln gekräftigt.

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