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Farbenkunde für das Streichen von Innenräumen und Feuchträumen

Lesezeit: 2 Minuten Stehen Sie auch immer im Baumarkt und wissen nicht, welche Farbe die Richtige für das Streichen Ihrer Innenräume ist? Das wundert nicht, denn mittlerweile ist die Auswahl an Farben so groß, dass die Entscheidung schwerfällt. Diese kleine Farbenkunde für das Streichen von Innenräumen und Feuchträumen soll Ihnen die Entscheidung ein wenig erleichtern.

2 min Lesezeit
Farbenkunde für das Streichen von Innenräumen und Feuchträumen

Farbenkunde für das Streichen von Innenräumen und Feuchträumen

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Weiße Wandfarben für Innenräume

Die klassische weiße Wandfarbe besteht hauptsächlich aus Wasser, Farbpigmenten und Bindemitteln, meist Kunst- oder Naturharz. Doch bei der Verwendung der weißen Wandfarbe ist Vorsicht geboten. Die Farbe enthält Konservierungsmittel wie Formaldehyd oder andere flüchtige organische Verbindungen.

Diese Konservierungsmittel können beim Streichen ausgasen und bei empfindlichen oder kranken Menschen sowie bei Kindern schwere Allergien auslösen. Achten Sie daher beim Kauf auf das Gütesiegel „Der Blaue Engel“. Diese Institution achtet sehr genau darauf, dass alle Inhaltsstoffe eine gesunde Dosierung aufweisen und das auf der Verpackung auf die Inhaltsstoffe hingewiesen wird.

Dispersionsfarbe für Innenräume und Feuchträume

Im Gegensatz zur weißen Wandfarbe zeichnet sich die Dispersionsfarbe dadurch aus, dass sie aufgrund ihrer hohen Deckkraft für die unterschiedlichsten Untergründe verwendet werden kann. Die Dispersionsfarbe ist zähflüssige und lässt sich dadurch hervorragend gleichmäßig auftragen.

Zudem ist sie gegenüber der herkömmlichen weißen Wandfarbe fast geruchslos und trocknet sehr schnell. Darüber hinaus eignet sich die Dispersionsfarbe auch für Feuchträume sehr gut, da die Farbe die Wasserdampf-Diffusionsfähigkeit (Dampfsperrwert) des Anstriches sicherstellt. Schwitzwasserbildung wird dadurch weitestgehend vermieden.

Latexfarben für Feuchträume und stark beanspruchten Räumen

Für Feuchträume wie beispielsweise das Bad und die Küche und bei stark beanspruchten Wänden und Decken sind wasserabweisende, scheuerfeste und abriebfeste Latexfarben die beste Wahl. Latexfarben auf Harzdispersionsbasis lassen sich durchaus mit Dispersionsfarbe überstreichen.

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie eine hochglänzende Latexfarbe nicht mit einer dünnen und matten Wandfarbe überstreichen. Ansonsten kann es zu Rissen im Anstrich kommen. Die echten Latexfarben hingegen sind sehr schwierig zu überstreichen und zu tapezieren, da die überaus glatte Oberfläche eine Haftung verhindert.

Dekorationsfarben für wirkungsvolle Effekte in Innenräumen

Möchten Sie in Ihren Räumen traumhafte und wirkungsvolle Effekte erzielen? Dann nehmen Sie für Ihre Innenräume durchsichtige, transparente Dekorationsfarben. Kaufen Sie aber Dekorationsfarben mit Anteilen von Farbpigmenten und Farbstoffen. Denn diese Farben lassen sich hervorragend auf Dispersionsfarbe punktuell oder flächendeckend mit der Rolle auftragen. Das Ergebnis sind tolle und wirkungsvolle Effekte.

Strukturfarbe als Alternative zur Raufasertapete

Strukturfarbe ist eine gute Alternative zur altbewährten Raufasertapete. Die Strukturfarbe ist mit feinem Quarzsand durchsetzt und ergibt beim Aufstreichen auf einen glatten Putz oder einer Gipsfaserplatte automatisch eine lebendige Oberflächenstruktur. Zudem können Sie mit der Strukturfarbe aufgrund ihrer Konsistenz kleine Risse und Unebenheiten ohne Vorspachteln ausgleichen.

Isolier- und Absperrfarbe gegen Wasserflecke, Schmutz und Nikotin

Weisen Ihre Wände und Decken viele Flecken auf, zum Beispiel Schmutz-, Ruß-, Nikotin-, Wasserflecken, Filzstifte, Lippenstift usw., dann hilft ein Voranstrich mit einer Isolier- und Absperrfarbe. Die Isolier- und Absperrfarbe wird vor dem eigentlichen Anstrich auf die verschmutzten Stellen aufgetragen und verhindert so ein Durchscheinen der Flecken nach dem Hauptanstrich.

Bildnachweis: gradt / stock.adobe.com

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