Fotografie Praxistipps

Farb- oder Schwarzweißfotografie? So entscheiden Sie sich richtig

Lesezeit: 2 Minuten Vor vielen Jahren, als es noch nicht möglich war, in Farbe zu fotografieren, wurde alles in schwarz und weiß abgelichtet. Als dann die Farbfotografie möglich wurde, folgten auch die Fotografen dieser Entwicklung und knipsten ihre Bilder in den verschiedensten Farben. Heute hat man als Fotograf die Qual der Wahl. Mit einigen Tipps sollte die richtige Entscheidung aber kein Problem mehr sein.

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Farb- oder Schwarzweißfotografie? So entscheiden Sie sich richtig

Farb- oder Schwarzweißfotografie? So entscheiden Sie sich richtig

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Schwarzweißfotografie: Welche Motive auswählen?

Es gibt Motive, die sind quasi prädestiniert für die Schwarzweißfotografie; andere Motive sollten lieber in ihrer ganzen Farbpracht fotografiert werden. Schwarzweiß empfinden wir häufig als etwas seriöser, auch vermittelt es schnell den Eindruck von Professionalität. Nicht umsonst gibt es Aktbilder fast ausschließlich in Schwarzweiß.

Generell können Sie sich Porträts eigentlich immer in Schwarzweiß vornehmen. Das liegt daran, dass durch die fehlende Farbigkeit die Haut fast immer angenehm aussieht, wenn man hier mit Farbe arbeitet, kann das Ganze schnell mal in die Hose gehen: Schweinchenrosa, gelb, grün – mit Sicherheit haben auch Sie schon so einige Porträts gesehen, die in die Hose gegangen sind.

Bilder interessant gestalten

Wenn Sie ein Bild in Schwarzweiß ablichten möchten, dann braucht dieses Bild immer etwas Interessantes. Ein langweiliges Bild wird durch die fehlenden Farben letztendlich auch nicht besser! Dieses interessante Element könnte zum Beispiel eine sehr klare und deutliche Linienführung sein, ein besonders spektakuläres Motiv oder ein Motiv mit einer sehr klaren und außergewöhnlichen Struktur. Seien Sie generell vorsichtig mit Landschaftsaufnahmen.

Diese bieten zwar eine Fülle von Farben – doch sobald diese Farben wegfallen, erhält man ein Bild ohne große Kontrastunterschiede. Versuchen Sie diesem Effekt entgegenzuwirken, indem Sie beispielsweise mit Gegenlicht fotografieren. So erhalten Sie innerhalb Ihres Bildes unterschiedliche Helligkeitsebenen und es zeigen sich neue Konturen – auch und vor allem in Schwarzweiß. Manchmal sind es einfach die Farben, die einen Bildausschnitt oder ein Motiv interessant werden lassen. Finger weg von diesen Motiven in Bezug auf Schwarzweißfotografie – die Farben sind hier ein essenzielles Element.

Bilder erst nachträglich bearbeiten

Ganz generell sollten Sie – wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Foto in Schwarzweiß abzulichten – nicht den Schwarzweißmodus der Kamera wählen, sondern das Bild nachträglich am Computer bearbeiten und umwandeln. Diese Art der Schwarzweißfotografie ist zwar ein wenig umständlicher und beansprucht mehr Zeit, dafür werden Sie aber auch mit wesentlich besseren Ergebnissen belohnt.

Der Grund, warum Bilder erst nachträglich bearbeitet werden sollten, ist der, dass der Schwarzweißmodus der Kamera alle Bilder auf die gleiche Art und Weise umwandelt. Und das, obwohl ein Landschaftsbild ganz andere Kontraste, Farben und Helligkeiten aufweist als ein Porträt. Am Computer können Sie auf diese Unterschiede genau eingehen und können Sie herausarbeiten.

Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, die Ergebnisse von normaler und von Schwarzweißfotografie direkt miteinander zu vergleichen. Denn manchmal ist eine der beiden Varianten die eindeutig bessere, gelegentlich gibt es aber auch Fälle, in denen beide Ergebnisse ihre Berechtigung haben. Bei einem Bild mit einigen wenigen Farben, die in Schwarzweiß unterschiedliche Graustufen erzeugen, wäre das beispielsweise der Fall.

Bildnachweis: Delphotostock / stock.adobe.com

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