Homöopathie Praxistipps

Exostosen beim Menschen mit klassischer Homöopathie behandelbar

Es handelt sich bei den so genannten Exostosen, den Ganglien, Überbeinen oder auch Kapselgeschwulsten um eine aus überlastungsbedingten Reizzuständen entstandene knotenförmige oder auch eiförmige Schwellung unter der Haut, welches sich mit dem richtigen homöopathischen Arzneimittel gut behandeln lässt.

Exostosen beim Menschen mit klassischer Homöopathie behandelbar

Exostosen beim Menschen mit klassischer Homöopathie behandelbar

Ganglien oder auch Exostosen genannt bilden sich durch überlastungsbedingte Reizzustände der entsprechenden Gelenkapseln oder bei zu schwachen Sehnenscheiden. Hierbei bildet sich reaktiv eine übermäßige Gelenksflüssigkeit, die sich Synovia nennt. Durch den zu hohen Druck bricht das umliegende Weichteilgewebe auf und die gallertartige Synovialflüssigkeit bildet einen unterteilten Hohlraum mit verschiedenen Kammern.

Diese harmlose und jedoch auch schmerzhafte Erkrankung betrifft häufig Frauen im Alter zwischen den 20. und 30. Lebensjahr. Es kristallisieren sich folgende Leitbeschwerden durch ein entstandenes Überbein:

  • es entsteht ein prall-gefüllter, von erbsen- bis kirschkerngroßer Knoten oder gar eine eiförmige Schwellung am Handgelenk unter der Haut sitzend.
  • Es können jedoch auch Finger, die Ellenbogen, Kniegelenke, die Rückseite des Knies (dann bezeichnet man dies als so genannte Bakerzyste) oder auch der Fußrücken betroffen sein
  • es kann zu bewegungsabhängigen Beschwerden bis hin zu Dauerschmerzen, Druckempfindlichkeit und auch Druckschmerz sowie Parästhesien (Kribbeln oder Ameisenlaufen) bis hin zu Taubheitsgefühlen kommen. Hierbei sollte dann genau geschaut werden, dass keine Nervenwurzeln betroffen sind. Ist dies der Fall, muss umgehend chirurgisch eingegriffen werden

Allopathisch als auch in der Naturheilkunde können unter sterilen Bedingungen das Ganglion mittels einer größeren Hohlnadel angestochen und somit ausgesogen werden. In der Regel bildet sich bei Ruhigstellung des entsprechend betroffenen Gelenkes dieses Überbein innerhalb einiger Wochen zurück. Wird es jedoch als störend oder gar sehr schmerzhaft empfunden, wird es in der Regel operativ entfernt.

In der Krankheitsphase sollte das entsprechende Gelenk auf jeden Fall geschont werden und nicht durch extreme Gelenkarbeiten weiterhin belastet werden. Des Weiteren sollte eine basische Grundversorgung mit Umschlägen von Basensalben durchgeführt werden. Hierrbei haben sich auch Umschläge mit Luvos Heilerde als sehr erfolgsversprechend herausgestellt.

Ganglien oder auch Überbeine (Exostosen) lassen sich hervorragend mit dem entsprechenden homöopathischen Arzneimittel gut behandeln:

Mittel der ersten Wahl ist erst einmal Symphytum officinale D6 (Beinwell)

  • Es wird eingesetzt bei Reaktionen von Knochenhaut und Gelenken,
  • Nach Gelenksoperationen
  • bei Rezidiven und bei bestehenden Arthrosen

Medikation: 3 x täglich 5 Globuli lutschend einnehmen

Ruta graveolens D6 (Weinraute)

  • wird eingesetzt bei schmerzhaft warmen Überbeinen
  • bei bestehender Druckempfindlichkeit und Druckschmerzhaftigkeit
  • Wenn es durch feuchte Umschläge sich die Schmerzen erhöhen
  • wenn leichte Bewegungsabläufe und Kältekompressen das Geschehen verbessern

Medikation: 3 x täglich 5 Globuli lutschend einnehmen

Acidum hydroflouricum D6 (wässrige Flusssäure)

  • Einsatz des Arzneimittels bei bestehen älterer Exostosen (Überbeine)
  • Es wird nur die gesunde Seite für tägliche Aktivitäten benutzt, man liegt auch nur auf der gesunden Seite, die erkrankte Seite ist einfach zu sehr druckempfindlich und druckschmerzhaft

Medikation: 3 x täglich 5 Globuli lutschend einnehmen.

Einige Heilpraktikerkollegen verwenden auch das Mittel Hekla lava in der Potenzierung D12

Es handelt sich dabei um das homöopathisierte Eruptionsmaterial eines Vulkans auf Island. Es wird bei Exostosen, knorpelige Veränderung des Kiefergelenkes sowie bei jeglichen Knochenauswüchsen gerne eingesetzt.

Die Medikation dieses Mittel beträgt ebenfalls 3 x täglich 5 Globuli.

Die oben aufgeführten Arzneimittel sollten mindestens 14 Tage genommen oder verabreicht werden.

Es hat sich jedoch auch das Mittel Formica Rufa (rote Waldameise) als Ampullen in der Potenzierung D30 sehr bewährt. Es wird direkt in das Überbein unter sterilen Bedingungen gespritzt. Dieses Arzneimittel hat sich auch bei rheumatischen Erkrankungen sehr bewährt.

Innerhalb der Behandlungszeit und auch Wochen danach sollte auf eine basenreiche Ernährung geachtet werden und regelmäßig ein gutes Basenpräparat zu sich genommen werden. Denn nur durch ein saures Millieu kann sich ein Überbein am überlasteten Gelenk bilden.

Bildnachweis: J.Mühlbauer exclus. / stock.adobe.com

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