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Erythrozyten haben diese Aufgabe im Blut

Lesezeit: 2 Minuten Ein erwachsener Mensch verfügt über 5 bis 6 Liter Blut, welches eine Transportfunktion im Körper innehat. Dabei machen die roten Blutkörperchen, auch Erythrozyten genannt, den größten Anteil aus.

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Erythrozyten haben diese Aufgabe im Blut

Erythrozyten haben diese Aufgabe im Blut

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Ihr Name stammt vom griechischen „erythrós“ und „kýtos“, was rote Hülle bedeutet und daraus lässt sich die Hauptaufgabe ableiten.

Erythrozyten: Definition

Hinter diesem Begriff verbergen sich etwa 25 Billionen scheibenförmige Gestalten im Blut eines jeden Menschen. Die Körperchen bestehen neben Wasser zu 90 Prozent aus Hämoglobin. Dieses Protein bindet den Sauerstoff und verleiht dem Blut seine rote Farbe. Darüber hinaus enthält es einen deutlich geringeren Teil an weißen Blutzellen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Die erste Gruppe ist für das Immunsystem und die zweite Gruppe für die Blutgerinnung zuständig.

Mit bloßem Auge sind Erythrozyten nicht erkennbar, denn sie sind lediglich 7,5 µm (Mikrometer) groß. Eine Kette von 100.000 roten Blutkörperchen würde 1 Zentimeter entsprechen. Im Knochenmark werden täglich circa 200 Milliarden neue Blutzellen gebildet, die eine Lebensdauer von etwa 4 Monaten haben. Würde man alle Erythrozyten ausbreiten, ergäbe das eine Fläche von 4.000 m² – eine unglaubliche Zahl.

Funktion und Aufgabe

Die roten Blutzellen haben eine lebenswichtige Funktion: Sie müssen den Sauerstoff aus der Lunge in den restlichen Körper transportieren. Das geschieht über den arteriellen Kreislauf und die arteriellen Kapillaren, bis die Erythrozyten bei den Zellen ankommen. Dabei wird der Sauerstoff an das Hämoglobin gebunden, was ihm quasi als „Transporter“ dient. Sobald dieses Element verbraucht wurde, wird das entstandene Kohlenstoffdioxid in die Lunge zurückbefördert. Der Mensch atmet es mit einem Atemzug wieder aus.

Diagnose von Krankheiten

Der Arzt nimmt Blut ab, um es fachgerecht zu untersuchen. Das Ergebnis ist eine Liste mit Blutwerten, woraus sich mögliche Krankheiten ablesen lassen.

Um die genaue Anzahl zu ermitteln, zieht der Mediziner den Hämatokrit-Wert zurate. Dafür ist eine gerinnungsfreie Blutprobe erforderlich, welche in einem Glasröhrchen zentrifugiert wird. Durch die schnelle Drehung trennen sich die einzelnen Schichten voneinander. Damit das Blut nicht gerinnt, erhält es eine Zugabe von EDTA oder Heparin. So können sich die schweren Erythrozyten vom Blutplasma absetzen. Männer verfügen über einen Wert von 40 bis 53 Prozent, während Frauen 36 bis 48 Prozent haben sollten.

  1. Vermehrte Anzahl an Blutzellen: Nach einem längeren Höhenaufenthalt kann sich der Wert an roten Blutkörperchen erhöhen. Der gleiche Effekt tritt bei Mangel von Flüssigkeit auf. Doch eine hohe Blutzellen-Anzahl kann auf Hormonstörungen, Lungenkrankheiten oder Nierenerkrankungen hindeuten. Eine bösartige Produktion im Knochenmark wird als Polyzythämie bezeichnet, bei der sich die Blutzellen unkontrolliert vermehren.
  2. Niedriger Wert an Erythrozyten: Eine Blutarmut wird auch als Anämie bezeichnet. Meistens weist eine verminderte Anzahl auf einen Eisen- oder Vitaminmangel hin. Vor allem das Vitamin B12 und die Folsäure sind für einen Mangel ursächlich. Eventuell steckt ein Blutverlust infolge eines Unfalls dahinter. Zudem kann ein überaus niedriger Wert auf ernste Erkrankungen wie Leukämien oder Tumore aufmerksam machen.

Behandlungsmöglichkeiten

In der Regel genügt eine Blutuntersuchung unter Herannahme der jeweiligen Symptome. So lässt sich die Ursache für die Erkrankung feststellen. Fehlt es an Blutzellen, muss der Patient zeitweise Eisen und Vitamine aufnehmen. Bei schweren Fällen ist eine Bluttransfusion notwendig. Sind zu viele Erythrozyten vorhanden, könnte ein „Aderlass“ durchgeführt werden. Bleibt eine Genesung aus, sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Fazit

Die roten Blutkörperchen sind für den Transport von Sauerstoff zuständig. Damit tragen sie eine große Verantwortung, denn ein jeder Mensch ist auf dieses Element angewiesen. Zum Glück befinden sich im Körper über 25 Billionen kleine Helfer, welche diese Aufgabe tagtäglich zuverlässig erfüllen.

Bildnachweis: orelphoto / stock.adobe.com

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