Gesundheit Praxistipps

Erste-Hilfe bei Knochenbrüchen

Knochenbrüche tun nicht nur weh, sie können auch - bei unsachgemäßer Behandlung - eine sehr langwierige Behandlung nach sich ziehen. Dabei kommt es aber auch auf das Alter an, in dem man sich besagte Knochenbrüche zuzieht. Während bei Kindern eine schnelle Heilung erwartet werden kann, so trifft es besonders ältere Menschen oft härter. Sie haben, je nach Schwere, Ihr Leben lang damit zu kämpfen.

Erste-Hilfe bei Knochenbrüchen

Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder bilden zusammen den Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen. Bestimmte Knochen, wie der Schädel und der Brustkorb, schützen innen liegende Organe. Alle Knochen sind ähnlich aufgebaut. Im Innern befindet sich das Knochenmark, dann kommt die harte Knochenrinde und außen befindet sich die Knochenhaut, in der die Nervenzellen eingebettet sind.
Daher empfinden wir auch große Schmerzen, wenn wir einen Knochenbruch erleiden.

Knochenbrüche entstehen meistens durch Gewalteinwirkung von außen, wie z. B. einem Sturz. Spontane Knochenbrüche sind sehr selten und betreffen häufig ältere Menschen durch Übermüdung der Knochen.

Generell werden Knochenbrüche in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Geschlossener Bruch
  • Offener Bruch

Von einem geschlossenen Bruch spricht man, wenn die Außenhaut im Bereich des Bruches nicht verletzt ist. Beim offenen Bruch befindet sich dagegen in diesem Bereich eine Wunde.

Wie kann ich nun erkennen, dass es sich um einen Knochenbruch handelt? Folgende Merkmale weisen darauf hin:

  • Fehlstellung
  • abnorme Beweglichkeit
  • Knochensplitter in der Wunde
  • Schwellung
  • Schmerzen
  • Funktionsstörung
  • Schonhaltung

Vor allem bei  Unterarmbrüchen kann man sehr gut beobachten, dass sich der Betroffene in eine so genannte "Schonhaltung" begibt. Dabei winkelt er den Arm an und hält ihn mit der anderen Hand fest an den Körper.

Was ist bei einem Knochenbruch zu tun?
Wie immer erst mal Ruhe bewahren und sich einen Überblick über die Situation verschaffen. Erste Maßnahmen können sein:

  • Ist eine Verletzung vorhanden, diese mit einem sterilen Tuch abdecken.
  • Kühlen, damit die Schwellung nicht zu stark wird. Außerdem nimmt die Kälte einen Teil der Schmerzen.
  • Versuchen Sie bei Arm- oder Beinbrüchen die Extremitäten (nennt man im Fachchinesisch so) ruhig zu stellen. Sollte dies nicht möglich sein, lassen Sie am besten alles so, wie es ist.
  • Notruf absetzen: 112

Hier nochmal die Fragen:

  • Wo – ist der Notfall?
  • Was – ist geschehen?
  • Wie viele – Verletzte gibt es?
  • Welche – Verletzungen?
  • Wer – ruft an?

Die Gefahr bei Knochenbrüchen begründet sich darin, dass durch den Unfall selbst, aber auch durch unnötige Bewegungen im Nachhinein, Nerven und Blutgefäße verletzt werden können. Vor allem besteht die Gefahr von inneren Blutungen bei Oberschenkelhals- und Beckenbrüchen. In diesem Bereich hat eine Menge Blut Platz. Hohe Schock und damit Lebensgefahr!

Im Brustbereich treten die meisten Komplikationen dadurch auf, dass eine Rippe die Lungen verletzt. Der Patient klagt in diesem Fall über massive Schmerzen und bekommt kaum noch Luft.

Vorsicht bei Wirbelsäulenverletzungen! Sollte ein Verunglückter nach einem Sturz über Rückenschmerzen klagen, sollten Sie diese Person auf gar keinen Fall in eine andere Lage bringen! Große Ausnahme: die Vitalfunktionen (Atmung, Puls) sind bedroht! Nur dann den Patienten aus der Gefahrenzone retten, in die stabile Seitenlage bringen und/oder ggf. die Herzlungenwiederbelebung durchführen.

Haben Sie keine Angst. Bei älteren Menschen würde ich immer empfehlen, alles so zu lassen, bis Hilfe gekommen ist. Da man bei älteren Menschen mit Komplikationen rechnen muss, ist hierbei Vorsicht geboten. Kinder stecken Knochenbrüche meist sehr gut weg. Oftmals ist alles schon vergessen, wenn erst der bunte Gips dran ist!

So, mit diesen Informationen lasse ich Sie nun wieder allein und wünsche eine gesunde und heile Zeit.

Bis zum nächsten "Einsatz".

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