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Erste eigene Wohnung: Was müssen Sie beachten?

Lesezeit: 2 Minuten Egal, ob es der eigene Wunsch ist oder die Notwendigkeit: Wenn Sie aus der elterlichen Wohnung ausziehen, weil Sie eine Berufsausbildung oder ein Studium beginnen, müssen Sie einiges berücksichtigen. Hier erfahren Sie, was man beim Einzug in die erste eigene Wohnung alles beachten muss.

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Erste eigene Wohnung: Was müssen Sie beachten?

Erste eigene Wohnung: Was müssen Sie beachten?

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Renovierung und Einrichtung der ersten eigenen Wohnung

Oft stehen vor dem Einzug in die erste eigene Wohnung Maler- oder Tapezierarbeiten an. Erste Aktion ist die genaue Vermessung der Wohnflächen, einschließlich der Wandflächen, Türaussparungen und der Fenster. Bevor man an die Arbeit geht, muss geplant werden:

  • Wie viel Geld steht zur Verfügung?
  • Welches und wie viel Material (Tapeten/Farben/Arbeitsgeräte) brauche ich?
  • Wie soll die Einrichtung aussehen?
  • Wer kann mir beim Einrichten helfen?

Da die finanziellen Möglichkeiten der meisten Jugendlichen begrenzt sind, nehmen viele die Möbel aus ihrem Kinderzimmer mit. Ebenfalls lohnt es, sich in der Familie oder im Bekanntenkreis nach nicht mehr benötigten Haushaltgegenständen umzuhören oder sich bei Haushaltsauflösungen oder Internetauktionen umzusehen.

Mit einem Grundriss der ersten eigenen Wohnung findet man die günstigsten Positionen für die Möbel und die entsprechende farbliche Gestaltung der Wände heraus. Hier sollte man allerdings einen Blick in den Mietvertrag werfen, da einige Vermieter bei Auszug auf weiße Wände bestehen.

Formalitäten beim Einzug in die erste eigene Wohnung

Die erste eigene Wohnung bringt nicht nur mehr Freiheit mit sich, sondern nimmt die Jugendlichen auch in die Pflicht. Nach dem Umzug müssen sie sich innerhalb von 14 Tagen beim zuständigen Einwohnermeldeamt ummelden.

Neben dem Personalausweis ist der Mietvertrag vorzulegen. Ist der Lebensmittelpunkt innerhalb eines Jahres überwiegend in der neuen Wohnung, so muss dort auch der Hauptwohnsitz angemeldet werden. Für Zweitwohnsitze wird in einigen Städten eine Zweitwohnungssteuer berechnet. Umgekehrt gibt es Begrüßungsgeld für die Anmeldung als Erstwohnsitz. Darüber kann man sich bei der Ummeldung vor Ort informieren.

Außerdem gibt es folgende Dinge zu organisieren:

  • Stromanbieter suchen – für Single-Haushalte gibt es spezielle Angebote. Als Startverbrauch nimmt man etwa 1000 Kilowattstunden pro Jahr.
  • Telefon-, Internet- und Fernsehanbieter checken – nach speziellen Angeboten für Auszubildende, Studenten oder junge Leute fragen und Kündigungsfristen beachten.
  • bei der GEZ anmelden – Befreiung gibt es nur, wenn man Bafög erhält. Die Befreiung muss genauso wie das Bafög jedes Jahr neu beantragt werden.

Versicherungen für die erste eigene Wohnung

Für die erste eigene Wohnung ist eine Hausratversicherung unbedingt ratsam. So sind vor allem teure technische Geräte gegen Schäden durch Feuer, Wasser, Einbruch oder Blitzschlag abgesichert. Darauf sollte man aus Kostengründen auf keinen Fall verzichten. Im Internet gibt es Hausratsversicherungen bereits unter 20 Euro pro Jahr.

Ein absolutes Muss ist eine private Haftpflichtversicherung. Ledige Auszubildende und Studenten sind dabei bis zum Ende der Ausbildung kostenfrei über ihre Eltern mitversichert. Wer eigenes Geld verdient, sollte dringend eine eigene Police abschließen.

Hausstand für die erste eigene Wohnung

Ab sofort sind die Jugendlichen für haushaltstypische Arbeiten wie Putzen, Waschen und Kochen selbst verantwortlich. Sie müssen es daher lernen, sich selbst zu organisieren. Voraussetzung ist das Vorhandensein der wichtigsten Utensilien für die Hausarbeit. Hier kann man sich in zahlreichen Checklisten im Netz orientieren oder einfach auf Muttis Erfahrungsschatz zurückgreifen. Das betrifft vor allen Dingen folgende Bereiche:

  • alles für die Küche – neben Besteck und Geschirr zum Beispiel auch an Toaster, Sieb, Schneebesen, Schöpfkelle, Pfannenwender, Flaschen- und Dosenöffner, Mülleimer, Topflappen oder Spülmittel denken
  • alles fürs Bad – zum Beispiel WC-Bürste, Toilettenpapier, WC-Reiniger, Zahnbürste und Zahnpasta
  • Putzsachen wie Eimer, Besen, Handfeger, Lappen, Reinigungsmittel
  • Hygieneartikel wie Taschentücher, Binden, Hausapotheke und Verbandmaterial
  • Werkzeuge wie Hammer, Schraubendreher, Zange, kleine Leiter, Schere
  • Lebensmittelgrundausstattung wie Salz, Pfeffer, Zucker, Mehl, Tee, Öl, Nudeln, Tütensuppen, Konserven

Nicht zuletzt sollte man seinen Nachbarn freundlich gegenübertreten und rechtzeitige Absprachen über die Reinigung der Gemeinschaftsanlagen treffen.

Bildnachweis: detailblick-foto / stock.adobe.com

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