Familie Praxistipps

Erschöpfte Mütter entspannen sich mit diesen 10 Tipps

Lesezeit: 5 Minuten Essen kochen, die Wohnung putzen oder die Kinder zum Kindergarten bringen – Mütter sind immer im Stress. Zwischen all diesen Terminen fällt es schwer, sich zu entspannen. Bevor Sie unter der Last der Verantwortung zusammenbrechen, probieren Sie doch einmal diese zehn praxiserprobten Tipps aus.

5 min Lesezeit
Erschöpfte Mütter entspannen sich mit diesen 10 Tipps

Erschöpfte Mütter entspannen sich mit diesen 10 Tipps

Lesezeit: 5 Minuten

Im folgenden Artikel erhalten Sie 10 Tipps zum Entspannen

1. Verkürzen Sie Ihr Arbeitsprogramm

Viele Mütter übernehmen gerne die Verantwortung: Sie planen und organisieren den Haushalt und den Beruf und versuchen außerdem noch das Leben der Kinder zu managen. Oft muten sich Frauen dabei zu viel zu. Wer ständig neue Aufgaben übernimmt, rennt quasi von Termin zu Termin. Kommt dann ein Stau oder etwas Unvorhergesehenes dazwischen, liegen schnell die Nerven blank.

Entspannen Sie Ihr Leben, indem Sie Ihr Arbeitspensum entschlacken. Denn es gibt viele Aufgaben, die Andere genauso gut erledigen können. Die Großeltern freuen sich bestimmt, wenn sie die Enkel von der Kita abholen dürfen. Und wenn es passt, kann auch Ihr Partner die Kinder zu Terminen kutschieren. Sind die Kinder alt genug, können Sie auch alleine zum Sport gehen. Oder Sie gründen mit anderen Müttern Fahrgemeinschaften.

Tipp: Übernehmen Sie nicht immer automatisch alle anfallenden Aufgaben sondern lernen Sie „Nein“ zu sagen. Viele Tätigkeit können Sie delegieren.

2. Hausarbeit teilen

Wenn Sie berufstätig sind, ist es gerecht, die Hausarbeit mit der Familie zu teilen. Stellen Sie die Familienmitglieder aber nicht in einem gestressten Moment zu Rede sondern bitten Sie um Verständnis für Ihre angespannte Situation. Ihr Partner übernimmt sicher gerne einen Teil der Arbeit, zum Beispiel Müll entsorgen, Staubsaugen, Abwasch oder Einkauf. Und auch kleine Kinder können schon anpacken und zum Beispiel regelmäßig das Zimmer aufräumen oder Staub wischen.

Tipp: Verzichten Sie auf zeitraubende Aktionen wie den Frühjahrsputz. Stattdessen reinigen Sie jede Woche einen Schrank oder eine Schublade. So verteilt sich die Arbeit und Sie haben trotzdem ein aufgeräumtes Zuhause.

3. Verzichten Sie auf Perfektionismus

Der Haushalt glänzt wie von Meister Proper geputzt, den Kindern wird ein vollständig ausgereiztes Freizeitangebot geboten und für den Partner spielen Sie auch noch die geheimnisvolle Geliebte. Ganz ehrlich, das schafft niemand. Ein übertriebener Perfektionismus führt Sie höchstwahrscheinlich direkt in den Burnout.

Es macht gar nichts, wenn sich der Abwasch in der Küche stapelt und die Kinder brauchen Sie auch nicht rund um die Uhr zu bespaßen. Ändern Sie Ihre Sichtweise und schauen Sie nicht auf Unerledigtes sondern auf Ergebnisse, die Sie schon erreicht haben. Und loben Sie sich ausgiebig für das Erreichte.

Tipp: Frauen neigen dazu sich mit anderen zu vergleichen. Sicher, man kann bei der Freundin vom Fußboden essen. Aber vielleicht verbringt sie viel weniger Zeit mit ihren Kindern. Schielen Sie nicht auf andere sondern setzen Sie Ihre Prioritäten so wie Sie es für richtig halten.

4. Entschleunigen Sie sich

Mütter befinden sich oft im „To-Do-Modus“. Immer gibt es etwas zu erledigen und die Zeit ist immer viel zu knapp. Wer jetzt in Hektik verfällt, kann nicht mehr klar denken und handeln. In Eile passiert aber leicht ein Missgeschick und der Stress-Pegel steigt ins Unermessliche. Vermeiden Sie solche Situationen, denn sie sind wahre Energieräuber. Konzentrieren Sie sich immer nur auf eine Aufgabe und versuchen Sie diese ruhig und besonnen zu erledigen.

Tipp: Wenn Sie in Hektik geraten, halten Sie einen Moment inne. Stellen Sie sich gerade hin und lockern Sie die Schultern. Ihre Hand ruht auf Ihren Bauch. Atmen Sie betont tief in den Bauch und langsam wieder aus. Nur wenige Atemzüge reichen, um sich wieder zu entspannen.

5. Entdecken Sie die Achtsamkeit

Wie oft ist es Ihnen schon passiert, dass Sie etwas in Gedanken gegessen oder erledigt haben? Bei der Achtsamkeit geht es darum, das Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen. Versuchen Sie nicht an Vergangenes oder die Zukunft zu denken, sondern sich nur auf den Augenblick zu konzentrieren. Zum Beispiel bewusst ein- und ausatmen, eine Tasse Kaffee trinken oder Treppen zu steigen. Das Achtsamkeitstraining ist eine Meditationsform, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt. Diese Methode hilft Stress zu vermeiden und mit Belastungen leichter zurecht zu kommen.

Tipp: Achtsamkeit hört sich zwar leicht an, aber die plappernden Gedanken sind schwer zu bändigen. Wenn möglich, belegen Sie einen Kurs basierend auf dem MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction) nach Jon Kabat-Zinn.

6. Legen Sie Wohlfühlpausen ein

Mütter vergessen leider viel zu oft, an sich selbst zu denken. Planen Sie jeden Tag mehrere Pausen ein, die Sie bewusst genießen. Was Sie genau machen ist egal, Hauptsache es macht Ihnen Freude. Das kann eine Kaffeepause sein oder ein duftendes Schaumbad, vielleicht lesen Sie ein Buch oder eine Zeitschrift, tanzen zur Musik oder hängen einfach nur ab. Diese Wohlfühlpausen helfen zu entspannen und geben Ihnen viel Kraft für den Alltag.

Tipp: Grenzen Sie diese Wohlfühlpausen deutlich vom alltäglichen Einerlei ab. Das klappt besonders gut, wenn Sie die Pause mit einem Ritual verbinden wie zum Beispiel eine Kerze anzünden. Oder Sie gönnen sich eine exklusive Lieblingspraline.

7. Denken Sie positiv

Sobald wir eine Aufgabe als schwierig empfinden, steigt unser Stresslevel extrem an. Zum Leben gehören jedoch unangenehme Handlungen wie zum Beispiel der Zahnarztbesuch oder das Gespräch mit der Erzieherin über den Ausraster des Kindes. Steigern Sie sich nicht in eine negative Stimmung hinein, indem Sie sich das Schlimmste ausmalen. Damit stressen Sie sich nur unnötig.

Akzeptieren Sie stattdessen die unangenehme Aufgabe als notwendiges Übel, welches Sie aber bewältigen werden. Wählen Sie eine positive Aussage, die Sie laut vor sich sprechen. Zum Beispiel: „Ich schaffe mühelos alles, was ich will“ oder „Ich lasse die Angst zu und handle trotzdem“. Sprechen Sie Ihr Mantra immer dann, wenn sich negative Gedanken in Ihrem Gehirn einnisten.

Tipp: Es gibt Menschen, die mit Ihrer negativen Ausstrahlung Ihre Umwelt vergiften. Halten Sie sich von notorischen Nöglern und Miesmachern fern, denn diese negativen Schwingungen greifen auf Ihren Gemütszustand über.

8. Treffen Sie sich mit Erwachsenen

Regelmäßig Sport treiben, mit dem Partner alleine essen gehen oder einen Stadtbummel mit der Freundin planen, erscheint gestressten Müttern wie überflüssiger Luxus. Eigentlich sind sie viel zu müde und erschöpft für diese Aktivitäten. Aber wenn Sie sich erst einmal aufgerafft haben, merken Sie wie gut Ihnen diese Zeit mit erwachsenen Menschen bekommt. Diese positiven Erlebnisse helfen Ihnen, kleine Probleme des Alltags locker zu überstehen.

Tipp: Warten Sie nicht ab, bis Sie irgendwann ein Zeitfenster für Aktivitäten haben sondern organisieren Sie schon im Voraus mindestens einmal in der Woche eine Verabredung ohne Kinder.

9. Führen Sie Tagebuch

Nicht immer finden Menschen den richtigen Gesprächspartner, mit dem sie über ihre Gefühle und Nöte sprechen können. Wenn es Ihnen auch so geht, vertrauen Sie Ihre Gedanken einem Tagebuch an. Wählen Sie ein Buch mit einem schönen Einband und schreiben Sie regelmäßig positive und negative Erlebnisse, Ihre Gedanken und Gefühle hinein. Sie können daraus auch ein richtiges Müttertagebuch machen und alles Wissenswerte über Ihr Kind notieren, zum Beispiel das erste Wort oder wann und wie der erste Zahn kam.

Tipp: Modern ist das Schreiben eines Blogs. Auf Blogger.de oder WordPress.com können Sie einen kostenfreien Blog einrichten. Vielleicht finden Ihre Erzählungen von den Freuden und Katastrophen des Familienalltags eine große Leserschar.

10. Lachen ist gesund

Wenn Ihnen ein kleines Missgeschick passiert oder Sie einen Termin verpassen, können Sie sich ärgern oder darüber lachen. An den Tatsachen ändert sich nichts, egal wie Sie reagieren. Aber wenn Sie Probleme mit Humor nehmen, bauen Sie automatisch Stress ab. Versuchen Sie es einfach einmal. Erzählen Sie in Gedanken das Malheur Ihrem Partner oder einer Freundin und lächeln Sie dabei. Sie werden sehen, Sie fühlen sich gleich viel entspannter.

Tipp: Entspannen Sie nach einem anstrengenden Tag mit einem lustigen Film oder lesen Sie einen Comic. Wenn Sie ein lustiges Bild haben, über das Sie garantiert lachen können, pinnen Sie es an die Kühlschranktür.

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Bildnachweis: Kzenon / Adobe Stock

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