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Ernährung zur Vorbeugung von Demenz

Lesezeit: 2 Minuten Fast jeder hat Angst davor an Demenz zu erkranken. Egal ob noch in jungen Jahren oder schon im fortgeschrittenen Alter – Demenz kann in jedem Lebensalter auftreten. Was Sie mit Ihrer Ernährung vorbeugend gegen eine Demenz tun können, lesen Sie nachfolgend.

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Ernährung zur Vorbeugung von Demenz

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Begriffsklärung und Vorkommen

Der Begriff Demenz leitet sich von den lateinischen Begriffen „Demens“ (Ohne Geist) beziehungsweise von „Mens“ (Verstand) und der Vorsilbe „De“ (abnehmend), ab. Die Krankheit bezeichnet ein Defizit von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten.

Diese Faktoren betreffen meist das Kurzzeitgedächtnis, sowie auch das allgemeine Denk-, Sprach-, und Motorikvermögen. Am häufigsten tritt die Demenzkrankheit in Form von Alzheimer auf; die zweithäufigste Form ist eine gefäßbedingte Demenz. Aktuell sind deutschlandweit ca. 1,3 Mio. Menschen von einer Demenzkrankheit betroffen.

Je älter Sie sind, desto höher ist das Risiko, an Demenz zu erkranken. Derzeit ist es der Medizin möglich, den Verlauf einer Demenzkrankheit geringfügig positiv zu beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, die Prävention ernst zu nehmen  und frühzeitig damit zu beginnen. Neben sportlichen Aktivitäten und Gehirnjogging/Gehirntraining spielt die Ernährung für die Entwicklung einer Demenz eine wesentliche Rolle.

Vitamin B und seine präventive Wirkung

Amerikanische Studien haben herausgefunden, dass der geistige Abbau in einer Demenz durch eine Ernährung mit Vitaminen der B- Gruppe gebremst werden kann. Diese sind sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten wie z.B. Fisch, Fleisch, Milchprodukte, Broccoli, Spinat oder Grünkohl. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich und können vom Körper resorbiert werden.

Einen Einzelfall und das wichtigste Präventionsvitamin stellt für Sie das Vitamin B12 dar, denn dieses kommt zwar selten in pflanzlichen Lebensmitteln vor, kann aber im Gegensatz zu anderen Inhaltsstoffen, im Körper gespeichert werden. Vor allem in rotem Fleisch (z.B. Schwein, Rind) ist das wichtige Vitamin enthalten.

Aber nicht nur die Vitamine der B-Gruppe sind für Ihre geistige Verfassung wichtig, auch die Vitamine:

Vitamin C, Ascorbinsäure (früher Verwendung vor allem gegen Skorbut): Vor allem enthalten in Zitrusfrüchten wie Orangen, Zitronen und Grapefruits aber auch in Grünkohl, Rotkraut, Weißkraut und Sauerkraut.

Vitamin D, Cholecalciferol: 20 µg pro Tag reichen aus, kann durch UVB Strahlen aufgenommen werden, wichtig für Calciumaufnahme und Knochenbau. Vor allem enthalten in Lebertran, Räucheraal, Lachs, Sardine, Kalb, Hühnerei, Champignons, Butter, Sahne und Emmentaler.

Vitamin E, Tocopherol (fettlöslich, mit antioxidativer oder nicht-antioxidativer Wirkung, Radikalfänger im Körper): Vor allem enthalten in pflanzlichen Ölen wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, rotes Palmöl und Olivenöl.

Folsäure, Monoglutamat (synthetische Form der B-Vitamine, oft als Nahrungsergänzungsmittel, wichtig für den Aufbau von DNS und schnellteilenden Zellen): Vor allem enthalten in Hefen, Weizenkeimen und -kleien sowie Kalbs- und Geflügelleber. Geringere Vorkommen in Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Roter Bete, Broccoli, Karotten, Spargel, Radieschen, Rosenkohl, Rucola, Spinat, Tomaten, Eigelb und Nüssen.

Wenn Sie sich nun an eine Ernährung halten, welche diese Vitamine und
Nährstoffe beinhaltet, kann Ihr Risiko, an gefäßbedingter Demenz zu
erkranken, um 70-90 Prozent gesenkt werden.

Beachten Sie bitte:

Je älter Sie werden, desto schwieriger kann Ihr Körper Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung resorbieren – zudem kommen Appetitlosigkeit, Zahn- und Schluckbeschwerden hinzu.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie so früh wie möglich mit der präventiven Ernährung beginnen – denn diese hilft Ihnen nicht nur, das Demenzrisiko zu mindern, sondern verleiht Ihnen Vitalität und Ausgeglichenheit. Sollten Sie eine solche Ernährung aus den unterschiedlichsten Gründen nicht berücksichtigen können, dürfen Sie auf spezielle Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, welche den Vitaminbedarf decken.

Aber Vorsicht, eine Tablette kann eine vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung in keinem Fall ausreichend decken bzw. sorgt durch eine Überdosierung für Unwohlsein und evtl. gegenteilige Wirkung.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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