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Ernährung bei Magen-Darm-Grippe

Lesezeit: 2 Minuten Magen-Darm-Grippe wird durch Viren oder Bakterien hervorgerufen, die vor allem über die Nahrung aufgenommen werden. Sie siedeln sich in der Magen-Darm-Region an und verursachen durch das Reizen der Schleimhäute Beschwerden. Durch Brechdurchfall verlieren Sie Flüssigkeit und Salz, die Sie durch eine gezielte Aufnahme von Nahrung ersetzen sollten.

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Ernährung bei Magen-Darm-Grippe

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Bei Magen-Darm-Grippe sofort mit der Nahrungszufuhr beginnen

Wenn Sie von Magen-Darm-Grippe betroffen sind, sollten Sie nicht aufhören, Nahrung zu sich zu nehmen. Die weitverbreitete Annahme, man müsse erst einmal fasten, führt statistisch dazu, dass der Durchfall sich länger hält. Der Darm erhält durch die Nahrung die Nährstoffe, um sich wieder zu regenerieren. Außerdem hat der Magen in der Ruhephase keinen Anreiz, seine Funktion wieder aufzunehmen.

Was darf ich essen?

Am wichtigsten ist, dass Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen, bevorzugt stilles Wasser oder Tee. Durch das Hinzufügen von Salz und Traubenzucker können Sie den Elektrolytverlust ausgleichen. Gemüse- oder Fleischbrühe, am besten selbst gekocht, dürfen Sie ebenfalls zu sich nehmen. Am günstigsten ist es, Kohlenhydrate zu essen, die leicht verdaulich sind, wie Zwieback, Salzstangen und Weißbrot.

Im zweiten Schritt können Sie Ihr Essen um leicht gesalzenes, gekochtes Gemüse und ein wenig Kartoffelpüree ohne Milch erweitern.

Welche Nahrungsmittel schaden?

Auf schwere Nahrung wie Braten und starke Gewürze sollten Sie verzichten, da diese die Magen-Schleimhaut weiter reizen. Auch sollten Sie darauf achten, eher kleine Mengen an Essen zu sich zu nehmen. Auf schädliche Stoffe wie Alkohol, Nikotin, Koffein und säurehaltige Lebensmittel (beispielsweise Fruchtsäfte) sollten Sie ganz verzichten, bis ihre Verdauung wieder ganz hergestellt ist.

Meiden Sie in den ersten Tagen der Magen-Darm-Grippe Milchprodukte. Weiterhin alles Rohe wie Obst und alles Treibende wie Kohl und Zwiebeln. Auch Ballaststoffe (wie grobgemahlenes Getreide) sind in dieser Zeit zu schwer verdaulich für Ihren Magen. Verzichten Sie ebenso Weißmehl-Produkte wie Nudeln sowie Zucker (Ausnahme Traubenzucker) und alles Süße.

Die folgenden zwei oder drei Wochen sollten Sie weiterhin nur wenig, leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen. Normalisieren Sie die Essensmenge und -art langsam. Meiden Sie in dieser Zeit weiterhin Fruchtsäfte, sie blähen den Darm. Alkohol ist schädlich, weil dieser Ihre Immunabwehr zusätzlich schwächt.

WHO-Trinklösung

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelte Flüssigkeit enthält Traubenzucker, Kochsalz und andere Elektrolyte. Sie kann in Apotheken kostengünstig erworben werden. Bei Durchfallerkrankungen ist sie effektiv, weil die Wirkstoffe der Lösung schnell verdaut werden können. Außerdem wird indirekt durch die Lösung der Darminhalt angedickt und damit der Durchfall vermindert.

Bildnachweis: Antonioguillem / stock.adobe.com

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