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Erkältungszeit: Sinusitis – So helfen Homöopathie und Hausmittel

Lesezeit: 2 Minuten Kaum verabschiedet sich der Sommer, fängt bei vielen Menschen auch schon der Schnupfen an. Manchmal entwickelt sich daraus eine Entzündung der Stirnhöhlen oder Nasennebenhöhlen (Sinusitis). Was können Sie tun, wenn Ihr Arzt eine Nasennebenhöhlenentzündung festgestellt hat?

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Erkältungszeit: Sinusitis - So helfen Homöopathie und Hausmittel

Erkältungszeit: Sinusitis – So helfen Homöopathie und Hausmittel

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Symptome der Sinusitis (Nasennebenhölenentzündung)

Bei einer akuten Sinusitis schwellen nach einem ganz normalen Schnupfen die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen an. Das sind verschiedene Hohlräume im Schädelknochen mit Öffnungen in den Nasen-Rachenraum hinein. Die Ursache können Bakterien oder Viren sein.

Die Symptome der akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind gelbe oder gelbgrüne Absonderungen, eine verstopfte Nase, Druckgefühl, v. a. beim bücken, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, oft auch erhöhte Temperatur oder Fieber. Über den betroffenen Nasennebenhöhlen können Schmerzen, Rötung und Schwellung auftreten. Dauert ein Schnupfen länger als 10 Tage, sollten Sie ärztlich abklären lassen, ob Sie eine Sinusitis haben.

Wenn dabei keine Komplikationen auftreten, haben sich bestimmte homöopathische Mittel bewährt, von denen hier einige beschrieben werden.

Tritt jedoch eine Sinusitis immer wieder auf, kann nur eine individuelle, konstitutionelle homöopathische Behandlung hilfreich sein, da hier die Ursachen tiefer liegen und mit Globuli nach bewährter Indikation oder gar Komplexmitteln eine Unterdrückung stattfinden kann. Das kann eine Verschiebung der Symptome zur Folge haben, die eine wirkliche, dauerhafte Heilung erschwert.

Übrigens kann eine chronische Sinusitis auch durch eiternde, abgestorbene Zahnwurzeln hervorgerufen werden, besonders, wenn sie einseitig auftritt. Lassen Sie sich deshalb bei wiederkehrender Sinusitis von Ihrem Zahnarzt untersuchen. Auch wenn die Globuli bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung nicht schnell helfen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, damit keine Komplikationen entstehen können. Haben Sie Fieber oder schwillt gar ein Auge zu, müssen Sie sofort zum Arzt.

Hausmittel bei Sinusitis

  • Viel trinken, damit der Schleim flüssig bleibt und sich löst
  • Rotlichtbestrahlung
  • Dampfbad mit Kochsalzlösung, Thymiankraut und Holunderblüten, 2 mal täglich
  • Dampfbad mit Kamillenblüten
  • Versuchen Sie, über den Tag verteilt, einige Messerspitzen frisch geriebenen Meerrettich zu essen. Die Dämpfe der im Meerrettich enthaltenen Senföle lösen den Schleim im Nasenraum. Auch als Vorbeugung sehr zu empfehlen.
  • Beim Schneuzen immer ein Nasenloch zuhalten. Dabei nicht zu viel Druck ausüben, sonst drücken Sie den Schleim samt den Bakterien nach oben in die Nasennebenhöhlen.

Homöopathische Mittel bei einer akuten Sinusitis

  • Kalium bichromicum
    Dickes, gelbes, grünes, fadenziehendes Sekret, Völlegefühl oder drückender Schmerz an der Nasenwurzel, Schleim fließt hinten in den Hals, Verschlimmerung durch Kälte, aber auch durch feuchtwarmes Wetter.
  • Hydrastis canadensis
    Gelbes, zähes, fadenziehendes Sekret, manchmal auch blutig, starke Schleimproduktion, Kopfschmerzen über dem linken Auge, schlimmer im warmen Zimmer, besser an der frischen Luft.
  • Gelsemium
    Wässrige, wundmachende Absonderungen, Stirnhöhlen betroffen, heftige Kopfschmerzen mit Bandgefühl. Völlegefühl an der Nasenwurzel.
  • Cinnabaris
    Drückende Schmerzen an der Nasenwurzel wie von einer schweren Brille, zieht in die Knochen oder stechender Schmerz, der sich von der Nasenwurzel zum äußeren Augenwinkel erstreckt, schlimmer beim Bücken, Schleim läuft hinten den Hals hinunter.
  • Mercurius solubilis
    Eitrige, grünliche Sekretion, dick belegte Zunge mit Zahneindrücken, Mundgeruch und Speichelfluss nachts, Metallgeschmack, schlimmer durch Bettwärme und Temperaturextreme, Schwitzen nachts.
  • Hepar sulfuris
    Oft nach kaltem, trockenen Wetter. Sekret riecht nach altem Käse, sehr kälte- und berührungsempfindlich, schlimmer durch Zugluft. Kälte, kalte Getränke, besser durch feuchte Wärme. Einhüllen des Kopfes. Niesen im kalten Wind, Schwitzen nachts.
  • Luffa operculata
    Sinusitis mit Stockschnupfen, Stirnkopfschmerz, trockene empfindliche Nasenschleimhäute, Krusten in der Nase. Schlimmer durch trockene Heizungsluft. Sinusitis begleitet von Müdigkeit und Konzentrationsmangel.

Wichtig

Die Anwendung homöopathischer Mittel bei Sinusitis ist sinnvoll, wenn die oben genannten Erkrankungen ausgeschlossen sind und die Schmerzen stark sind. Wie üblich, ist die beste Behandlung durch klassisch arbeitende HomöopathInnen gewährleistet, denn sie können das für jeden Patienten individuell passende Mittel finden.

Doch haben sich einige Mittel besonders häufig bewährt.  Eine Auswahl wird hier vorgestellt. Wichtig ist, dass die Beschwerden bald nach der Einnahme nachlassen und das Allgemeinbefinden, Tatkraft und Energie zunehmen. Empfohlen werden niedrige Potenzen wie D 6 oder D 12, deren Einnahme dann wiederholt wird, wenn sich schon eine Besserung zeigte und diese stagniert.

Bildnachweis: metamorworks / stock.adobe.com

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