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Erkältungszeit: Halsschmerzen – So helfen Homöopathie und Hausmittel

Lesezeit: 3 Minuten Draußen wechseln sich Sonne und Regen ab, der Wind ist kühl, die Nächte werden länger, kurz: Der Herbst ist da. Gerade Halsschmerzen häufen sich in der kalten Jahreszeit. Manchmal vergehen sie nach wenigen Tagen von selbst, manchmal sind sie Vorboten für andere Erkrankungen. Wann und wie können Sie sich selbst helfen und wann sollten Sie fachliche Hilfe in Anspruch nehmen?

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Erkältungszeit: Halsschmerzen – So helfen Homöopathie und Hausmittel

Erkältungszeit: Halsschmerzen – So helfen Homöopathie und Hausmittel

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Ursachen von Halsschmerzen

In der Regel sind Infektionen durch Viren, Bakterien und manchmal auch durch Pilze (Soor) die Ursache der Schmerzen. Meist ist Halsweh in der Übergangszeit der Beginn einer Erkältung, es kann gut mit Hausmitteln behandelt werden und wenn die Schmerzen sehr unangenehm sind, auch mit homöopathischen Mitteln.

Sobald das Allgemeinbefinden aber nicht gut ist, hohes Fieber hinzukommt oder die Halsschmerzen sich hinziehen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn neben einem grippalen Infekt können auch andere Erkrankungen wie echte Grippe, Scharlach, Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose), eitrige Angina, Kehlkopfentzündung u. a. die Ursache sein.

Halsschmerzen – Bewährte Hausmittel

Sobald Sie ein Kratzen im Hals oder ein Fremdkörpergefühl wahrnehmen, können Sie bereits etwas für sich tun, damit die Krankheitserreger sich nicht weiter vermehren und das Immunsystem seine Aufgabe übernimmt, die Erreger zu überwinden. Salbei ist seit jeher die bevorzugte Heilpflanze. Sie können sie als Tee aufbrühen und gleich genießen oder den Tee abkühlen lassen und als Eiswürfel im Eisfach gefrieren lassen.

Denn manchen Menschen tut es gut, Warmes zu trinken, wenn sie unter Halsschmerzen leiden und andere finden dann gerade durch Kaltes Erleichterung ihrer Beschwerden. Entsprechend hilft dann auch den einen eher ein warmer Schal, den anderen ein kühler Zitronenwickel. Dazu wird eine Zitrone in Scheiben geschnitten, die Scheiben werden in ein Baumwolltuch gewickelt und dann um den Hals gelegt und mit einem Schal befestigt.

Halsschmerzen – Homöopathische Mittel

Die Anwendung homöopathischer Mittel bei Halsweh ist sinnvoll, wenn die oben genannten Erkrankungen ausgeschlossen sind und die Schmerzen stark sind. Wie üblich, ist die beste Behandlung durch klassisch arbeitende HomöopathInnen gewährleistet, denn Sie können das für jeden Patienten individuell passende Mittel finden.

Doch haben sich einige Mittel besonders häufig bewährt   Eine kleine Auswahl wird hier vorgestellt. Wichtig ist, dass die Beschwerden bald nach der Einnahme nachlassen und das Allgemeinbefinden, Tatkraft und Energie zunehmen. Empfohlen werden niedrige Potenzen wie D 6 oder D 12, deren Einnahme dann wiederholt wird, wenn sich schon eine Besserung zeigte und diese stagniert.

Aconitum

Oft tritt das Halsweh sehr plötzlich bei kaltem Wetter mit kalten Winden auf. Die Betroffenen fühlen ein Kribbeln im Rachen, er brennt und ist trocken, es besteht das Gefühl, als sei das Zäpfchen (Uvula) vergrößert und berühre die Zunge. Sie können nicht schlucken und doch besteht starker Durst auf kaltes Wasser. Oft sind die Patienten ängstlich.

Belladonna

Die Halsentzündung tritt ebenfalls in Folge von kaltem, windigen Wetter auf. Die Schmerzen beginnen sehr plötzlich, die Halslymphknoten sind geschwollen, die Schmerzen sind eher rechts, Mandeln sehr rot und geschwollen. Schlucken ist erschwert durch krampfen der Schluckmuskulatur. Die Pupillen sind groß, alle Sinne sind überempfindlich und Zugluft wird als sehr unangenehm empfunden. Warmes Einhüllen bessert, Durst ist nicht ausgeprägt.

Gelsemium

Die Halsschmerzen entwickeln sich erst mehrere Tage nach dem Witterungseinfluss, in diesem Falle eher nach feuchtem, mildem Wetter. Schwierigkeiten beim Schlucken durch Schwäche. Die Haut ist heiß, es fühlt sich aber an, als ob Eis den Rücken hinauf gerieben würde. Der Körper fühlt sich schwer und müde an.

Dulcamara

Halsentzündung durch feuchtes kaltes Wetter, vor allem beim Umschwung von warmem zu kaltem Wetter oder bei warmen Tagen und kühlen Nächten. Meist bildet sich gelber Schleim im Rachen, der sich wund anfühlt. Der Hals ist oft steif.

Phytolacca

Beim Schlucken von Speichel entsteht das Gefühl eines Klumpens, ebenfalls beim Drehen des Kopfes nach links. Die Schmerzen sind stechend und brennend, der Rachen fühlt sich trocken und rau an. Die Schmerzen sind einschießend und können sich beim Schlucken bis in die Ohren erstrecken. Auch die Zungenwurzel kann weh tun mit Schmerzen, die sich ebenfalls zu den Ohren erstrecken.

Kalium carbonicum

Wenn sich Erkältungen häufen und immer wieder im Rachen festsetzen und eine Empfindlichkeit gegen frische kalte Luft besteht. Die Halsentzündung wird begleitet von Heiserkeit bis zum Verlust der Stimme. Die Schmerzen sind stechend beim Schlucken, das Zäpfchen ist verlängert und der Hals ist steif. Trotz Frostigkeit wird stark geschwitzt, Wärme bessert.

Phosphorus

Der Kehlkopf fühlt sich wund, roh und pelzig an, als wäre Baumwolle im Rachen. Mandeln und Zäpfchen sind stark geschwollen, der Hals tut besonders beim Sprechen und Husten weh. Die Halsentzündung kann von Heiserkeit und Stimmlosigkeit begleitet sein und das Befinden verschlechtert sich abends und beim Hinausgehen in die kalte Luft.

Bildnachweis: gstockstudio / stock.adobe.com

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