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Erinnern und akzeptieren in den beiden letzten Trauerphasen

Lesezeit: 2 Minuten Während der letzten beiden Trauerphasen lässt der akute Stress für den Körper nach. Das gibt Ihnen Gelegenheit, sich gedanklich mit dem Verlust auseinanderzusetzen. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie sich erschöpft fühlen.

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Erinnern und akzeptieren in den beiden letzten Trauerphasen

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Erinnern und akzeptieren in den beiden letzten Trauerphasen

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Vorab sollten Sie eines wissen: Die verschiedenen Trauerphasen laufen nicht streng linear ab. Selbst wenn Sie an einem Tag ruhiger geworden sind, kann Sie der nächste Tag wieder in ein Chaos der Gefühle stürzen. Das ist völlig normal. Die Zeiten einer Trauerphase werden zunehmend länger und die der vorherigen verschwinden mehr und mehr. Trauern ist ein fließender Prozess. Manchmal dauert es länger, manchmal kürzer. Die Überlegungen zu den Trauerphasen sollen Ihnen Mut machen, dass Ihre Verzweiflung irgendwann nachlässt.

Die Erinnerung gehört Ihnen

Wenn das Auf und Ab Ihrer Emotionen etwas weniger wird, spüren Sie, dass das Andenken an den verlorenen Menschen für Sie besonders wichtig wird. Oft haben Trauernde dann den Wunsch, Zeit alleine zu verbringen. Spaziergänge, das Ansehen von Fotos oder sich mit Gegenständen zu beschäftigen, die dem Verstorbenen lieb waren, sind verschiedene Möglichkeiten, die Sie beruhigen können. Ihre Aufgabe ist nun, der verstorbenen Person einen Platz in Ihrer Erinnerung und in Ihrem Herzen zu geben.

Jetzt wird Ihnen, neben dem Schmerz und der Verzweiflung klar, dass Ihr weiteres Leben ohne diesen Menschen stattfinden wird und dass Sie damit leben werden. Dass Sie alles, was Sie noch mit dem Verstorbenen verbindet für außerordentlich wertvoll halten, ist ganz normal.

Sind Sie ein Angehöriger?

Dann lassen Sie dem Trauernden den Raum für Erinnerung. Bleiben Sie aber dennoch in engem Kontakt mit ihm. Selbst wenn sich die Geschichten, die der Trauernde erzählt, wiederholen, sollten Sie zuhören. Das Sprechen über den Toten hilft beim Loslassen. Das Zauberwort lautet: Geduld.

Die Hinwendung zum veränderten Leben in der vierten Trauerphase

Erst wenn alle Zeiten des Schocks, der Erstarrung, der Verzweiflung und der Anklage erlebt wurden, kann eine Neuorientierung erfolgen. Dazu müssen Sie, als Trauernder die Tatsachen akzeptieren. Das bedeutet nicht, dass Sie nun nicht mehr traurig wären. Es fällt schwer, Veränderungen anzunehmen, die man nicht selbst herbeigeführt hat. Was Sie in der vierten Phase erkennen, ist dass es ein Leben ohne die geliebte Person gibt. Und dass dieses Leben für Sie Freude bereithält.

Für Angehörige bedeutet diese Zeit, den Trauernden wieder ein Stück loszulassen. Er wird sich durch den Trauerprozess verändert haben. Womöglich ist es nun an Ihnen, sich damit vertraut zu machen.

…und bei Ihnen?

Nicht jeder, der einen Verlust zu beklagen hat, trauert in den beschriebenen Phasen. Sie sind Modelle, die auf Erfahrungen beruhen und sehr häufig vorkommen. Mit dem Konzept der Trauerphasen soll Verständnis entstehen: für den Trauernden und für die Angehörigen, die diese Zeiten durchleben.

Zu den vorherigen Trauerphasen lesen Sie den Beitrag Jede Trauer braucht Ihre Zeit.

Bildnachweis: Osterland / stock.adobe.com

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