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Erhöhtes Risiko: Wer an Arthrose erkrankt

Lesezeit: 2 Minuten Die Risikofaktoren für Arthrose sind vielfältig: Neben dem Alter können auch die Gene, Überbelastungen oder Verletzungen für die Erkrankung verantwortlich sein.

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Erhöhtes Risiko: Wer an Arthrose erkrankt

Erhöhtes Risiko: Wer an Arthrose erkrankt

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Arthrose ist eine Erkrankung, die sich durch alle Altersschichten und sämtliche Berufe zieht. Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter: Je älter Sie werden, desto größer ist das Risiko, dass Sie an Arthrose erkranken.

Während unter 30 Jahren gerade einmal 1,6 Prozent der Männer und Frauen von dem schleichenden Verfall der Gelenke betroffen sind, steigt die Zahl der Betroffenen ab etwa 55 Jahren sprunghaft an. Ab 60 Jahren leidet bereits rund die Hälfte der Frauen unter Arthrose, bei den Männern immerhin nur rund ein Drittel.

Die Risikofaktoren für Arthrose

Eine Arthrose entwickelt sich immer dann, wenn Knorpelzellen absterben, wenn sie also mechanisch zu stark belastet oder nicht ausreichend ernährt werden. Dies beschleunigt sich in der Praxis durch viele Risikofaktoren:

Genetische Veranlagung: Obwohl es keine direkte Vererbbarkeit im Sinne von „Meine Mutter hatte auch Arthrose“ gibt, wurde nachgewiesen, dass es Arthrose-spezifische Gene gibt, die auf eine spätere Erkrankung hinweisen können.

  • Übergewicht: Starkes Übergewicht kommt einer permanenten Überbelastung der Gelenke gleich. Der Druck ist zu stark für das Knorpelgewebe, wodurch es einreißt und sich entzündet.
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Gicht): Durch Gicht lagern sich Harnsäurekristalle im Gelenk ab, die den Knorpel durch die spitze und harte Beschaffenheit mechanisch schädigen.
  • Berufe: Bestimmte Berufe sind besonders häufig betroffen. Dabei stehen jene mit starker körperlicher Belastung ganz vorne, zum Beispiel Landwirte durch stehende und zugleich hebende Tätigkeit oder auch Bauarbeiter, die häufig mit dem Presslufthammer (Vibrationen) arbeiten.
  • Leistungssport: In bestimmten Sportarten werden die Gelenke über Gebühr belastet. Dies ist dann besonders schwerwiegend, wenn sie als Leistungssport ausgeübt werden.
  • Fehlstellungen: Durch Fehlstellungen in Gelenken (z. B. O-Beine), werden diese ständig falsch belastet. Dies begünstigt die frühzeitige Abnutzung.
  • Verletzungen: Heilt ein Knochenbruch in Fehlstellung ab, kann dies den Knorpel nachhaltig schädigen. Auch ein Knorpeltrauma ist ein Risikofaktor.
  • Krampfadern: Bei Krampfadern wird die Gelenkinnenhaut durch das rückgestaute Blut in den Venen zu schlecht versorgt, was weniger Nährstoffe für den Erhalt der Knorpel bedeutet.
  • Gelenkrheuma: Ein entzündliches Gelenkrheuma kann den Prozess ebenfalls in Gang bringen, wenn das Gelenk zum Zeitpunkt der Behandlung der Entzündung bereits zu stark geschädigt ist.
  • Hormone: Angesichts dessen, dass die Arthrose in den Fingergelenken und am Daumenwurzelgelenk fast ausschließlich Frauen betrifft, sind auch die Hormone als Risikofaktor im Gespräch.
  • Bewegungsmangel: Wer sich wenig bewegt, schädigt seine Knorpel alleine dadurch, dass zu wenige Nährstoffe an die richtige Stelle gelangen.

Kann man mit Arthrose leben?

Solange die Arthrose noch chronisch und nicht aktiviert ist, bemerken Sie sie nicht. Wahrscheinlich werden Sie noch keine oder nur minimale Beschwerden haben, zum Beispiel nach einer besonders intensiven Sporteinheit.

Beschleunigt sich der Prozess allerdings, entstehen Entzündungen, die im Regelfall auch Schmerzen hervorrufen.

Mit den richtigen Medikamenten lässt es sich damit gut leben. Dennoch sind Bewegungseinschränkungen an der Tagesordnung.

Da ältere Menschen meist ohnehin weniger körperlich aktiv sind, tun sie sich mit der Diagnose Arthrose oft etwas leichter als jüngere Menschen, die noch einen gewissen Bewegungsdrang verspüren oder sogar aktive Sportler sind.

Wichtig: Je früher die Erkrankung erkannt wird, je weniger Knorpelgewebe also zerstört wurde, desto besser sind die Zukunftsprognosen. Deshalb sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Sie das Gefühl haben, dass bei Ihnen ein Gelenkverschleiß vorliegen könnte.

Bildnachweis: JPC-PROD / Adobe Stock

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