Gesundheit Praxistipps

Ergreifen Sie prophylaktische Maßnahmen gegen das Wundliegen

Lesezeit: < 1 Minute Der Fachausdruck für das Wundliegen ist "Dekubitus" (Durchliegen). Um bei Patienten eben dieses Wundliegen zu verhindern, müssen Sie das Dekubitusrisiko richtig einschätzen und im Bedarfsfall die enstsprechenden Maßnahmen gegen das Wundliegen einleiten.

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Ergreifen Sie prophylaktische Maßnahmen gegen das Wundliegen

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So verhindern Sie das Wundliegen Ihrer Patienten
Lesen Sie, welche prophylaktischen Maßnahmen gegen das Wundliegen Sie und Ihre Mitarbeiter ergreifen müssen, wenn Sie feststellen, dass ein Patient dekubitusgefährdet ist:

Der Patient sollte in Bewegung bleiben

Sie erkennen recht schnell, ob bei einem Patienten die Gefahr des Wundliegens besteht: Wenn sich der Patient nicht mehr richtig bewegen kann, den ganzen Tag auf dem Stuhl sitzt oder im Bett liegt und nicht mehr selbstständig seine Position verändern und somit nicht für Druckentlastung sorgen kann, sollten Sie Ihren Patienten hautschonend

  • mobilisieren,
  • bewegen,
  • lagern,
  • einen reibungs- und schwerkräftearmen Transfer, z.B. aus dem Bett, durchführen
  • und einen individuellen Bewegungsplan anlegen.

Hinweis: Fördern Sie auch die so genannte Mikrobewegung. Unter Mikrobewegung versteht man schon kleinste Positionsveränderungen wie z. B. das Anheben des Körpers auf einem Stuhl. Planen Sie die Bewegung und Umlagerung
Regelmäßige Umlagerung ist die wirksamste Vorbeugung gegen das Wundliegen. Ein Lagerungswechsel sollte bei jedem Patienten individuell durchgeführt werden. Daher müssen Sie die individuellen Lagerungsintervalle ermitteln und dokumentieren. Geeignete Lagerungsformen, um das Wundliegen prophylaktisch zu verhindern, sind insbesondere die 30-Grad-Lagerung, die 135-Grad-Schräglagerung, die schiefe Ebene, die 5-Kissen und 3-Kissen-Lagerung, die V-, A-, I-Lagerung und die Mikro-Lagerung.

Die richtige Hautpflege

Mit einer guten Hautpflege allein kann das Wundliegen zwar nicht verhindert werden, aber Sie können die Risikofaktoren minimieren. Seife greift immer den Schutzmantel der Haut an. Deshalb sollten Seifen möglichst nur bei grober Verschmutzung eingesetzt werden. Wenn Seife oder andere Waschzusätze benutzt werden, sollte mit klarem Wasser nachgewaschen werden. Bei trockener Haut sollten keine Seifen eingesetzt werden, und nach dem Waschen sollte die Haut eingecremt (nicht gefettet!) werden. In der Regel eignen sich hierzu Wasser-in-Öl-Präperate am besten.

Verboten sind:

  • alkoholische Einreibungen
  • Pasten, Puder
  • quecksilberhaltige Lösungen
  • Melkfett, Babyöl, Vaseline
  • Massagen an der gefährdeten Region

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