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Entschlackung, Lymphreinigung, Entsäuerung – Brennnessel für die Frühjahrskur

Lesezeit: 2 Minuten Die Brennnessel ist unglaublich kraftvoll und voller heilsamer und nährender Stoffe. Diese Heilpflanze wäre schon längst ausgerottet, würde Sie nicht diese unangenehmen Pusteln verursachen, wenn man sie anfasst. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Inhaltsstoffe wir in dieser Pflanze finden und wie man die Brennnessel in der Frühjahrskur, unter anderem zur Entsäuerung, anwendet.

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Entschlackung, Lymphreinigung, Entsäuerung – Brennnessel für die Frühjahrskur

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Brennnessel als Heilpflanze

Brennnessel, botanisch Urtica, ist eine Heilpflanze, die auch der letzte Naturmuffel kennt und erkennt, da Sie unvergleichlich ist. Wir kennen zwei Arten, die beide medizinisch gleichwertig verwendet werden können.

Die kleine, etwas bissigere, Urtica urens taucht eher einzeln im Beet auf. Man bemerkt sie oft zu spät. Die große Schwester Urtica dioica bedeckt ganze Flächen und ist nicht zu übersehen. Sie verbreitet sich in hohem Maße auch vegetativ, also durch Wurzelausläufer.

Hierin ähnelt sie der Quecke und dem Giersch, zwei anderen, lymphreinigenden Heilpflanzen. Die Brennnessel gehört interessanterweise zu den Maulbeergewächsen, Moraceae, und ist unter anderem mit Maulbeeren und Hanf verwandt.

Heilwirkung von Brennnessel

Brennnessel ist ein Kräftigungsmittel und regt den gesamten Körperstoffwechsel an. Dies macht man sich insbesondere in der Frühjahrskur zur Anregung der Ausscheidung und Entsäuerung zu nutze. Für Menschen mit Beschwerden aus dem gichtig-rheumatischen Formenkreis ist die Brennnessel eine wichtige Heilpflanze.

Auch zur Leberanregung kann man sie in der Frühjahrskur einsetzen, gerne in Kombination mit Löwenzahn. Die Wurzel hat sich zudem bei der Behandlung  einer Prostatavergrößerung bewährt. Das Bundesgesundheitsamt erkennt die Wirkung von Brennnesseln zur Erhöhung der Harnausscheidung an. Auch die Anwendung der Wurzeln bei einem Prostata-Adenom ist belegt.

Inhaltsstoffe von Brennnesseln

Brennnessel enthält eine Unmenge an Mineralien wie Kieselsäure, Magnesium und Eisen. Wer einmal Brennnesselspinat gekocht hat, hat sicher das schwarze Kochwasser bemerkt, der auf den Eisengehalt zurückzuführen ist.

Wir finden außerdem Pflanzenfarbstoffe wie Flavonoide, Chlorophylle und Carotinoide. Pflanzensäuren und Amine sind ebenfalls vorhanden, in den Wurzeln zusätzlich Lignane und Glukokinine. Vieles davon mag Ihnen nichts sagen, aber die meisten dieser Stoffe wirken als Botenstoffe in den Körperstoffwechsel hinein, die unter anderem für eine Entsäuerung sorgen.

Anwendung von Brennnessel

Es gibt einige Fertigpräparate, insbesondere aus den Wurzeln. Am häufigsten und einfachsten ist jedoch die Anwendung als Tee. Wir verwenden die Blätter und die Wurzeln einzeln oder zusammen. In der Frühjahrskur werden wir die ganze Pflanze einsetzen.

Drei Tassen Tee genügen für eine Frühjahrskur. Ein Tipp: Sie können den Tee auch mit dem Schüssler Salz Nummer sieben Magnesium phosphoricum kombinieren – als Sportgetränk gegen Muskelkater.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist Brennnesselsaft. Bitte beachten Sie, dass Brennnessel nicht verwendet werden darf, wenn Ihre Herz- und/oder Nierenfunktion eingeschränkt ist. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Nebenwirkungen sind ansonsten nicht zu erwarten, Sie werden aber häufiger Wasser lassen und eine Entsäuerung wird stattfinden.

Als letztes sei noch die Anwendung von Brennnesselspinat empfohlen. Mit etwas Butter schmeckt er wider Erwarten köstlich.

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