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Eltern und Schule – So ziehen Sie an einem Strang

Lesezeit: 2 Minuten Sie erwarten von den Lehrern Ihres Kindes, dass sie guten Unterricht halten, die Hausaufgaben gründlich vorbereiten und dass sie Ihr Kind fair behandeln. Doch nicht nur Sie haben Erwartungen an die Lehrer, sondern auch die Lehrer zählen auf Sie. Ziehen Sie an einem Strang.

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Eltern und Schule – So ziehen Sie an einem Strang

Eltern und Schule – So ziehen Sie an einem Strang

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Den Sinn von Regelungen vermitteln

An erster Stelle wünschen sich die Schulleitung und die Lehrer, dass die Eltern der Klasse mit der Schule an einem Strang ziehen – natürlich in dieselbe Richtung. Was heißt das genau? Wenn beispielsweise die Schule Handys auf dem Pausenhof verbietet, sollten Sie Ihrem Kind die Gründe noch einmal erklären und den Sinn verdeutlichen.

Auch wenn Ihr Kind ganz sicher keinen Unfug treiben würde, aber wenn so viele Kinder beieinander sind, muss es eine Regelung geben, damit Auswüchse verhindert werden, wie sie aus der Presse bekannt sind. Bestärken Sie Ihr Kind darin, dass diese Regeln eingehalten werden müssen.

Falsch wäre es, das Verbot als Quatsch abzutun und die Verordnung der Schule als übertrieben hinzustellen. Auch wenn Ihnen eine Regelung einmal nicht so richtig einleuchtet, erkundigen Sie sich nach dem Hintergrund. Meist gibt es einen konkreten Anlass. Vor allem: Ziel ist ja, auch Ihr Kind vor Schaden zu bewahren.

Bei Übertretungen den Erziehungseffekt nutzen

Hat Ihr Kind einmal gegen eine Anordnung der Schule verstoßen und muss eine Rüge oder gar einen Verweis einstecken, ist Ihre erste Reaktion sicherlich, Ihr Kind in Schutz zu nehmen. In Maßen ist diese natürliche Regung richtig: Zeigen Sie Verständnis für den Fauxpas – jedem kann einmal der Kragen platzen.

Doch betonen Sie, dass es einfach nicht geht, deshalb auf den Mitschüler einzuschlagen. Beide müssen lernen, Konflikte mit Worten zu lösen, nicht mit den Fäusten. Die Schule kann hier nicht tatenlos zusehen, so ist also die zusätzliche Stunde am Nachmittag, die der Klassenlehrer deshalb verhängt hat, gerechtfertigt. Und auch Ihr Erziehungsziel ist der Verzicht auf Gewalt.

Zu Verantwortungsübernahme erziehen

Zeigen Sie den Lehrern auch durch Kleinigkeiten, dass Sie Interesse daran haben, dass sich Ihr Kind an die schulischen Anforderungen anpasst. Sind beispielsweise die Arbeitsmaterialien vollständig? Hat Ihr Kind schon ein neues Heft dabei bevor das alte vollgeschrieben ist? Nicht Sie sollen das alles erledigen, sondern Ihr Kind. Doch dass es lernt, sich dafür verantwortlich zu fühlen, ist Ihre Erziehungsaufgabe.

Die Elternsprechstunde nutzen

Die Lehrkraft Ihres Kindes deutet es als Desinteresse an der Entwicklung Ihres Kindes,  wenn Sie die wöchentlich angebotene Lehrer-Sprechstunde nie wahrnehmen. Ob Sie Gutes oder Kritik von einem Lehrergespräch erwarten – nehmen Sie wenn nötig allen Mut zusammen und melden Sie sich zur Sprechstunde an.

Hier haben Sie Gelegenheit, alles über den Leistungsstand und das Verhalten Ihres Kindes zu erfahren. Umgekehrt ist dies auch Ihre Chance, über die Hausaufgaben zu sprechen und darüber, ob sich Ihr Kind in der Klasse wohlfühlt. Sie bekommen auch Tipps, wie Sie ihr Kind fördern können.

Fazit: Mit der Schule an einem Strang zu ziehen heißt nicht, dass Sie alles, was die Schule macht, kritiklos hinnehmen müssen. Doch der Ort für das Hinterfragen ist das Gespräch mit dem Lehrer, nicht das Schlechtreden dem Kind gegenüber.

Bildnachweis: nadezhda1906 / stock.adobe.com

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