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Elektro, Gas oder Induktion: Die Besonderheiten beim Kochen arrangiert

Lesezeit: 3 Minuten Die Entscheidung zwischen Elektro-, Gas- und Induktionsherd ist keine einfache. Jede Variante bringt Vor- und Nachteile mit sich, die sich im Alltag mehr oder weniger stark auswirken. Wir haben die wesentlichen Faktoren beim Kochen zusammengefasst, um Ihnen die Auswahl einer bedarfsgerechten Lösung zu erleichtern.

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Elektro, Gas oder Induktion: Die Besonderheiten beim Kochen arrangiert

Elektro, Gas oder Induktion: Die Besonderheiten beim Kochen arrangiert

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Zwei Energiequellen – drei Optionen

Die drei genannten Herdarten unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Energiequelle beziehungsweise der verwendeten Technik. Während der Elektroherd mit Strom betrieben wird, erhitzt der Gasherd die Mahlzeiten im Kochgeschirr mit Hilfe von Gas. Letzteres wird entweder direkt vom lokalen Gasnetz bezogen oder in Form von Flaschengas, wie es beispielsweise auch beim Gasgrill zum Einsatz kommt. Der Induktionsherd erfordert zwar auch Strom für den Betrieb, sorgt über die Magnettechnik jedoch mit einer völlig anderen Technologie für die Hitze zum Kochen.

Kochen auf dem Elektroherd

Glaskeramik-Kochfelder im Bereich der Elektroherde haben den klassischen Vierplattenherd mit Massekochfeldern abgelöst. Eine bekannte Marke ist hierbei Ceran. Obwohl Cerankochfelder vielen Induktionsherden zum Verwechseln ähnlichsehen, unterscheidet sich die Technik erheblich:

  • Elektroherd: Vereinfacht ausgedrückt, erhitzt dieser Herd die Kochfelder mit Heizdrähten beziehungsweise Heizspiralen, die unterhalb der pflegeleichten Oberfläche verbaut sind.
  • Induktionsherd: Hier wird mit einer Kupferspule im Kochfeld ein magnetisches Feld erzeugt.

    Im Vergleich zum Gasherd hat das elektrisch betriebene Glaskeramik-Kochfeld den Vorteil, dass keine offene Flamme entsteht. Das macht das Kochen besonders sicher. Zudem gelingt die Bedienung spielend, ohne mit Streichhölzern, Feuerzeug und Gasflammen hantieren zu müssen. Stattdessen werden einfach Drehregler gedreht oder die gewünschten Kochfelder mit Berührungen (Touch-Control) gesteuert. Trotz hoher Durchlässigkeit für Wärmestrahlen der Glaskeramik, kann ein Elektroherd weder mit der Geschwindigkeit von Induktion noch Gas mithalten.

Zubereitung mit dem Induktionsprinzip

Auf einem Induktionsherd wird elektromagnetisch gekocht. Anders als elektrische Kochfelder wirkt hier keine Wärmestrahlung. Stattdessen kommt es mit Kupferspiralen und Strom zu elektromagnetischen Wechselfeldern. Um auf dem Herd Lebensmittel erhitzen zu können, braucht es magnetische Kochtöpfe und Pfannen. Die in den Böden des speziellen Kochgeschirrs enthaltenen freien Elektronen reagieren dann auf die Magnetfelder und kommen in Bewegung. Es entstehen Wirbelströme und damit die gewünschte Hitze.

Schnell und sicher kochen

Die größten Vorteile beim Kochen mit Induktion: Zum einen klappt das Erhitzen in beeindruckender Geschwindigkeit, zum anderen wird nur dort Wärme erzeugt, wo ein magnetisches Kochgeschirr auf dem Kochfeld abgestellt wird. Und zwar ausschließlich innerhalb des Kochgeschirrs. Der Rest bleibt kalt, wodurch die Gefahr für Verbrennungen sinkt und sehr energiesparend zubereitet wird. Doch auch Induktionsherde bringen Nachteile mit sich. Unter anderem verbraucht ein Induktionsherd ständig eine kleine Menge Strom, weil er sich im Standby-Modus befindet. Sobald ein Topf darauf platziert wird, reagiert er. Auch das kann ein Nachteil sein, denn vergessen, sollten Sie leeres Kochgeschirr auf der Herdplatte nicht. „Ihre Induktionsherdplatte aktiviert sich hingegen nicht, wenn Sie irgendeinen beliebigen Gegenstand auf den Herd stellen“, heißt es ergänzend im Ratgeberteil unter induktionskochfeld.org. Die Verbraucherseite klärt über zentrale Kaufkriterien rund um Induktionskochfelder auf und empfiehlt Geräte von Siemens, Neff und vielen anderen bewährten Marken.

Vorsicht bei besonderen Personengruppen

Zudem könnte das Magnetfeld negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Über die Details streiten zwar selbst Experten, es gibt aber Menschen, die auf Induktion besser verzichten. „Personen mit medizinischen Einschränkungen z. B. Herzschrittmacher, Schwangere, Patienten unter Chemo- oder Strahlentherapie, sollten Induktionsherde nur bedingt, bzw. gar nicht benutzen“, rät die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e.V. unter dguht.de.

Der Umgang mit Gasherd

Ein großer Vorteil der Gasherde besteht darin, dass die Hitze unmittelbar an- und ausgeschaltet werden kann. Sobald die Flamme sichtbar ist, spendet der Herd Energie zum Kochen. Beim Ausschalten des Herds erlischt die Gasflamme sofort und damit die Hitze. Anders als beim Cerankochfeld gibt es beim Gasherd keine Restwärme. Sie können die Töpfe somit ohne Weiteres auf dem Herd stehen lassen bis zum Servieren, was beim Elektroherd nicht selten zu Angebranntem führt. Allerdings hat fehlende Restwärme auch den Nachteil, dass der Umstieg von Elektro- auf einen Gasherd eine Anpassung der Kochgewohnheiten erfordert. Schließlich lässt sich die Restwärme gut zum Erreichen des gewünschten Garpunkts nutzen. Beim Kochen mit Gas ist dahingehend ein gewisses Umdenken beziehungsweise das individuelle Justieren der Gasflamme nötig.

Die Vor- und Nachteile von Elektro-, Gas- und Induktionsherd zusammengefasst

 ElektroGasInduktion
Vorteile-sehr sicher -keine offene Flamme -besonders komfortabel -günstige Anschaffung -pflegeleicht-schnelle Hitze -günstiger Brennstoff -präzise Temperartureinstellung -Anschaffungspreise ähnlich wie bei Elektro-keine offene Flamme -schnelle Temperatur -Herdplatte erhitzt sich kaum (hohe Sicherheit) -energieeffizient -präzise Temperartureinstellung -sehr pflegeleicht -flexible Kochzonen
Nachteile-Erhitzen erfordert Zeit -Temperatureinstellung teilweise schwierig -Restwärme (kann Vorteil sein)-Gas ist explosiv -offene Flamme -erhöhtes Risiko -aufwändige Reinigung -keine Restwärme (kann Vorteil sein)-erfordert magnetisches Kochgeschirr -erhöhte Anschaffungskosten -keine Restwärme (kann Vorteil sein)

Weitere Informationen rund um die Themen Essen und Trinken haben wir in separaten Beiträgen für Sie veröffentlicht.

Bildnachweis: eldarnurkovic / stock.adobe.com

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