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Einsamkeit und Stress kommen oft im Doppelpack2 min read

Reading Time: 2 minutes Stress und Einsamkeit scheinen sich auf den ersten Blick auszuschließen. Doch das täuscht. Zu viel Stress verstärkt nicht nur Einsamkeit aufgrund von fehlender Zeit - Stress entsteht auch durch Einsamkeit. Fehlende soziale Kontakte bilden im Gehirn ähnliche Aktivitäten aus wie Stress.

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Einsamkeit und Stress kommen oft im Doppelpack2 min read

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Gefühle von Einsamkeit kennt jeder
Jeder Mensch spürt von Zeit zu Zeit ein gewisses Maß an Einsamkeit. Besonders im Herbst und Winter, wenn viele Aktivitäten nur noch im Haus stattfinden können, drängt sie sich oft quälend auf. Kaum jemand spricht jedoch gerne über seine Einsamkeit. In Zeiten der Dauerkommunikation wirkt Einsamkeit wie ein Makel.

Durch zu viel Stress in die Einsamkeit
Der vermehrte Stress im Berufsleben führt zu einer besonderen Art der Einsamkeit: dem Einigeln zu Hause, dem Cocooning. Wer einen hektischen Tag hinter sich hat, möchte daheim alle Viere von sich strecken und relaxen. Auf Dauer verliert man dadurch seine sozialen Kontakte. Das verstärkt nicht nur den Stress, sondern erzeugt neuen. Denn eines der probatesten Mittel gegen existierenden Stress ist der Austausch mit anderen.  

Symptome von Einsamkeit und Stress 

  • Depressionen
    Einsame Menschen sind laut einer Studie häufiger depressiv, als solche, die sich nicht einsam fühlen. Depressionen fördern den sozialen Rückzug, sodass sich hier die Katze in den Schwanz beißt: Einsamkeit kann depressiv machen, zum weiteren Alleinsein führen und schließlich den gesamten Menschen mit Stress belasten.
  • Körperliche Schmerzen
    Untersuchungen belegen, dass die Gehirnregionen, die während sozialer Beziehungen aktiv sind, auch bei körperlichen Schmerzen arbeiten. Einsamkeit tut weh und Schmerzen verursachen Stress.
  • Körperliche Krankheiten
    Emotionaler Stress, depressive Symptome und die Immunabwehr hängen eng zusammen. Wer unter starkem oder dauerndem Stress leidet, erkrankt häufiger an Infektionen. Einsamkeit ist psychischer Stress und begünstigt daher die Gefahr von Ansteckungen. 

Werden Sie aktiv, wenn Sie sich einsam fühlen
Die Grundvoraussetzung, um Einsamkeit zu bekämpfen, ist selbst tätig zu werden.

  • Überlegen Sie, welche Bekanntschaften Sie bereits haben und wie Sie sie ausbauen können.
    Rufen Sie an, melden Sie sich mal wieder und warten Sie vor allem nicht darauf, dass es die andern tun. Gehen Sie mit Freunden oder der Familie aus. Unternehmen Sie etwas Gemeinsames – das verbindet.
  • Machen Sie einen Volkshochschulkurs.
    Über gemeinsame Interessen kommt man leichter ins Gespräch mit anderen Menschen.
  • Suchen Sie sich ein Ehrenamt.
    In fast jeder Gemeinde gibt es Verzeichnisse über ehrenamtliche Tätigkeiten. Gassigehen mit Tierheimhunden, Streckenposten beim Volkslauf: Sie entscheiden, wann, wie oft und was Sie machen wollen. Und Sie lernen Gleichgesinnte kennen.
  • Ein Haustier kann zum Kumpel werden.
    Wer jemals regelmäßig mit seinem Hund spazieren gegangen ist, weiß, wie schnell man dabei Kontakte knüpft. Aber auch die Katze oder das Kaninchen: Lebendige Wesen lassen die Einsamkeit weniger schlimm erscheinen. Tiere wirken übrigens auch durch ihr weiches Fell gegen Stress.
  • Wenn es mal arg drückt: die Telefonseelsorge.
    Einfach reden. Anonym und ohne jede Verpflichtung. Bundesweite, kostenfreie Nummern: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Was immer für Sie möglich ist, um Gefühlen von Einsamkeit zu entfliehen, tun Sie es. Sie werden spüren, dass Sie selbst in der Lage sind, etwas zu ändern. Das macht stark. Gegen Stress.

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