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Einsamkeit im Alter verhindern: So knüpfen Senioren Kontakte

Lesezeit: 2 Minuten Viele Senioren haben Angst davor, im Alter einsam zu sein. Ein familiäres Netz, das die ältere Generation auffängt und betreut, gibt es nur noch sehr selten. Oftmals wohnen die Angehörigen weit entfernt und Nachbarschaftshilfe ist nicht mehr überall selbstverständlich. Doch Einsamkeit im Alter lässt sich verhindern!

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Einsamkeit im Alter verhindern: So knüpfen Senioren Kontakte

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Der Partner ist verstorben, die Kinder kommen nur noch selten zu Besuch und wohnen noch dazu hunderte Kilometer entfernt. Mit den Nachbarn hat man sich schon vor Jahren verstritten und die Mobilität schränkt sich immer weiter ein. Senioren haben große Angst davor, im Alter krank und einsam in ihrer Wohnung zu sitzen und am Leben zu verzweifeln. Aber auch im Seniorenalter können Sie noch neue Kontakte knüpfen.

Richtige Wohnform im Alter finden

Schon bevor es zu Mobilitätseinschränkungen kommt, sollten Senioren über ihre Wohnsituation nachdenken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des altersgerechten Wohnens und man sollte sich nicht scheuen, auch in höherem Alter noch einmal ganz von vorn anzufangen. Neben speziell auf ältere Menschen abgestimmten Baustilen oder betreuten Wohnungen gibt es auch die Möglichkeiten von Wohngemeinschaften.

Vor allem in größeren Städten existieren Mehrfamilienhäuser, die schon so konzipiert sind, dass die verschiedensten Generationen darin wohnen können und sich die Mieter so gegenseitig unterstützen, dass sich familienähnliche Bedingungen entwickeln. So unterstützen junge Familien die Senioren zum Beispiel beim Einkauf und im Gegenzug helfen die Älteren bei der Kinderbetreuung. Eine andere Möglichkeit ist der Einzug in eine private Senioren-WG, wobei es hier auch welche gibt, die durch einen Pflegedienst regelmäßig betreut werden.

Über sportliche Betätigung oder Hobby neue Kontakte knüpfen

Solange Senioren mobil sind, können sie über örtliche Sportvereine neue Menschen kennenlernen und regelmäßige Kontakte knüpfen. Für Senioren besonders geeignete Bewegungsmöglichkeiten sind dabei Kegeln, Wandern, Fahrradvereine, Schach, aber auch Skat- oder Kartenspielabende. Vielleicht gibt es in der Nähe auch Gaststätten, die einen nachmittäglichen Tanztee anbieten.

Durch Besuch von kulturellen Veranstaltungen Einsamkeit im Alter verhindern

Warum sollten Senioren nicht allein ein Theater, Kino, Museen, Ausstellungen oder eine andere Veranstaltung besuchen? Gehen Sie ruhig so oft wie möglich zu örtlichen Festen. Hier findet sich immer jemand, mit dem Sie ins Gespräch kommen können. Besuchen Sie Mehrgenerationenhäuser in Ihrer Nähe. Hier sind ständig generationsübergreifende Aktivitäten im Angebot, bei denen Sie nicht nur zuschauen, sondern auch selbst mitmachen können. Wer gern singt, wird vielleicht in den Chor eintreten können oder sicher werden auch Bastelveranstaltungen organisiert.

Ehrenamtlich tätig werden

Wer sich noch rüstig genug fühlt, findet auf alle Fälle auch ein Betätigungsfeld für ein Ehrenamt. Gerade in sozialen Einrichtungen herrscht permanent finanzielle Knappheit und jede helfende Hand wird gern angenommen. Ob Sie dabei lieber älteren Menschen unter die Arme greifen oder sich Kindern widmen, liegt in Ihrem persönlichen Ermessen. Eine gute Idee ist auch der Einsatz als Ersatzoma oder -opa, wenn die eigenen Großeltern vielleicht zu weit entfernt wohnen.

Setzen Sie sich noch einmal auf die Schulbank

Vielleicht gibt es etwas, was Sie schon immer interessiert hat oder was Sie schon immer lernen wollten? Besuchen Sie Kurse an der Volkshochschule oder schreiben Sie sich in der Seniorenakademie der nächstgelegenen Hochschule ein. Hier treffen Sie überall Gleichgesinnte, mit denen Sie in regen Erfahrungsaustausch treten können.

Keine Angst vor dem Internet oder vor sozialen Netzwerken

Auch in der älteren Generation wird das Internet eine immer größere Rolle spielen. Besonders wer eine körperliche Behinderung hat, wird froh sein, über soziale Netzwerke neue Kontakte knüpfen zu können. Wer sich den richtigen Umgang damit nicht zutraut, sollte sich von jüngeren Familienangehörigen einweisen lassen oder ebenfalls einen Kurs besuchen.

Bei körperlichen Einschränkungen soziale Kontakte organisieren

Wer nicht mehr mobil genug ist, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, für den gibt es trotzdem noch einige Möglichkeiten, Einsamkeit im Alter zu verhindern. Einige Wohlfahrtsorganisationen bieten Hausbesuche an, bei denen die verschiedensten Generationen zu den Senioren nach Hause kommen und gemeinsam spazieren gehen, spielen oder einfach über früher plaudern. Wer sich ganz einsam fühlt, kann sich auch an die Telefonseelsorge wenden.

Bildnachweis: diego cervo / stock.adobe.com

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