Immobilien Praxistipps

Eigentum günstig finanzieren: So gelingt die Hauskauf-Finanzierung

Bei dem Erwerb einer Immobilie greifen viele auf eine Hauskauf-Finanzierung zurück. Doch was bedeutet das eigentlich? Welche Darlehensformen gibt es und wie gelingt eine günstige Hausfinanzierung?

Eigentum günstig finanzieren: So gelingt die Hauskauf-Finanzierung

Eigentum günstig finanzieren: So gelingt die Hauskauf-Finanzierung

Was versteht man unter einer Hauskauf-Finanzierung? 

Viele Menschen träumen vom Eigenheim, können den Hauskauf allein auf Basis ihres Eigenkapitals jedoch nicht realisieren. Um den Hauskauf zu finanzieren, gilt es deswegen, einen Hauskredit zu möglichst günstigen Konditionen ausfindig zu machen. 

Dieser kann bei Banken, Bausparkassen, Finanzdienstleistern oder der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) beantragt werden. Damit das Fremdkapital zur Verfügung gestellt werden kann, berechnet der Darlehensgeber eine Verzinsung. 

Im Vorfeld eines Kreditantrages sollten Interessierte genau berechnen, wie viel Geld ihnen pro Monat zur Verfügung steht, um die Ratenzahlung des Kredits zu leisten. Eine zu niedrige Rate führt dazu, dass der Kredit lange abbezahlt werden muss. Eine zu hohe Rate dagegen kann auf Dauer eine zu große Belastung für die Kreditnehmer darstellen.

Welche Darlehensformen können Hauskäufer nutzen? 

Die beliebteste Kreditart stellt das Annuitätendarlehen dar, das eine jährliche Geldzahlung einschließt. Das Darlehen gehört zur Gruppe der Darlehen mit Sollzinsbindung. Der Sollzins gilt über fünf, zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahre und bietet Planungssicherheit. Monatlich wird eine konstante Rate an den Kreditanbieter überwiesen, die sich aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil zusammensetzt. 

Eine zweite Möglichkeit ist das Volltilgerdarlehen mit gebundenem Sollzins. Der Vorteil: Der Kreditnehmer profitiert von einem konstanten Sollzins, der bestehen bleibt, bis der Kredit vollständig zurückgezahlt wurde. In der Regel werden hier zwischen fünfzehn und fünfunddreißig Jahre veranschlagt. Eine Anschlussfinanzierung ist nicht notwendig. Die Tilgungssätze fallen höher und die Bauzinsen niedriger aus als bei Annuitätendarlehen. 

Das variable Darlehen dagegen beinhaltet keine feste Zinsbindung. Der Hauskäufer bleibt flexibel, da die Raten durch Zinsanpassungen variieren. Allerdings entfällt die Planungssicherheit. Auch eine Kombination von Annuitätendarlehen und variablen Darlehen ist realisierbar. 

Das KfW-Darlehen eignet sich für Eigentum zur Eigennutzung und überzeugt durch niedrige Sollzinsen. Die KfW kann den Kredit als Annuitätendarlehen oder als endfälliges Darlehen bereitstellen.  

Steht kein Eigenkapital zur Verfügung, können Interessierte einen Vollfinanzierung in Erwägung ziehen. Das Haus dient dabei als Sicherheit. Allerdings werden Vollfinanzierungen ausschließlich an Menschen vergeben, die über ein festes, im besten Fall unkündbares Arbeitsverhältnis verfügen, ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verzeichnen und bei der Schufa-Auskunft hervorragend abschneiden. 

Wie gelingt eine günstige Hauskauf-Finanzierung? 

Tipp 1: Eigenkapital überprüfen 

Im ersten Schritt gilt es, nachzuschauen, wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht. So ist es ratsam, Bargeldreserven, Finanzen auf Bankkonten, Wertpapiere und Schmuckstücke zu überprüfen. Auch Lebensversicherungen, Grundstücke, Bausparguthaben und der Oldtimer in der Garage gelten als Eigenkapital. 

Tipp 2: Tilgung und Zinsbindungen berücksichtigen 

Die Darlehensrückzahlung bei einer Baufinanzierung wird als Tilgung bezeichnet. Mit der passenden Tilgungsstrategie lässt sich die Laufzeit verkürzen und bares Geld sparen. Bei dem Annuitätendarlehen besteht die monatliche Rate aus einem Zinsanteil und einer Tilgungsrate. 

Der Zinsanteil steht für die Fixkosten, während der Tilgungsanteil die Begleichung der Darlehensschuldumfasst. Die Tilgung lässt sich von dem Kreditnehmer bestimmen. Fallen die Bauzinsen niedrig aus, lohnt sich eine schnelle Rückzahlung des Kredits. Fallen sie jedoch hoch aus, kann die Restschuld jährlich mit einem Prozent der Darlehenssumme getilgt werden. 

Tipp 3: Hauskauf-Finanzierungen vergleichen 

Um eine Hauskauf-Finanzierung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ausfindig zu machen, lohnt es sich, Vergleichsplattformen im Internet zu nutzen. Hier profitieren Nutzer von einer strukturierten Übersicht und können Kreditangebote diverser Darlehensgeber etwa im Hinblick auf den Sollzins vergleichen. 

Tipp 4: Einen Online-Rechner nutzen 

Mit einem Online-Rechner lassen sich die möglichen Kosten der Immobilienfinanzierung berechnen und Interessierte erhalten eine erste Orientierungshilfe. Viele Plattformen bieten Online-Rechner mit Zinsprognosen an. 

Fazit 

Eine Hauskauf-Finanzierung wird in der Regel auf Basis von Fremdkapital durch Darlehensgeber realisiert. Die zur Verfügung stehenden Darlehensformen sind das Annuitäten-, das Volltilgerdarlehen, das variable Darlehen, das KfW-Darlehen und die Vollfinanzierung. Um das günstigste Kreditangebot zu finden, lohnt es sich, eine Online-Vergleichsplattform mit einem Finanzierungsrechner zu nutzen. 

Bildnachweis: Tinnakorn / stock.adobe.com

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